Wieso Haustiere? (speziell Hunde)

  • Zitat

    Original geschrieben von seb99
    @ Ethan: Man sieht, daß Du nie einen Hund hattest. Ein Hund wird Teil der Familie. Das ist kein Gegenstand, der lästig ist, sondern ein Freund. Ich bin der Meinung, daß jedes Kind mit einem Hund aufwachsen sollte, wenn die äußeren Bedingungen es zulassen. Einfach um die Tiere zu respektieren und den ganzen Spaß, die Zuneigung und alles was dazu gehört zu erfahren. Jedes Kind, das kein Haustier hatte (vielleicht mal abgesehen, von Fischen oder Ungeziefer, wie Echsen, Spinnen usw.), dem ist in der Erziehung was verloren gegangen.


    Das mit dem Respekt kenn ich aber ganz anders: viele Hunde werden echt behandelt, wie eben "Eigentum" und werden auch ganz klar bestraft oder zusammengebrüllt, wenn sie etwas nicht so machen,wie sich Herrchen das vorstellt...


    Achja: von dem Gebell mancher Hunde bekommt man doch mit der Zeit nen Gehörschaden, oder etwa nicht? ;)


    @Jopi: Weils mir wirklich ein Rätsel ist. Ich würde wirklich gerne verstehen, wieso man sich so was "antut" und ich gerne die Meinungen von Hundehaltern (kenn ich nur wenige) wissen möchte

  • Ein Haustier zu halten ist doch eine wunderschöne Sache!
    Ein Freund, den ich an Sylvester besucht habe, hat 2 Wellensittiche, die frei fliegen dürfen, einen Hasen, der frei laufen darf, einen Hund, der täglich seine > 1 Stunde (morgens 20 Minuten, mittags eine Stunde) Auslauf hat und einen Hamster und außerdem ein Aquarium. Ich dachte auch "Mein Gott, das ist ja eine Zoohandlung!" :D . Aber ich fand es unglaublich heimelig, Lebewesen um sich zu haben. Ich fand es, wieder zuhause, richtig tot, hier in meiner Wohnung. :(


    Weshlab ich einen Hund haben möchte? Weil es schön ist, ein Lebewesen bei sich zu haben. Und ja, ich habe eine Freundin, falls jetzt jeman denken sollte, daß ich mich einsam fühle. Ein Hund hat einen starken, eigenen Charakter, er begleitet einen, man erlebt viel mit ihm. Man kann viel mit ihm unternehmen, er beruhigt durch seine Anwesenheit. Er will Liebe erfahren und gibt Liebe zurück. Das hat auch mit körperlicher Nähe zu tun. Und wer jetzt an Perverses denkt, den möge der Blitz treffen! ;) Im Ernst: es ist einfach die Nähe und die Liebe zu und von einem Lebewesen. Ist doch ganz klar!

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Speziell vom Frauen hab ich oft zu hören bekommen sie würden ihren Hund als Freund empfinden. Vor allem die schönen braunen Augen würden ihr Herz erwärmen wenn es ihnen mal schlecht gehe. Viel Hundebesitzer schreiben ihren Hunden auch die Fähigkeit zu menschliche Sprache zu verstehen bis hin zu psychokinetischen Fähigkeiten oder wie das hieß.


    Edit:
    Hab auch gerade in der Harald Schmidt Werbepause eine geile Fiat Stilo Werbung zum Thema gesehen. So wie er hätte ich das auch empfunden.

  • Die Frage kann wohl nur von jemandem kommen, der noch nie ein Haustier hatte:
    in erster Linie ist es einfach die Freude, die man daran hat. Es macht einfach Spass, am Wochenende mit einem Hund durch den Wald joggen/spazieren zu gehen, selbst das morgendliche Gassigehen kann Spass machen. Oder einfach 2 Katzen beim Raufen zuzusehen und sich über die Tolpatschigkeit zu amüsieren. Oder bei Vögeln einfach darüber freuen, wenn sie das Zwitschern anfangen, wenn die Sonne rauskommt.


    Natürlich geht man mit der Anschaffung eines Haustieres auch eine gewisse Verantwortung ein, aber gerade für Kinder ist es gut, wenn sie schon frühzeitig Verantwortung für etwas übernehmen müssen, das lebt, d.h. nicht einfach wie ein Hobby eine zeitlang ausgeübt werden kann und dann aber wieder für einige Monate vergessen wird.


    Auch das Umfeld ist natürlich wichtig, ein Schäferhund in der Großstadt ist genauso unangebracht wie ein Sportwagen für das Ziehen von Pferdeanhängern. Aber wenn man es sich leisten kann, in einem (großen) Haus zu wohnen, das auch über einen entsprechenden Garten verfügt, sehe ich kein Problem darin, selbst große Tiere zu halten.


    Aber sicher gibts auch Lebensabschnitte, in denen ein Haustier schnell als lästig empfunden wird, gerade die Zeit von 14-25 gehört bestimmt dazu, aber wenn sichergestellt ist, dass das Tier nicht den ganzen Tag über alleine ist und sich Eltern, Haushälterin, Nachbarskinder etc. darum kümmern können, steht einem schönen Zuhause für ein Haustier nichts mehr im Wege.


    Ausserdem solltest du nicht vergessen, dass manche sich Tiere halten, um nicht einsam zu sein: Kinderlose (die keine Kinder bekommen können), ältere Leute, aber auch welche, denen sonst die Bewegung fehlen würde usw. Und mir ist Hundek**** auf dem Gehweg immer noch lieber, als noch mehr griesgrämige Rentner, die nur noch am Fenster hängen...

  • Gegenfrage: Warum tut man sich eine Beziehung an? Sex kann man unkomplizierter haben und Frauen wollen doch eh nur über die Beziehung diskutieren, Aufmerksamkeit bekommen und Schuhe kaufen... :confused: :D


    Jochen hat es absolut treffend beschrieben und ich finde ebenfalls, dass ein Haustier viel mehr eine Bereicherung als eine Last ist! :) Gerade von den intelligenteren Haustieren wie Hunden oder Katzen kann eben auch sehr viel Zuneigung zurückkommen. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und möchte diese Erfahrung und die vielen schönen Momente nicht missen!


    Seit 1 1/2 Jahren hat meinen Feundin nun auch einen Hund, der sehr schnell ein festes "Familienmitglied" geworden ist. Es ist ein ehemaliger Straßenköter aus Portugal, der von einer deutschen Tierschutzorganisation nach Deutschland gebracht wurde. In Portugal stand die Kleine mit einigen anderen kurz davor, umgebracht zu werden. :(
    In den Zeit, in der sie nun hier ist, ist sie absolut aufgeblüht und hat nichts mehr mit dem abgemagerten und verängstigten Geschöpf, das sie damals war, gemein. Die Kurze kläfft nicht, stinkt nicht und ist allgemein sehr pflegeleicht. :)


    Jeder, der etwas von Hundeerziehung versteht, wird mir zustimmen, dass es absolut falsch ist, seinen Hund anzubrüllen oder gar zu schlagen - mit Nichtbeachtung bzw. Belohnung und Anerkennung bei richtigem Benehmen erreicht man nicht nur viel mehr, sondern sorgt auch für ein viel besseres und intensiveres Verhältnis zwischen Hund und Herrchen.
    Im übrigen bin ich der Meinung, dass ein Tier genausoviel Respekt verdient hat wie ein Mensch und auch dementsprechend behandelt werden sollte.
    Putzen muss man eh und es macht richtig Spaß, mit dem Hund über Wiesen und Felder zu tingeln, mit ihm während der Spaziergänge zu spielen etc.


    Ethan: Probier es doch einmal aus und nimm mal einen Hund, der Dir sympathisch ist, für ein paar Tage in Pflege - Du wirst sehen, wieviel Freude Dir so ein Tier geben kann! :)



    Gruß, Mooney :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Ein Hund hat einen starken, eigenen Charakter


    Hunde gelten aber doch im allgemeinen als unterwürfig und kriecherisch. Deshalb wird "Hund" ja auch von vielen Menschen als Schimpfwort gebraucht. Angeblich mögen viele Hundehalter auch keine Katzen weil Katzen selbständiger sind und sich nicht so deutlich dem Menschen unterwerfen.


    Naja, ich mag sie halt nicht obwohl es schon Spaß macht sie beim Apportierspiel zu verarschen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Ein Freund, den ich an Sylvester besucht habe, hat ... einen Hasen, der frei laufen darf...


    Es ist immer das selbe: Mensch Leute, die Haustiere mit den langen Ohren heißen Kaninchen und nicht Hasen!
    Das mag für die meisten Schnickschnack sein (obwohl ein Hai und ein Delphin auch die gleiche Bauform haben, aber von der Tierart her doch ein bißchen was anderes sind), aber ein Hase ist ein Wildtier und gehört auch mit Auslauf in keine Wohnung!:rolleyes:


    Zurück zum Thema: Ich habe nun schon seit 5 Jahren eine Katz und bin natürlich voreingenommen. Aber ich denke, dass nur Leute ohne Haustier nach dem Sinn fragen können, denn wenn man eins hat, erschließt sich der "Sinn" von ganz allein.


    Oder warum hat man ein Prepaidhandy? Die Gesprächsgebühren sind zu hoch, ich muß zu den unmöglichsten Zeiten nachladen und hab noch einen Scheiß Zeittakt, außerdem sind die Dinger inzwischen sauteuer geworden. Oder warum habe ich ein Auto? Ich denke, man kann Dinge nur nachvollziehen, die man auch mal hatte/hat.


    Kleiner Exkurs zum Schluß: ich könnte immer über die Leute (vor allem mittelalte Frauen) lachen, die sagen, sie mögen Tiere.:p Sie meinen sehr selektiv nur einen kleinen Ausschnitt der Tierwelt, der sich mehr auf Kaninchen, Katzen und Hunde aber weniger auf Schlangen, Insekten oder Spinnen bezieht. Und ist das Töten der letztgenannten denn so sehr tierlieb?

  • Zitat

    Original geschrieben von wrywindfall

    Es ist immer das selbe: Mensch Leute, die Haustiere mit den langen Ohren heißen Kaninchen und nicht Hasen!
    Das mag für die meisten Schnickschnack sein (obwohl ein Hai und ein Delphin auch die gleiche Bauform haben, aber von der Tierart her doch ein bißchen was anderes sind), aber ein Hase ist ein Wildtier und gehört auch mit Auslauf in keine Wohnung!:mad:

    Ach komm, das ist doch kein Grund für einen :mad:, oder? Schreib's doch einfach ganz normal...
    Das mit dem Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen ist mit Sicherheit den meisten Menschen klar, es hat sich aber eben umgangssprachlich eingebürgert, auch Kaninchen als "Hasen" zu bezeichnen, das ist doch nicht schlimm - schließlich sind wir doch hier nicht im Bio-LK! ;)

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Hunde und andere Pelzträger oder: Wau!


    Zitat

    Original geschrieben von Zeus
    Hunde gelten aber doch im allgemeinen als unterwürfig und kriecherisch. Deshalb wird "Hund" ja auch von vielen Menschen als Schimpfwort gebraucht. Angeblich mögen viele Hundehalter auch keine Katzen weil Katzen selbständiger sind und sich nicht so deutlich dem Menschen unterwerfen.


    Unterwürfig im Prinzip ja, aber nur wenn man sie so erzieht, dass sie Respekt vor ihrem Herrchen/Frauchen haben.
    Es sind halt ursprünglich Rudeltiere, stellt sich ihnen niemand ernsthaft in den Weg werden sie die Rudelführung übernehmen.
    Insofern ist die Erziehung ganz entscheidend für das Verhalten eines Hundes.
    Man kann aus einem Hund vom absoluten "Weichei" bis hin zur echten Bestie eigentlich alles machen, was deren Wesensausprägung angeht.
    Sie wurden nunmal aus einem wilden Tier gezüchtet, um für den Menschen da zu sein, ihn zu beschützen und ihm zB bei der Jagd zu helfen.


    Kriecherische Hund kenne ich keine. Die die ich so kenne (ua ein Beagle, ein Stafford-Dalmatiner-irgendwas Mischling und ein Staffordshire) wissen zwar sehr genau, wenn sie etwas falsch gemacht haben und verhalten sich dann entsprechend, indem sie sich halt versuchen, beim Herrchen "einzuschleimen", aber das zeigt nur, dass sie so gut erzogen sind, dass sie durchaus wissen, was erlaubt ist und was nicht.


    Ich selber habe keinen Hund und möchte auch keinen haben, da es mir zu zeitaufwändig wäre.
    Wenn überhaupt würde ich gern eine Katze haben.
    Aber trotzdem liebe ich es, mal mit den Hunden von Bekannten zu spielen, ihnen einfach nur zuzuschauen, denn Hunde haben ein derart vielfältiges Wesen und soviele verschiedene Gesichtsausdrücke und Verhaltensmuster, dass es ungemein faszinierend und auch unterhaltend sein kann, sie nur zu beobachten.
    Und es ist einfach auch ein schönes Gefühl, wenn ich zB bei meiner Mama von diesem freudig schwanzwedelnden kleinen Racker empfangen werde und merke, dass er mich mag.
    Und sowas hat absolut nichts mit fehlenden sozialen Kontakten zu tun, ganz im Gegenteil. Grade durch die täglichen Spaziergänge mit Hund lernt man schnell ne Menge neuer Leute kennen.


    Und was unhygienisch angeht: Ist ein Hund gut erzogen, dürfte das einzige echte Problem sein, dass halt überall Haare rumfliegen.
    Stinken tuen die Hunde, die ich kenne, kein Stück, denn Haushunde nehmen mit der Zeit auch quasi den Wohnungsgeruch an und duften oft richtig gut.
    In der Stadt ist Hundekot ganz klar ein Problem, aber dafür können die Tiere nichts. Dort wäre es sinnvoller, die Halter zur Rechenschaft zu ziehen.


    Und das Hunde menschliche Sprache verstehen (logischerweise nicht so, wie Menschen, aber sie verstehen zum Teil sogar erschreckend genau, was man von ihnen will...), steht eigentlich außer Frage und sie können auch Gefühle ihres Herrchens wahrnehmen, wissen ob es ihm gut oder schlecht geht und verhalten sich entsprechend.


    Letztlich muss jeder selber wissen, ob er ein Haustier haben möchte oder nicht. Es gibt viele Pro's, aber genauso auch entsprechende Contra's.
    Ich finde es nur immer wieder etwas armseelig, wenn man, nur weil man Hunde nicht mag, über sie in einem Ton herzieht, als seien sie wirklich nur Abfall und ihre Halter total verblödet (geht gegen Niemanden in diesem Thread aber ich kenne solche Konsorten...).


    In diesem Sinne...Hund, Katze, Maus.


  • :top:


    neben so manchen "coolen" Ppph, ist ja nur ein Vieh-Posts in diesem Thrad kann ich mich JoPi und Mooney nur anschließen.
    Heute gibt es (im Gegensatz zu früheren Zeiten) keinen pragmatischen Grund für den Menschen, Tiere zu domestizieren.
    Leider führt diese Freizeit-Tierhaltung zu den bekannten Stilblüten, die man zombiegleichen Aliens ähnlich auf Tierzuchtschauen "bewundern" kann- Kreaturen, die sich mit verkrüppelten Atmungsorganen, Herzschwächen, Augenfehlern und chronischen Gelenkentzündungen quälen müssen.
    Menschen züchten zum Spaß bastardisierte Schlangen, blinde Vögel, Katzen ohne Schwanz (Gleichgewichtsorgan!) und Fische, die wie Kirschlutscher aussehen.
    Umso toller finde ich eure Lilly, @mooney!:top:


    Also bitte, kann nur an einige appellieren, das Thema "Haustier" weniger "dinglich" zu sehen und sich darüber im klaren sein, dass nicht das Tier sich dem Menschen aufdrängt.
    Sondern umgekehrt.:rolleyes:
    Greetz, der Norbert

    Alles wird gut.

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