ZitatOriginal geschrieben von laudanum
Nein, mal im Ernst, es gibt einfach zu große Differenzen, hier findest du bezüglich der Probleme im Miteinander einen sehr schön geschriebenen Artikel von Dr. Bassam Tibi:
Hm, aber da steht doch auch:
"Ein aufrichtiger Dialog hat dagegen einige Mindestkriterien zur Voraussetzung: Beide Dialogpartner müssen sich vorurteilsfreies theologisches und historisches Wissen über den anderen aneignen. Im Dialog geht es um "conflict resolution" als friedliche Konfliktbewältigung. Also: Weder brauchen wir interreligiöse Schmusestunden noch einen Austausch von Beweihräucherungen oder verlogenen Zusicherungen des guten Willens. Ehrlichkeit gibt es nur, wenn man ohne Selbstzensur, ohne Tabus und ohne Duckmäuserei miteinander reden kann. Die Geschäftsgrundlage muss die Akzeptanz des religiösen Pluralismus sein, also die Anerkennung der Gleichberechtigung der Religionen. Weder Beschuldigungen noch Selbstbezichtigungen helfen dabei weiter.
Scheut man die Kontroverse nicht, wird man bald auch auf Verbindendes stoßen. Die Geschichte der Mittelmeerregion zeigt, dass sich die islamische und die westliche Zivilisation über Jahrhunderte hinweg gegenseitig befruchtet haben - jenseits kriegerischer Auseinandersetzungen im Zeichen von Kreuzzug und Dschihad. Zwischen dem 9. und dem 12. Jahrhundert fand eine Hellenisierung des Islam statt. Von ihr bis zur europäischen Renaissance führt eine direkte Linie. Die Muslime retteten das antike griechische Erbe vor dem Vergessen und bereicherten es. Darauf konnte die Renaissance aufbauen. So leistete der Islam einen wichtigen Beitrag zur Entstehung des modernen Europa. Diese positiven Impulse sollte ein Dialog in Erinnerung rufen. Geschichte kann damit zur Quelle einer künftigen gemeinsamen Werteorientierung werden."
ZitatDann lieber eine Trennung in muslimischen und christlichen Religionsunterricht an deutschen Schulen!
Nö, ich fände noch immer Transparenz durch gemeinsamen Unterricht am besten. Es geht hier ja nicht um Gottesdienst, sondern "nur" um Schulunterricht.
Je mehr die Schüler voneinander wissen, desto weniger Angst werden sie vor dem "Fremden" haben.