Wieso Haustiere? (speziell Hunde)

  • Zitat

    Original geschrieben von Krähe
    Ach komm, das ist doch kein Grund für einen :mad:, oder? Schreib's doch einfach ganz normal...
    Das mit dem Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen ist mit Sicherheit den meisten Menschen klar, es hat sich aber eben umgangssprachlich eingebürgert, auch Kaninchen als "Hasen" zu bezeichnen, das ist doch nicht schlimm - schließlich sind wir doch hier nicht im Bio-LK! ;)


    Ach ja, der Bio-LK, wie lange ist das schon her...:D
    Es ging mir mit meinem Posting nur da drum, dass die meisten Leute nicht wissen oder zumindest nicht darauf achten, wovon sie reden. Aber gut, der :mad: ist entschärft.


    BTW, wenn ich das ganze Haustierelend auf der Welt betrachte (zB in Spanien, wo alte Hunde durch Benzin drüber und anzünden "entsorgt" werden :( ), dann hat für mich die Aufnahme eines solchen Tieres schon einen ganz anderen Stellenwert. Nun gut, das sind auch andere Leute, als die Kerle mit den kleinen ********, die unbedingt einen Kampfhund brauchen, weil "ey, weisst du, ey, hat mein krass Nachbar auch, ey, und wenn der mich bedroht, ey, dann zeig ichs dem, ey". Da hörts für mich auch auf.


    Und über all die kaum lebensfähigen tierquälerischen Züchtungen brauchen wir gar nicht zu reden (da forscht der Mensch, um eigene gesunde Nachkommen zu bekommen und im Erbgut der Haustiere wird rumgepfuscht wie nix, hochgradig schizophren, das ganze).

  • Zitat

    Original geschrieben von Zeus

    Hunde gelten aber doch im allgemeinen als unterwürfig und kriecherisch. Deshalb wird "Hund" ja auch von vielen Menschen als Schimpfwort gebraucht. Angeblich mögen viele Hundehalter auch keine Katzen weil Katzen selbständiger sind und sich nicht so deutlich dem Menschen unterwerfen.


    Naja, ich mag sie halt nicht obwohl es schon Spaß macht sie beim Apportierspiel zu verarschen.


    Irgendwie pflegst Du einen suggestiven Schreibstil. Das gefällt mir ehrlich gesagt nicht. Daher gehe ich auf sowas auch gar nicht erst ein.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Hatte früher auch keinen "Sinn" in Haustieren gesehen.
    Bis dann eines Tages eine etwa 3 Wochen alte Katze von ihrer Mutter in meinem Garten ausgesetzt wurden:
    Die Katzenmutter hatte in meinem Garten ein Nest mit 3 Jungen. Irgendwann höre man klägliches miauen aus den Nest. Hab das ganze ne weile beobachtet und obwohl die Kleinen auf sich aufmerksam machen wollten, ist die Mutter nicht wiedergekommen. Als ich nachgesehen habe, waren nur noch 1 Junges da. Als die Mutter einen halben Tag später immernoch nicht da war, hab ich das Tier adoptiert :)


    Einen Tag darauf hat die Katze-/Rabenmutter bei einem Nachbarn das zweite der 3 Jungen ausgesetzt. Wurde vom Sohn meiner Nachbarn aufgenommen.


    Warum Haustiere? Ein Haustier kann beruhigende und entspannte Stimmung im ganzen Haus verbreiten, und so das Familienleben eindeutig positiv beeinflussen.

  • Manchmal glaube ich, daß Hunde die besseren Menschen sind. Ihnen ist es egal, ob du arm-reich, krank-gesund, alt-jung oder was auch immer bist, sie mögen dich einfach, Punkt. Hunde sind seit Urzeiten Freunde des Menschen und können sogar Krankheitsverläufe positiv beeinflussen. Leider verläuft im gesellschaftlichen Zusammenleben nicht immer alles reibungslos, wobei ich das Problem aber eher am oberen Ende der Leine sehe. Nur weil der Hund einen niedrigeren Rang einnimmt, muß man sich ja nicht gleich als Herrenmensch aufführen.
    Ein kluger Kopf (Namen leider vergessen) hat mal gesagt, daß man eine Nation danach beurteilen sollte, wie sie mit ihren Tieren umgeht.


    In diesem Sinne, lisboa

    Stoppt die Stadionflitzer - stoppt Goleo!

  • Interessante Meinungen...


    Ich muss vielleicht meinem obigen post noch hinzufügen,dass "unser" Hund eigentlich in Lörrach wohnt.
    Bei mir im Quartier ist er nur zu Besuch.
    (Wobei es von meiner Haustüre bis zu der Natur nur ca.10 min. zu Fuss ist,da ich gleich bei der Grenze wohne.)


    Auch wir finden,dass ein grosser Hund nicht in der City leben sollte.



    Zu den Meinungen,ein Hund sei unterwürfig....


    Dies ist aber imho auch eine Frage der Erziehung.
    Ein gut gehaltener Hund ist nicht unterwürfig.
    (Ausser man interpretiert das auf den Rücken legen damit:
    dies ist aber eher ein Kommunikationmittel,welches geradeso auch Freude ausdrücken kann.)


    Rudelverhalten hat in der Natur wenig bis nichts mit Unterwürfigkeit zu tun.
    Es herscht zwar eine strenge Hierarchie,doch nicht im eigentlichen Sinne wie wir Menschen dies verstehen.
    Jedes Tier ist sich seiner Aufgabe und deren Wichtigkeit im Rudel bewusst,egal welchen Status es darin hat.
    Der Platz wird freiwillig eingenommen,und ein Alpha wird nur dann von jüngeren Mitgliedern verdrängt,wenn es zu alt für seine Aufgabe geworden ist.
    (Doch entgegen der herschenden Annahme,dies geschehe sobald ein jüngeres Tier einfach fiter und stärker sei,bleibt das Leittier solange an der Spitze,wie es seine Aufgabe auch gut erfüllen kann.
    Die lange Erfahrung die ein Alpha hat ist für das Rudel um einiges wichtiger als die blosse Kraft der Jugend.)


    Gerade Wildhunde sind Dank der hohen sozialen Struktur untereinander die Jäger mit der höchsten Erfolgsquote überhaupt.
    Die bis zu 50 Tiere jagen in den Steppen Afrikas mit solch gutem Teamwork,dass sie im Schnitt eine Erfolgsquote von 80% !!! erzielen.
    (zum Vergleich:Schakale ca.30%,Wölfe 10%)


    Und da gibt es ja auch einige Haushunde,die ihren eigenen Kopf haben und mit anderen Hunden klar ihr Alpha-Verhalten zeigen.
    (und es in ihrer Jugendzeit meist auch einige Male mit dem Halter zu testen versuchen.)


    Und dennoch kann auch solch ein Tier sich mit der nötigen Geduld und der richtigen Haltung gehorchen lernen,ohne dass das gemeinsame zusammenleben ein täglicher Krampf ist.
    (Gerade schreien nützt eigentlich gar nichts,viel besser ist das schon schön von Mooney erwähnte Spiel der Annerkennung und Distanz.
    Ein Tier muss seinem Halter vertrauen können,dieses muss man aber zuerst gemeinsam aufbauen:
    durch schreien bei einem Fehlverhalten verstört man ein Tier nur,und verlässt damit die Ebene der Kommunikation,welche ein Tier verstehen kann.
    Geduld und geradliniges Verhalten bezahlt sich viel mehr aus.)



    Der Hund den ich hüte,ist nämlich genau so eine Alpha.
    Ja,richtig gelesen:Ein Weibsbild :D


    Eine Mischung aus Riesenschnauzer und Münsterländer:
    (Beide Rassen wurden früher zur Hetzjagd eingesetzt,darum ist der natürliche Jagdinstinkt ziemlich ausgeprägt)

    Ein grosses hochbeiniges,und dennoch kraftvolles schwarzes Tier,
    mit weissen Flecken und einer Wolfs-Gesichtsform,
    welches einen eigenwilligen Charakter mit einem leichten Hang zur Sturheit besitzt,der aber zum glück durch ihr enorm liebes Wesen wieder vollkommen ausgeglichen wird.


    Wir könne uns also nicht über mangelnde Reibungen beklagen.


    Und doch wurde das Tier so geradlinig und gut erzogen (von meiner Ex,nicht von mir;) ),dass es zuverlässig gehorcht.
    Dies sieht dann aus,als wäre sie ein Schutzhund:
    Meist müssen wir die Befehle nur leise aussprechen und die Süsse gehorcht ruhig und präzise,da sie diese Befehle eben auch gerne und vorallem freiwillig ausführt.
    (Sie gehorcht wohl so sichtbar gut,dass Sie auch schon einige Male von Zöllner oder Polizisten(mit Hund) gelobt und bewundert wurde.
    Meist wurde ich dann gefragt,ob sie denn eine Ausbildung gehabt habe,
    worauf ichjedesmal grinsend antworte:
    Nein,nur Privatunterricht von einer 1.58m kleinen Frau ;) )


    Ich denke,viele Menschen ohne Tiere haben eine oft etwas pauschale und verfälschte Meinung zu Tierhalter und oft leider auch zu den Tieren selbst.
    Man sieht dies deutlich in gewissen posts....


    Vielleicht solltet ihr wirklich einfach auch einmal ein Tier für 2-3 Wochen hüten,so dass ihr den immensen Wert einer solchen Verbindung erfahren könnt.


    Jochen hat dies in seinem post imho ziemlich treffend und schön formuliert:


    Ein Hund hat einen starken, eigenen Charakter, er begleitet einen, man erlebt viel mit ihm. Man kann viel mit ihm unternehmen, er beruhigt durch seine Anwesenheit. Er will Liebe erfahren und gibt Liebe zurück....


    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen :topp:


    Sämi

  • Zitat

    Original geschrieben von SiemensFreak³
    Bei Frauen dürfte das Kindchenschema greifen weil die ja soooooo süüüüüüüüüß sind...


    -SF³



    Nee, nee, nee. Ein Kind will ich nicht, aber einen Hund würde ich sofort nehmen.
    Frauen lieben Hunde, weil sie manchmal besser als Männer sind! :D


    Gruß
    Mekong

    Ein Hund denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...sie müssen Götter sein!"


    Eine Katze denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...ich muss ein Gott sein!


  • Wie darf ich DAS denn verstehen?:D


    Spaß beiseite: wie schon in meinem Eingangspost erwähnt, das trifft es doch genau!


    @all sehr interessante Ausführungen.
    Allerdings würde mich die Sache mit dem Gehörschaden schon interessieren. Das ständige Gebell von (lauten) Hunden geht doch ganz schön auf die Hörmuschel, oder?

  • Harald Schmidt heute Abend ist doch genau das Thema!!

    "... infinity’s a great place to start"
    No Line on the Horizon - U2

  • Zitat

    Original geschrieben von Ethan

    Allerdings würde mich die Sache mit dem Gehörschaden schon interessieren. Das ständige Gebell von (lauten) Hunden geht doch ganz schön auf die Hörmuschel, oder?


    Ein ordentlich erzogener Hund bellt nicht laufend und schon gar nicht ohne driftigen Grund!

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von Ethan
    Allerdings würde mich die Sache mit dem Gehörschaden schon interessieren. Das ständige Gebell von (lauten) Hunden geht doch ganz schön auf die Hörmuschel, oder?


    Es gibt sicher interessantere Geräuschkulissen als einen dauernd bellenden Hund, aber:
    ein Hund, der Haus und (Bauern-)Hof bewachen soll, muss laut bellen, sobald er etwas fremdes/unnormales feststellt und ein Hündchen in der Stadt bellt i.d.R. nicht permanent, ist alles eine Frage der Erziehung.


    Aber einen Hörschaden von kläffenden Hunden zu bekommen ist doch sehr weit hergeholt; Eltern, die im Jahresrythmus Kinder bekommen und deren Geschrei andauernd hören, werden ja auch nicht taub. Auch die Krankenschwestern auf Kinderstationen habe ich noch nie mit Ohrenschutz gesehen. Ein lauter PC-Lüfter würde mir da schon wesentlich mehr auf den Geist gehen, weil das Geräusch auch noch im Ohr ist, wenn der Rechner weit weg ist.

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