Kapitalbildung - Wie richtig angehen?

  • es war ja nicht 90-60-90, es war ein Flachbildfernseher. Aber Gott sei Dank arbeite ich nicht bei dem Verein ;)


    Nee, aber ernsthaft, die Frage nach Sicherheiten ist je nach gewünschter Linie auch nicht aussen vor zu lassen. Aber am Anfang steht bei mir immer die Frage, ob das Geschäft entsprechende Zahlen abwirft, die eine Linie tragbar erscheinen lassen. Und bei manchem Kunden wirft alleine die Frage nach "E/Ü-Rechnung? BWA? Bilanz? Steuerbescheid" derartige Schweißperlen auf, so dass ich die Frage nach Sicherheiten gar nicht mehr stellen muss. :rolleyes:

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Natürlich kauft bzw. baut man sich eine Wohnimmobilie primär zum Zweck darin zu wohnen und nicht um sie zu veräussern, aber "Geld verbrennen" will man mit der Immobilienanschaffung eigentlich auch nicht.


    Auch wenn man nur selber darin wohnen will, tut man das lieber wenn man davon ausgehen kann das die Immobilien eine Wertsteigerung erfahren. Wenn man davon ausgehen muss das man mit der Immobilie eine Wertminderung erfährt dann bleibt man meist doch lieber in Miete.


    Du gehst davon aus, dass man die Immobilie irgendwann wieder zu Geld machen will.
    Aber was ist wenn dies nicht der Fall ist und ich einfach nur mein Leben darin wohnen möchte und mir auch völlig egal ist, was damit nach meinem Leben passiert!?
    Kann doch nicht sein das Mietezahlen da auf die Jahre geshehen besser sein soll..

  • Moin ...


    ich hab den Thread nur mal quergelesen ... weil darin nach etwas gesucht hatte ...


    Eine Sache (nicht die, nach der ich suchte) vermisse ich im Interesse des TE ... in meinen Augen die Wichtigste für den Unternehmer:


    ...................INSOLVENZSICHERHEIT...................


    Die Diskussion um Rendite & Co. ist schön und gut. Erfahrungsgemäß gibt es im Leben aber auch Tiefen ... und wenn man gerade in diesen Phasen noch mit Begehrlichkeiten des Fiskus aus guten Zeiten konfrontiert wird, ist die schönste Rendite-Anlage schnell dahin. Zumal das FA nicht lange fackelt und auch ohne gerichtliche Hilfe vollstrecken kann.


    Auch wenn es nicht so renditeträchtig ist ... Anlagen wie eine Basisrente (Rürup...) gehören m.E. in die engere Wahl.


    Gruß aus Wedau

  • Hier mal noch nen Link zur offiziellen Statistik über Durchschnittsverdienste in DE


    [URL=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/LangeReihen/LoehneGehaelter/Content100/lrver05a,templateId=renderPrint.psml]Durchschnitssverdienste 1957-2008[/URL]


    Hier im Thread geht es ja um die Absicherung der Rente in 30 Jahren.
    Also versetzen wir uns mal 30 Jahre zurück: 1978


    1978 lag das Durchschnittseinkommen hochoffiziell bei 1233€ (brutto!)
    2008 liegt das pfändungsfreie Existenzminimum einer alleinstehenden Person bei 989,99 € netto, was ca. 1.400 € brutto monatlich entspricht.


    Wenn sich also jemand vor 30 Jahren Gedanken über seine private Altersvorsorge gemacht hat, und wenn derjenige vor 30 Jahren schon so fortschrittlich gedacht hat und sich eine Rente in Höhe seines damaligen Einkommens als Ziel gesetzt hat, dann hat derjenige jetzt nix anderes als das Existenzminimum zur Verfügung !


    Wenn sich der Threadersteller also jetzt Gedanken macht welches Kapital er in 30 Jahren zur Verfügung haben will, dann darf dies nicht weniger sein als das was er jetzt schon zum Leben benötigt. Das ist nun mal die harte statistische Wahrheit.


    Und wenn wir grad mal bei der Wahrheit sind, kommen wir gleich mal zu dem nächsten Punkt den ich bereits weiter vorn angesprochen habe: WAS IST IN 30 JAHREN ?


    Leben wir dann in den Vereinigten Staaten von Europa?
    Zieht dann grad die europäische Nationalarmee in den Krieg zur Verteidigung der Wasserressourcen?
    Oder ist Europa bereits ein ausgetrocknetes, verbranntes Ödland weil der chinesisch Atomangriff einen Grossteil Europas in Schutt und Asche gelegt hat ?


    Was wir aber sicher wissen sind die Fakten von 1978:


    In der damaligen DDR hat die technische Universität in Ilmenau die Bewerbung einer Physikerin abgelehnt. Diese Frau ist jetzt Bundeskanzlerin des wiedervereinigten Deutschland.


    1978 wurde er vorbereitet und 1979 wurde er ratifiziert, der NATO Doppelbeschluss
    Könnt Ihr euch noch an die darauffolgenden Ostermärsche und das entstehen der Friedensbewegung erinnern ?


    Was glaubt Ihr hätten euch 99,9% der damaligen Demonstranten gegen den NATO Doppelbeschluss gesagt wenn Ihr denen verraten hättet das 30 Jahre später NATO Raketenabwehrstationen in Polen aufegbaut werden sollen.
    Das 30 Jahre später viele Länder des Warschauer Pakts Mitglieder der NATO sind...


    Das hätte euch niemand, garniemand geglaubt!!!


    ABER ihr wollt jetzt und heute wissen wieviel Rente Ihr in 30 Jahren braucht ???
    Junge, Junge, Hut ab !!!


    Klar, vorsorgen ist richtig, vorsorgen ist wichtig... aber wenn, dann bitte in überschaubaren Zeiträumen und mit nachvollziehrbaren Konzepten.


    P.S: Hier ist noch eine schöne Zeitreise des Spiegel: [URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,350169,00.html]>1978<[/URL]
    Vergleicht einfach mal: was war damals, was hat man damals von der Zukunft erwartet, wie hat man damals gedacht, wie heute....
    Und nun macht euch Gedanken über 2038. Viel Erfolg!

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Auch wenn es nicht so renditeträchtig ist ... Anlagen wie eine Basisrente (Rürup...) gehören m.E. in die engere Wahl.


    Gruß aus Wedau


    Dem will ich mal widersprechen. Das Problem bei Rürup ist, daß sie nur für ewige Singles lohnt. Die kann man nicht vererben, kann man sich nicht als Einmalbetrag auszahlen lassen und man kann es auch nicht beleihen oder dergleichen.


    Das lohnt sich eigentlich nur dann, wenn alles glatt läuft in der Erwerbsbiographie und man eben keine Lebenspartner bzw. Kinder absichern muss oder will.


    Die Prekariatsabzockalternative Riesterrente ist auch nüscht, denn die wird dummerweise nur bei deutschem Hauptwohnsitz ausgezahlt und ist auch noch anrechenbar auf Sozialleistungen.


    Ich bin der Meinung, man sollte hier nicht voreilig seine Teuronen in solche "Renten" pumpen. Sinnvoller ist es, sich schlicht einen Batzen Geld anzusparen-das kann jeder, da brauchts keinen Anlageberater und man kann im Prinzip nicht übers Ohr gehauen werden.


    Denn selbst wenn es in Deutschland nicht weiter abwärts gehen sollte, sondern stagnieren oder gar leicht besser werden...in den Ostblockstaaten ist in 30 bis 60 Jahren ein super Leben auf etwas über heutigem Bundesrepublikstandard möglich, allerdings zu fairen Konditionen!


    Renten sollen ja unabhängig machen! Das geht aber bei den momentan angebotenen Privat"vielleichtirgendwannmalMinirente"angeboten wegen diverser Probleme nicht auf. Wer aber über seine Kohle frei verfügen kann, der kann zum Renteneintritt die Rosinen aus dem europäischen Angebot picken und wirklich angenehm leben. Und wers garnicht ins Rentenalter schafft (Krankheit?), der kann schon vorher angenehm leben-geht bei bei kaum einem Angebot auf dem derzeitigen Rentenmarkt und wenn es geht, dann verliert man viel von dem, was man eingezahlt hat.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Lieber Paul.tt ...


    Recht hast du (im Wesentlichen) ... aber was willst du uns damit sagen ???


    Na das was ich geschrieben habe:


    "Klar, vorsorgen ist richtig, vorsorgen ist wichtig... aber wenn, dann bitte in überschaubaren Zeiträumen und mit nachvollziehrbaren Konzepten."


    Seitenweise kamen hier die verschiedensten Anlagetipps zusammen die aber eines gemeinsam haben: das Prinzip "Hoffnung" oder auch gerne "Erwartung" und manchmal sogar "Garantie" genannt.


    Dazu mein Beispiel was denn vor 30 Jahren war, und was gewesen wäre wenn man damals die exakte heutige Zukunft vorausgesagt hätte. Man hätte es nicht geglaubt


    Deswegen meine Gedankenanregung: wenn unsere heutige Gegenwart anders ist als man sie sich vor 30 Jahren vorgestellt hat, warum zum Teufel soll die Zukunft in 30 Jahren dann so sein wie wir sie uns jetzt vorstellen.


    Vielleicht erkennt die Politik das das Renten- und das Sozialsystem vieler Staaten nicht mehr finanzierbar ist und es werden die Vereinigten Staaten von Europa gegründet. Dazu eine neue Währungsunion und die Einführung einer europaweiten Basisrente mit gleichzeitigem Verfall aller länderspezifisch erworbenen Ansprüche... peng und die Blase ist geplatzt, erworbene Ansprüche sind futsch und der Staat bei dem man die Ansprüche hätte geltend machen können existiert nicht mehr.


    Vielleicht wächst aber gerade eben ein kleiner Einstein oder DaVinci auf und erfindet demnächst die funktionsfähige Kernfusion für daheim... Energieproblem ade.


    Das Leben ist eine Gleichung mit megamässig vielen Unbekannten, da ist es aus meiner Sicht besser nur in überschaubaren Zeiträumen und mit kurzfristiger Verfügbarkeit anzusparen.

  • mit der Einstellung dürftest Du aber eigentlich gar nichts mehr machen...jede Investition könnte total überflüssig sein. Du kannst morgen vor eine Straßenbahn laufen und tot sein, Du kannst eine Lebensmittelvegiftung erleiden, Du kannst aus irgendwelchen Gründen an den Rollstuhl gefesselt werden und und und...


    Natürlich weiß keiner genau, wie es in 30 / 40 Jahren hier aussehen wird. Aber ich halte es für vernünftig, daovn auszugehen, dass man immer mehr selbst wird vorsorgen müssen und deswegen eher mehr als weniger macht. Aber immer alles in überschaubaren Zeiträumen und kurzfristig anzulegen mag zwar verlockend erscheinen (wenn man zum Beispiel immer das jeweils beste Tagesgeldkonto abgreift o.ä.), aber langfristig schneidet man dabei nicht zwingend besser ab. Der Mix machts. Kurzfristiges brauchts ohne Zweifel auch. Aber nicht für das, was in 30 Jahren sein wird...

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von paul.tt
    Seitenweise kamen hier die verschiedensten Anlagetipps zusammen die aber eines gemeinsam haben: das Prinzip "Hoffnung" oder auch gerne "Erwartung" und manchmal sogar "Garantie" genannt.


    Richtig. Nur von Dir kommt auf die Frage "Kapitalbildung - Wie richtig angehen" nichts verwertbares. Sorry. Liest sich wie Politikergeschwätz und wäre ein Beitrag von acht Worten wert.

  • StebuEx: es ist also nicht "verwertbar" wenn man darauf hinweist das jegliche Annahmen was denn in 30 Jahren ist hochspekulativ oder gar unvorstellbar sind ?


    Hätte ich nur einen kurzen Satz mit 8 Worten geschrieben hätten wieder andere hier im Forum genörgelt das ich meine viel zu kurze Behauptung doch mal näher erläutern solle und das ich, wenn ich schon etwas behaupte, wenigstens Beispiele dazu nennen soll.


    Erik: genau, wenn ich morgen vor eine Strassenbahn laufe dann hab ich nix von meiner Geldanlage... aber meine Familie hat dann was davon. Sollte ich im Rollstuhl sitzen müssen dann zahlt eine Unfallversicherung und ich baue mein Haus um.
    Ja, ich habe ein Haus finanziert und ja, es ist langfristig finanziert. Aber auch nur weil ich jetzt schon genau weiss wieviel Geld mich die Finanzierung kostet. Mit einer Finanzierungsrate auf Mietniveau muss ich nicht einmal annähernd darüber nachdenken ob dieser Schritt falsch gewesen ist...


    Mensch Jungs, mir ging es lediglich darum das man mal die rosarote Brille der Hoffung auf FinanzanlageRenditeVersprechen absetzt und sich konkret vor Augen führt das es viele, sehr viele Unbekannte gibt.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!