Wer meine Beiträge gelesen hat, wird erkennen, dass ich schon zwischen strafrechlicher und politischer Verantwortung unterscheiden kann.
Und wenn ein Innenminister oder auch andere öffentliche Stellen die Verantwortung/Schuld dem Veranstalter Schaller zuschieben, kann damit wohl kaum die politische Verantwortung gemeint sein ... jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass Herr Schaller ein öffentliches Amt bekleidet ... ![]()
Frankie
Erg.:
Und nach meinem bisherigen Kenntnisstand schließe ich es aus, dass es nur einen Schuldigen gibt.
M.E. ist schon die Auswahl eines Veranstaltungsgeländes mit einem Fassungsvermögen von 250.000 Besuchern unverantwortlich, wenn die zu erwartende Zahl anreisender Teilnehmer die Millionengrenze mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit übersteigen wird.
Auch wenn das Sicherheitskonzept für diese 250.00 Teilnehmer völlig ausreichend war, muss ich doch wohl überlegen, was ich mit der Million Anreisender mache, denen ich keinen Zutritt gewähren kann.
Was war hier geplant?
Sie beim Versuch, die polizeilichen Sperren zu überwinden (den es zwangsläufug geben wird), zu verprügeln?
Der ausgeschlossenen Million stattdessen zu empfehlen, plündernd und brandschatzend durch die Innenstadt zu ziehen?
Weil man die tatsächliche Begrenzung der Teilnehmerzahl "aus Sicherheitsgründen" verheimlicht hatte, konnte dem anreisenden Millionenpublikum überhaupt nicht bekannt sein, dass nur ein kleiner Zeil an dem Event auch tatsächlich wird teilnehmen können. Man hat sie "dumm sterben lassen" - im wahrsten Sinne des Wortes.
Die politische Verantwortung setzt ganz sicher schon hier an - auch wenn eine strafrechtliche Verantwortlichkeit hier möglicherweise noch nicht induziert ist.
Wer vor diesem Hintergrund die Veranstaltung genehmigt und zudem die tatsächlich mögliche Teilnehmerzahl aus angeblichen Sicherheitsgründen noch verheimlicht ist aus meiner Sicht politisch mausetot. Dem ist nicht mehr zu helfen ... von keiner Seite ...