Finanzkrise - Auswirkungen bei Euch (Job, Konsum, etc.)?
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Finanzkrise - Auswirkungen bei Euch (Job, Konsum, etc.)?
Na ja, ne Finanz-Krise haben wir ja nicht mehr. Ne Krise ist zeitlich begrenzt. Das ist doch inzwischen Normalbereich.
Deshalb: business as usual ;-)9
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Buh!
Hamburgs Arbeitsamt macht Ernst und zeigt das wahre Gesicht von Hartz IV
http://www.jungewelt.de/2014/09-15/012.php
Ohne Worte!
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Zitat
Original geschrieben von Timba69
http://www.n-tv.de/wirtschaft/…ilen-article11377666.html
So falsch finde ich diesen Ansatz gar nicht.Das Grundübel von Integrationsmaßnahmen, Fortbildungen etc. ist aber leider, dass diese Angebote meist zwangsweise denjenigen "aufs Auge gedrückt werden", die sich dagegen sperren, während diejenigen, die vielleicht gern einem ins Gammeln ausufernden Tagesablauf entkommen würden, diese Angebote wahrscheinlich verwehrt bleiben werden.

Betrachte ich Arbeitslose in meinem Umfeld, scheinen selbst Jobangebote ausschließlich denen vorbehalten zu sein, die sie (eigentlich) gar nicht wollen, während sich Arbeitswillige geradezu ein Bein ausreißen, von der Arbeitsagentur aber nur Fehlanzeigen ernten.
Auch eine mit mir befreundete Arbeitgeberin hat mir glaubhaft versichert, dass sie in etlichen Jahren der Selbstständigkeit noch keinen einzigen Arbeitswilligen von der Arbeitsagentur hat vermittelt bekommen. Die meisten erscheinen schon nicht beim Vorstellungsgespräch, ein weiterer Teil dann nicht zur Vertragsunterzeichnung und der Rest nicht zum ersten Arbeitstag.
Sind wir zwei beiden die einzigen, die diesen Eindruck haben?
Sollten nicht vorzugsweise diejenigen Arbeitslosen vermittelt werden, die arbeiten möchten?
Das Gegenteil scheint der Fall zu sein ... auch die Presse ist voll von Berichten über nicht Arbeitswillige, denen mangels Interesses an konkreten Angeboten Leistungen gekürzt werden sollen, während zwei Seiten weiter über wirklich Arbeitssuchende berichtet wird, die noch nie ein Arbeitsangebot von der Agentur bekommen haben ... :confused:
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Original geschrieben von Timba69
Buh!Hamburgs Arbeitsamt macht Ernst und zeigt das wahre Gesicht von Hartz IV
http://www.jungewelt.de/2014/09-15/012.php
Ohne Worte!
Und? Zeitlich unbegrenztes soziales Vollversorgungsnetz ohne Gegenleistung verführt zu Gammelei, Schwarzarbeit, Langzeitheimaturlaub - ja, alles direkt und konzentriert mitbekommen - und so weiter . Vielleicht wird's ja irgendwann mal eine Mehrheit geben für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Bis dahin sollten die einen das aber nicht auf Kosten der anderen sich selbst herausnehmen dürfen.
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Das eigentliche Problem ist doch der vielzitierte Fachkräftemangel.
Mittlerweile werden ja selbst zum Klo putzen nur noch Fachkräfte eingestellt (um es etwas überspitzt zu sagen). Diese verdienen, trotz ihrer "Ausbildung" irgendwas zwischen wenig und nicht viel
(Meinen höchsten Respekt übrigens das sie den Job trotzdem machen)Nehmen wir jetzt jemanden der arbeiten will, arbeiten kann und sich voll reinhängen möchte. Eigentlich jemanden den jedes Unternehmen gerne einstellt. Hat er kein Papier das irgendwelche Qualifikationen bescheinigt (selbst wenn diese nichts mit der Stelle zu tun haben) hat er keine Chance einen gut bezahlten Job zu bekommen. Und mit gut bezahlt meine einen Job mit dem auch nach der Miete und dem Essen ein bisschen Geld übrig bleibt um gut zu leben. Wenn so jemand ganz genau weiß das er für 40h arbeiten die Woche am Monatsende nur 200-300 Euro mehr verdient als fürs nichtstun, dann wundert es mich nicht das er lieber zuhause bleibt. Klar ist das Unfair der arbeitenden Gesellschaft gegenüber, aber am Ende ist man sich doch lieber selbst der nächste.
Da ist man lieber Unfair zur Gesellschaft die sich so entwickelt hat als zu sich selbst.Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eigentlich unumgänglich. Auch wenn nicht gleich jetzt nötig, so wird es das werden wenn vermehrt Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden. Eine Idee wäre z.B. ein Grundeinkommen in Verbindung mit einer 20h Woche. So würden sich die vorhandenen Arbeitsplätze verdoppeln bei gleichbleibenden Abgaben. Den Rest würde das Grundeinkommen kompensieren. Man würde immernoch was tun, hätte genug zum leben und mehr Zeit für sich, seine Familie/Träume/Wünsche oder was auch immer.
Bleibt halt nur die Frage wie das Grundeinkommen finanziert werden soll.
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Um mal das Stichwort dieses Threads "Finanzkrise" wieder aufzugreifen und was in diesenZusammenhang vielen Bürgern zur Zeit dabei gewaltiig stinkt, ist die schleichende Enteignung der Sparer durch die verantwortunglose Niedrigzins-Politik der EZB. Die etabilierten Parteien schauen dabei tatenlos zu und verweisen allenfalls auf die Unabhängigkeit der EZB um sich da hinauszureden. Sie vergessen dabei nur hinzuzufügen das die EZB ihre Machtfülle durch politische Entscheidungen der etablierten Parteien auch bekommen hat. Damit kann man viele besorgte Bürger nicht mehr beruhigen, die nur zusehen können wie ihr Sparguthaben, ihre Altersversorgung, ihre Lebensversicherung u.a. immer mehr entwertet wird. Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern wenn eine Partei wie die AFD bei den jüngsten Landtagswahlen einen Erfolg nach dem andern mit Wahlergebnissen bis zu 12 Prozent einfährt. Die haben zwar keine brauchbaren politischen Konzepte, das ist aber inzwischen vielen besorgten und frustierten Bürger ziemlich egal, sie wählen dann eben eine populistische Partei wie die AFD. Der Kommentar der "RP" hierzu trifft den Nagel auf den Kopf:
http://www.rp-online.de/wirtsc…rch-die-ezb-aid-1.4292634 -
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Original geschrieben von Timba69
Buh!Hamburgs Arbeitsamt macht Ernst und zeigt das wahre Gesicht von Hartz IV
http://www.jungewelt.de/2014/09-15/012.php
Ohne Worte!
Wäre es Dir lieber, wenn diese Leute stattdessen mit Chips und Bier vormittags amerikanische Serien anschauen, oder schwarz arbeiten?
Wenn ich hartzen müßte, wäre ich über jede Beschäftigung sehr froh, weil ich mich weiterbilden könnte, im Berufsleben bleiben würde etc.
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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Um mal das Stichwort dieses Threads "Finanzkrise" wieder aufzugreifen und was in diesenZusammenhang vielen Bürgern zur Zeit dabei gewaltiig stinkt, ist die schleichende Enteignung der Sparer durch die verantwortunglose Niedrigzins-Politik der EZB. Die etabilierten Parteien schauen dabei tatenlos zu und verweisen allenfalls auf die Unabhängigkeit der EZB um sich da hinauszureden. ...
Solange klamme EU-Mitglieder zur Finanzierung ihrer Haushalte auf den Finanzmarkt angewiesen sind, werden die Regierungen der EU nicht nur zusehen, wenn die EZB bei ihrer Niedrigzinspolitik bleibt, sondern aktiv auf deren Beibehaltung hinwirken.Bleiben die Zinsen niedrig, lösen die geprellten Sparer so ein Problem, das ansonsten die Regierungen an der Backe hätten. Stellt Euch einfach nur mal vor, die Kosten für Kredite würden steigen ... dann wären Frankreich und Italien die beiden nächsten Anwärter auf Maßnahmen a la Griechenland. Wegen der Größe dieser beiden Volkswirtschaften gäbe es umgehend einen riesigen Knall, den man durch eine Niedrigzinspolitik vielleicht noch 10 bis 20 Jahre hinauszögern kann.
Dann allerdings ...

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Das mag schon so sein, nur viele der "geprellten Sparer" akzeptieren dies nicht mir und bringen das dann bei Wahlen zum Ausdruck, indem sie populistische Parteien wie die AFD dann wählen, zumeist aus Protest und weniger aus Überzeugung. Wenn die etablierten Parteien hier so weitermachen wie bisher, brauchen sich dann nach Wahlen nicht zu wundern wenn AFD und CO. einen Wahlerfolg nach dem anderen erzielen.
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