Ist Deutschland "bekloppt"? Ein Kommentar zur Kernkraft-Verlängerung.

  • Zitat

    Original geschrieben von THWS
    ... und wie geplant am Freitag wieder ans Netz soll.


    Wenn nicht, dann werden die Stromrationierungen fortgesetzt, und man muss Russland um Strom bitten. (So gerade in einem Bericht der ARD.)

  • Dann wird's interessant, wie Russland darauf reagiert. Würde Herrn Putin doch gerade Recht kommen. Ein Schelm, wer Böses vermutet :D

  • Klar kann man trotzdem machen.Allerdings wenn man ein Vorbild für andere Länder sein will, dann darf eine Energiewende nicht so vermurkst und planwirtschaftlich ablsufen wie das bei uns der Fall ist. Das taugt eher als Abschreckung und nicht als Vorbild.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von THWS
    Dann wird's interessant, wie Russland darauf reagiert. ...


    Gegen Zahlung des Entgelts wird geliefert - wie sonst?


    Die Entscheidung, die Ukraine nur noch gegen Vorkasse zu beliefern, hat nachvollziehbare marktwirtschaftliche Gründe. Ansonsten sehe ich keine Besonderheit seitens Russlands.


    Das einzige Hindernis sähe ich möglicherweise in den Wirtschaftssanktionen der Ukraine gegen Russland, die (in weiten Teilen) den Import russischer Handelsgüter untersagen.


    Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass die westlichen Nachbarn (wie etwa Tschechien) ihre AKW ein Stück weiter hochfahren können, um die UA zu beliefern. Soweit ich informiert bin, herrscht in der EU ein Überangebot an Strom (weshalb die Preise an den Strombörsen in der Vergangenheit z.T. deutlich gefallen waren). Hier könnte die EU ihre Rolle als "Sugar-Daddy" der Ukraine einmal mehr wahrnehmen.


    Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Ausfall eines ukrainischen Reaktors in Europa zu Versorgungsengpässen führen kann. Das Problem sehe ich eher in der (allgemeinen) Neigung, Störfälle in AKW kleinzureden. Das letzte prominente Beispiel war Fukushima, wo die Kernschmelze auch noch bestritten wurde, als sie längst offenbar geworden war.

  • Naja, jede Art der Energiegewinnung hat ihre Vor- und Nachteile. Solar- und Photovoltaik-Zellen sind auch nicht gerade umweltfreundlich wenn sie mal ausgedient haben und entsorgt werden müssen. Eigentlich gibt es keine Art der Energiegewinnung die nur Vorteile und keine Nachteile mit sich bringt. Unterschiede gibt es nur in der Hinsicht wie gravierend die Nachteile jeweils sind.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Das Problem mit den zu entsorgenden Windkrafträdern halte ich für lösbar:


    Wenn aktuell bis gut 30 Jahre alte Passagierflugzeuge über unseren Köpfen kreisen, sehe ich keinen Grund, die Betriebserlaubnis gut gewarteter und technisch einwandfreier Anlagen auf 20 Jahre zu beschränken. Was spräche gegen eine Verlängerung? Ggf. durch Schaffung eines gesetzlichen Anspruchs für die Betreiber (bei der Atomkraft ging das schließlich auch).


    Ist die Beschränkung auf 20 Jahre nicht Irrsinn? Ein Irrsinn, den man der Technik als solcher nicht anlasten darf?

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ist die Beschränkung auf 20 Jahre nicht Irrsinn?

    Natürlich ist das Irrsinn. Aber irgendwie muss die Lobby der Windradbauer ja unterstützt werden

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