ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von ChickenHawk
Sorry das ist mit Verlaub ausgemachter Humbug. Hier wird immer gern vergessen wie sich die tatsächlichen Verhältnisse zwischen den genannten Gruppen darstellen. Gibt es eine Erhöhung von 100,- €/Monat an Diäten für 622 Bundestagsmitglieder kostet das den Steuerzahler um die 750.000,- € im Jahr.
Bei 6,5 Mio. Hartz 4 Empfängern reden wir aufs Jahr gesehen bei einer Erhöhung von 5,- € im Monat über 390.000.000,- € die die Steuerzahler zusätzlich aufbringen müssen. Gehen wir auf die 11,- € die die Oppostion gern hätte dann sind wir schnell mal bei 858.000.000,00 €...
Die Diätenerhöhung bei einem Bundestagsabgebordneten kostet in diesem Beispiel einen AN also (bei direkter Umlage) im Jahr 2 Cent, die Anhebung der H4 Sätze dagegen 9,75 €.
Das Politiker gern etwas Fingerspitzengefühl fehlen lassen wenn es um die Erhöhung der eigenen Diäten geht während überall sonst gespart werden muss ist eine Sache, aber in Zeiten leerer Kassen stellt sich eben schon die Frage wer das dann noch alles finanzieren soll bzw. letztendlich wird das über die Steuern wieder auf alle anderen umgelegt und dann ist das Gejammer auch wieder groß.
You missed my point: Es geht nicht um Kosten pro Kopf von wem auch immer , sondern darum, daß sich der Selbstbedienungsladen in Berlin um die Haushaltslage plötzlich nicht mehr schert, wenn es um die eigenen Gehälter geht.
Mal abgesehen davon können die einzelnen H4-Empfänger nichts für die Gesamtzahl der Hartzer, und sind auch alle individuell von Preissteigerungen betroffen.
Nach Deiner Rechenlogik könnte man z.B. dem/der Kanzler/in auch gerne das 30-Fache Zahlen, da es schließlich ja nur eine Person beträfe , fiele es nicht ins Gewicht und wäre kein Problem.
Weiterhin gibt es summa summarum gar keine H4-Erhöhung: die Rentenbeiträge für jeden einzelnen Hartzer wurden seit Jahresbeginn ersatzlos gestrichen, was eine H4-Kostenreduktion und dafür eine Verlagerung von Sozialhilfekosten auf die Zukunft darstellt. Das wird nur kaum Diskutiert. Daß im Gegenzug ein paar Euro mehr ausgezahlt werden ist eine Augenwischerei.
Von einer Reduktion der Pensionsansprüche bei denen, die es in die Berufspolitiker-Kaste geschafft haben und sich auf Staatskosten gegenseitig den Rücken freihalten, habe ich hingegen bis jetzt noch nichts gehört.