Besetzte Unis in Deutschland und Österreich

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Also erkennt selbst die öffentliche Verwaltung den von ihr geschaffenen Bachelor nicht als vollwertigen Universitäts-Abschluss an. Da hatte ich etwas anderes erwartet. Mit dem Abschluss eines "gewöhnlichen" Universitätsstudiums hat man nämlich die Befähigung für den höheren Dienst.


    Frankie


    Der wird mit dem früheren FH-Diplom gleichgesetzt.


    Also mittlere Reife/Ausbildung --> mittlerer Dienst
    Bachelor --> gehobener Dienst
    Master und aufwärts --> höherer Dienst

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Und was wird nun aus den Fachhochschulen? Die hatten doch gerade durch die Praxisbezogenheit ihre besondere Berechtigung.


    Und im 6-semestrigen Bachelor-Studium wird wenig Zeit sein, sich vom "Stopfrohr" abzuklemmen, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich frage mich ernsthaft, warum man solchen Kappes importiert.


    Und diesen dämlichen Pisa-Quatsch glaube ich auch nicht. Eine Bekannte von mir (Anfang 30) hat ein französisches Abitur. Sie ist wirklich nett ... aber wenn sie mich heute mittag besucht, werde ich mich wieder fragen, in welcher "Anstalt" Pisa ausgeheckt wurde ... :rolleyes:


    In Deutschland wäre das mit ihrem Abi ganz sicher nix geworden ... ;)


    Frankie

  • Ziat aus dem Link von StebuEx:
    "Berlin gehört damit zu den zehn von 16 Bundesländern, die ihre Fachhochschulen in Hochschulen umbenennen bzw. bereits umbenannt haben."


    Herrlich, dieses föderale Schulsystem ... ich bin ohnehin dafür, den Staatenbund insgesamt ein wenig zu lockern, um wieder zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zurückzukehren. Da kann dann endlich wieder jeder machen, was er will ... der Wowi könnte Wegezölle an der Stadtgrenze erheben, um seine leeren Kassen zu füllen und noch andere "Goodies" fallen mir auf Anhieb ein ... :mad:


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Das Schlimme (jedenfalls aus Studentensicht) dabei ist ja, dass es offensichtlich in diversen Fächern nicht genug Masterplätze geben wird. Dafür fehlt schlicht das Geld.


    Nein, die Univerwaltungen schieben teilweise künstliche Begrenzungen ein. So bildet unser Fachbereich im moment 10% unter Kapazität im Master aus, sind die Diplomer komplett weg vermutlich eher 20%.

  • Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Das Schlimme (jedenfalls aus Studentensicht) dabei ist ja, dass es offensichtlich in diversen Fächern nicht genug Masterplätze geben wird. Dafür fehlt schlicht das Geld.


    Das war doch ein Zweck der Reform: Geld sparen, wie in allen möglichen Bereichen. Viele Länder haben doch Haushalte (und Schulden) die einem die Tränen in die Augen treiben...


    Zitat


    * Ich erkenne keinen Sinn darin, wie heute üblich jede gottverdammte Vorlesung mit einer Klausur abzuschließen, deren Note in den Bachelor bedeutend eingeht. In der Politikwissenschaft sieht das teilweise so aus, dass der Dozent eine Vorlesung von 300-600 Hörern hat,


    Zumal die Geistes- und Sozialwissenschaften in der Regel wesentlich weniger wissenschaftliche Mitarbeiter 'pro Student' haben, als die technischen Fächer (Drittmittel lassen grüßen). Wenn er Pech hat, muß der Dozent/Prof die Klausuren auch noch alle selbst korrigieren.

  • So langsam beschleicht mich das Gefühl, die Umstellung des Regelstudienabschlusses vom Diplom zum Bachelor dient in Deutschland lediglich der "Degradierung" der Uni-Absolventen, um ihre Arbeitskraft für Arbeitgeber zu "verbilligen".


    Schon heute bemüht man sich auf Arbeitgeberseite nach allen Kräften, die demnächst am Arbeitsmarkt erscheinenden Bachelor als "bessere Praktikanten" hinzustellen, die man nach deren Einstellung erst zeit- und kostenaufwändig auf ihre Aufgaben vorbereiten muss. Jetzt wird mir einiges immer klarer ... ein Schelm, der hier was böses denkt ...


    Aber vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Gönner, der als Arbeitgeber einen Bachelor einstellt, ohne dass sich der Bachelor an diesen (sicher erheblichen) Kosten beteiligen muss ... :rolleyes:


    Armes Deutschland!



  • ich danke dir. endlich hat es mal einer verstanden. die unis sind doch nicht die bordelle der wirtschaft. ich habe mich die ganze zeit gefragt, ob die anderen schreiber wirklich studiert haben, und falls ja, was? kapitalismuskunde?


    war wahrscheinlich nicht so viel zeit in bwl vorhanden, mal ein geisteswissenschaftliches buch zu lesen :o


    dieses ganze altkluge polemik-gequatsche geht mir auf den senkel :rolleyes:




    und wenn einer im 16 semester philosophie studiert, na und? lass ihn doch.
    am anfang meines studiums hab ich sie auch belächelt, aber das sind die, die was bewegen. wieviel und wie effektiv sie etwas bewegen, dass sei mal dahingestellt. aber sie verändern wirklich was, im GEGENSATZ zu den BWLern oder
    Juristen die vor lauter Lernerei kein Engagement zeigen können. Muhahaha,
    das Ammenmärchen könnt ihr jemand anderem auftischen, die haben einfach keinen Bock, etwas zu ändern.


    noch was zum prof. krugman:


    das ist der letzte trottel, das sind amerikanische verhältnisse, die er beschreibt.


    vielleicht sind sie besser im 21. jahrhundert für die gewinnmaximierung
    und den new way of life.


    warum in aller hergottsnamen sollte man sich dem beugen, dieses "ultraflexible",
    in das das individuum nur noch gegossen werden braucht, nach vorgaben der wirtschaft. möglichst zeitnah, nach forderung der industrie. ein wenig planwirtschaft, aber ohne staat.


    du machst ein kurzes studium, in der du nur kurz die wichtigen sachen angelernt bekommst, damit wir dich noch taufrisch und schnell auf den markt schmeissen können. das du maximal mit deiner kleinen ausbildung nur bis 29 in der firma bleibst, weil dann ein frischerer uniabsolvent dich ersetzt, das wird dir bis kurz vorm ende verschwiegen. oder wir machen dich erpressbar, dass man als wenig qualifizierter auch für weniger geld arbeiten kann, da man ja "alt" wird.


    und auf gehts zu nächsten kurzausbildung. mal gucken was wird denn gerade gebraucht? und fertig mit der ausbildung? dann hast wieder ne garantie auf 5 jahre arbeit. am besten du hast kein haus, du hast ein wohnwagen, dann kann man dich mobil bzw. du selbst, wie eine arbeitsware zum nächsten einsatzort fahren. oder mach einfach zwei jobs gleichzeitig, hast ja auch mehrere ausbildungen, das passt ja dann.


    studieren, immanent im wort mit enthalten, dass man möglichst viel und umfassend lernt. zumindest war das viele tausend jahre so.


    dinge von den grundlagen an lernen. klar mache ich keinen freundensprung wenn ich in biochemie und physio wochenlang lerne, welches enzym, wo was katalysiert. hat auch für meine baldige tätigkeit höchstwahrscheinlich null relevanz. trotzdem habe ich immer den gedanken des "studierens" im kopf gehabt und das brav gelernt.


    möglichst umfassend und auf grundlagen aufbauendes wissen. dass ich mir die wirklich praktischen und relevanten dinge, obwohl es ein so praktischer beruf ist, selbst aneignen muss, war von vornherein klar. aber darum geht es bei "studere" gar nicht. und diese form des wissenserwerb jetzt im 21. jahrhundert übers knie zu brechen, nur weil irgendwer das meint, ist vollkommener blödsinn.




    und an den, der lieber von der schwester gegen schweinegrippe geimpft werden möchte, wird erstens unter der hand sowieso gemacht, weil die ärztekapazität gar
    nicht vorhanden ist.


    zweitens, falls du nach der impfung fierber bekommst und dein bein lahmt, dann wirst du froh sein, dass dein arzt so lange studiert hat und dir eine umfassend beratung angedeihen kann. weil er auch noch immunologie, mikrobiologie, neurologie und pathologie in "diesem zu langen studium" absolvieren durfte.
    und nicht nur kritiklos 5 minuten irgendeine hochglanz/wichsbroschüre von glaxo/smith durchlas, die er vom gesundheitsministerium bekam. die krankenschwester wird dir die broschüre vorlesen.

    Immer locker durch die Hose atmen.

  • *unterschreib*

    “The ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influence, are usually the slaves of some defunct economist.” (Keynes)


  • Netter Profilierungsversuch. Ich hoffe Du erkennst selbständig, daß Du Dich gerade als schwarz-weiß-Denkender ersten Grades entlarvt hast.

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