unfall mit alkohol am steuer - folgen?

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Daher fände ich die 0,0 Promille Grenze sehr sinnvoll. Dann gibt es kein "heransaufen" mehr.


    Doch, viel mehr. Das ist wie mit Führerschein für immer weg.


    Wenn der erste Schluck schon zu viel ist, dann ist es auch egal. Dann gibt es auch kein "vernünftiges" Ende mehr.

  • Es gibt bei Drogen kein "vernünftiges" Ende.


    Bei manchen Leuten reichen schon 0,3 Promille aus, das sie ein Fahrzeug nicht mehr so sicher wie mit 0,0 Promille lenken können. Andere schaffen selbiges noch mit 0,6 Promille.


    Und es gibt genug Leute, die sagen sich, das einfach 3 Bier gehen bis zur Grenze. Wenn die Grenze bei 0,0 liegt, dann gibt es kein Versuchen mehr.


    Die Leute, denen sowieso irgend eine Grenze egal ist, bekommt man damit weder heute noch in Zukunft. Das ist also kein Argument.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Es gibt bei Drogen kein "vernünftiges" Ende.


    Bei manchen Leuten reichen schon 0,3 Promille aus, das sie ein Fahrzeug nicht mehr so sicher wie mit 0,0 Promille lenken können. Andere schaffen selbiges noch mit 0,6 Promille.


    Jain. Wenn ich das Bier so oder so trinke macht das aber den Unterschied.
    -Trinke ich ein Bier, höre ich auf - nachher gehts an den Führerschein.
    -Trinke ich ein Bier und es ist eh "egal" - wenn ich jetzt erwischt werde, is der Führerschein so oder so weg.


    Dann lieber mit wenig/kaum Alkohol, als die "Glücksfahrer"....
    Das dies nicht auf Leute zutrifft, die "eh" keine grenzen kennen, ist klar!

  • Hmm, der Argumentation kann ich nicht folgen.


    Eigentlich ist es doch ganz einfach: "don't drink and drive"


    Mit dem Fahrzeug unterwegs = null Bier (und natürlich andere Alkoholika). Also ich kann da das Problem daran nicht erkennen. Es sitzt doch niemand in der Kneipe, zieht sich gemütlich einen rein, und nach dem dritten Bier fällt ihm plötzlich ein, das er mit dem Auto unterwegs ist :confused:

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Mit dem Fahrzeug unterwegs = null Bier


    Ja korrekt. Du fährst natürlich auf gar keinen Fall abends noch wohin, wenn Du zum Mittagessen Dir ein Bier genehmigt hast.


    Das funktioniert nicht. Ich kenne das noch aus der DDR. Da wurde jeden Abend gesoffen und dann noch mit dem Trabi heim gefahren.


    Und da war die Argumentation genau so. "Ich möchte heute Abend ein Bier trinken, und wenn es dann eh egal ist, kann ich auch fünf trinken."

  • Zitat

    Original geschrieben von senderlisteffm
    Du fährst natürlich auf gar keinen Fall abends noch wohin, wenn Du zum Mittagessen Dir ein Bier genehmigt hast.


    Ehrlich gesagt nein, tue ich nicht. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, dann trinke ich eben kein Bier.


    Und wenn es Abends was geplant ist, dann fahre ich nicht mit dem Auto dort hin. Und sollte sich zufällig etwas ergeben, dann bleibe ich halt bei der Cola oder einer Virgin Pina Colada.


    Sei mir nicht böse, aber ich kann das Problem nicht verstehen. Und ich bin weder ein Gesundheitsapostel noch ein Kostverächter. Ich kann mich da an ein paar Abende erinnern (oder eigentlich nicht mehr wirklich... :D :D :D )...


    Wer saufen will, säuft so oder so, egal wo die Grenze ist. Und es gibt ja schon Berufsgruppen, wo 0,0 Promille gelten.


    Also mir erschließt sich bisher kein Grund, keine 0,0 Promillegrenze einzuführen. Und ein wirkliches Argument habe ich bisher noch nicht hier finden können.


    Und in anderen Ländern scheint es dieses Problem ja auch nicht zu geben (wo also schon 0,0 eingeführt wurde). Da kam auch keine "Also jetzt ist mir alles scheiss egal, und ich fahre nur noch blau rum" Fraktion auf.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • Man braucht einen gewissen Puffer, weil viele Lebensmittel des täglichen Lebens eine nicht geringe Menge Alkohol enthalten können. Das ist praktisch alles, was mit Frucht zu tun hat, also Säfte, irgendwelche Backwaren mit Rum, Trauben, Zwetschgen und Rosinen und der ganze vergorene Zucker-Frucht-Kram.


    Deswegen ist 0,0 kritisch, da man dann nach nem Liter Traubensaft oder manchen Sorten Orangensaft schon 0,1-0,2 intus hat.


    Ach ja, Medizin hab ich vergessen, da ist in Extrakten praktisch auch immer Alk drin. Ist dann zwar nur ein Teelöffel, aber oftmals mit 80-90 Volt.

  • Seh ich ehrlich gesagt auch so wie diger!


    Und zu dem Mittagsessen-Bier: Der Alkohol ist wohl bei den Meisten nach 3 Stunden wieder abgebaut, solange es eins (natürlich 0,5l :D) war, also gibts da keine Probleme mehr mitm abends fahren.


    Ich bin mit meinen 7 Jahren Fahrpraxis (Roller & Auto :D) anfangs schon nach 2 Bier noch gefahren; jedes Mal legal (hoffe ich)... mittlerweile mag ichs einfach nicht mehr, da eben genau dieser Effekt eintritt: "Trink' ich etz nochn Radler?!" Ergo: Auto oder Alk!


    Zur Medizin: Ein TE mit 90 Volt ergibt ca. 4 ml reinen Alk; ein Bier (0,5l) ca. 25ml.
    Sich mit O-Saft 0,2 "ansaufen" musste aber erstmal schaffen ;-).

  • Es gab mal von Wiftung Starentest oder einem Öko-Fanzine ein Test von Fruchtsäften, und es gab da einige, die waren richtig "gut", also im Bereich von 2-3 Volt. Kann man also pechhaben, wenn man davon 2 Liter trinkt.


    0,0 bedeutet halt "nichts", und das ist das Problem. 0,01 ist schon größer als nichts, und bei der modernen Analysetechnik findet man die 0,01 auch, wenn man will.

  • Dann scheint es diese Lebensmittel wohl nur in Ländern mit Promillegrenze zu geben, da in Ländern mit 0,0 dort keine solchen Probleme existieren.


    Übrigens gab es mal so einen Test mit Alkpralinen (Glaube es waren Weinbrandbohnen). Man musste mehrere Schachteln verdrücken, bevor 0,1 Promille nachgewiesen wurden. Und das war Mengenmäßig wohl schon kurz vor der "ich-will-wieder-raus"-Grenze (also Kotzgrenze :D ).


    Wir Deutsche finden auch immer wieder Argumente, warum es schlecht ist, bei Tag die Lampen am Auto an zu machen (obwohl die Statistiken im Ausland nachweisen, das selbst Unfälle mit Motorrädern zurück gehen). So sind wir eben, wir können uns von lieb gewordenen Traditionen einfach nicht trennen, egal wie sinnvoll sie sind, oder auch nicht.

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

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