Klar geht das so nicht, aber dass die Wirtschaft immer genau dann nach dem Staat schreit, wenn er ihr was nützt, sich ansonsten aber bitteschön raushalten soll, das haben wir ja in der jüngsten Vergangenheit viele Male eindrucksvoll erleben dürfen. Aber das verstehen unsere Neoliberalismusfreaks nicht, wie man an deren Argumentation schön ablesen kann.
Ein Punkt, der mir eben einfällt: Wenn man dafür ist, dass extrem niedrige Löhne durch ein Eingreifen des Staates aufgestockt werden sollen, dann müsste man konsequenterweise auch dafür sein, dass extrem HOHE Einkommen, bei denen absolut kein objektiver Bezug zwischen geleisteter Arbeit und erzieltem Einkommen mehr gegeben ist, vom Staat gedeckelt werden. Ist ja im Prinzip dasselbe, nur umgekehrt. Aber was die Neoliberalisten hierzulande von solchen Ideen halten, ist ja bekannt...
Es ist letztlich völlig egal, mit welchen Argumenten diese Leute kommen. Es läuft am Ende immer darauf hinaus, dass man der Wirtschaft das Leben so leicht wie irgend möglich machen muss - auch auf Kosten der Arbeitnehmer - weil sonst ohne Ende Jobs wegfallen, Firmen massenweise aus Deutschland abwandern usw. usf.. Ich persönlich kann dieses Gelabere nicht mehr hören, zumal es durch beständiges Wiederholen weder intelligenter noch zutreffender wird.