Falls die USA Pleite geht, welche Nachteile/Vorteile hat das für die dt. Bürger?

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Deine persönliche Erfahrung ist trotzdem nicht die flächendeckende Realität. Ich kenne einen ehemaligen Sozialfahnder aus Duisburg - also nicht gerade eine Gegend blühender sozialer Landschaften. Er spricht aus seiner Erfahrung und in den offiziellen Erhebungen von max. 10% Missbrauch. Das ist zwar auch nicht wenig, aber eben auch nicht so viel, dass es die Vorurteile rechtfertigt, die in Deutschland flächendeckend vorherrschen. Besonders mies ist, dass man hier gerade die Ärmsten noch zusätzlich prügelt.


    Diese Vorurteile müssen aber sein. Stell Dir mal vor das der Durchschnittsarbeitnehmer realisiert, dass er außer Pünktlichkeit und Fleiß null nada niente zum Bestehen seines Arbeitsplatzes beitragen kann. Der würde durchdrehen, Saufen, keine Dauerschuldverhältnisse mehr eingehen usw. ;)
    Es muss also zwingend eine Ursache für die Arbeitslosigkeit anderer gefunden werden, der man selbständig begegnen kann....

    Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Es gibt zwar keine Rechtfertigung für Gewalt und Kriminalität, wohl aber Ursachen.


    In den Geschichtsbüchern nennt man sowas AFAIK Revolution ;)
    Und wenn es sonst keine (Demokratischen ?) Mittel gibt führt irgendwann mal kein Weg mehr dran vorbei. Wenn die Gewalt vom Volk gegen ihre Pseudovertreter geht kann man sich wenigstens damit trösten das es zur Abwechslung mal die Richtigen trifft.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    In den Geschichtsbüchern nennt man sowas AFAIK Revolution ;)
    Und wenn es sonst keine (Demokratischen ?) Mittel gibt führt irgendwann mal kein Weg mehr dran vorbei. Wenn die Gewalt vom Volk gegen ihre Pseudovertreter geht kann man sich wenigstens damit trösten das es zur Abwechslung mal die Richtigen trifft.


    Es trifft jetzt absolut die Falschen, Laden- und Hausbesitzer sind nicht die Verursacher der sozialen Probleme. Würde sich der Frust gegen Bankster und Politiker richten, die milliardenschwere Bankenrettungspakete schnüren und zugleich die Situation des Prekariats immer mehr verschärfen, wäre der Zusammenhang sichtbar. "Blöderweise" wird nur ungezielt draufgehauen, geplündert und gebrandschatzt, so dass die Ursachen nicht so deutlich sichtbar werden.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Erstaunlich finde ich nach wie vor, daß der Zorn oder die Abneigung gegen die sogenannten "Sozialschmarotzer" nach wie vor einhellig und groß ist, der Zorn gegen die viel größeren Sozialschmarotzer, nämlich den an den Verteilerpositionen sitzenden, die immer mehr von unten nach oben verteilen, die Arbeitsplätze vernichten, damit mehr Boni ausgezahlt werden können, die Gewinnmarge erhöht werden kann, damit die Aktionäre glücklich sind!
    Aber ich denke, da hat man dann doch noch zuviel Bewunderung, Neid, um sich wirklich zu echauffieren.


    Aber ich denke, dass was jetzt in London passiert, wird bald um sich greifen, wenn die Gesellschaft insgesamt nicht langsam lernt, daß alle in einem Boot sitzen, daß jeder das Recht hat, würdig zu leben.


    Ich bin kein Kommunist, aber ich verstehe immer weniger, warum einzelne Menschen Milliarden besitzen müssen/können, die sinnlos auf dem Konto verschimmeln, wenn woanders Kinder verhungern. Wenn dann diese Milliadäre ihr Geld durch Spekulationen per Mausklick verdient haben, wird es hässlich und nicht mehr hinnehmbar.


    Die Lage spitzt sich zu!

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Und das Steve Jobs Milliadar ist, ist auch nicht fair?


    Oder die Albrecht Brüder...


    Und Du?

    Wer mit halb gefülltem Tank die doppelte Strecke fahren will, ist ein Idiot. Wer mit halbem Etat doppelte Ergebnisse erzielen will, ist ein Finanzvorstand.

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Oder die Albrecht Brüder...


    Ohne die würde es vermutlich keinen Discounter geben, der Staat müsste noch mehr an Unterstützung zahlen, damit die Leute günstig einkaufen können^^

    Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Es trifft jetzt absolut die Falschen, Laden- und Hausbesitzer sind nicht die Verursacher der sozialen Probleme. Würde sich der Frust gegen Bankster und Politiker richten, die milliardenschwere Bankenrettungspakete schnüren und zugleich die Situation des Prekariats immer mehr verschärfen, wäre der Zusammenhang sichtbar. "Blöderweise" wird nur ungezielt draufgehauen, geplündert und gebrandschatzt, so dass die Ursachen nicht so deutlich sichtbar werden.


    Das ist leider richtig.
    Ich schrieb aber " Wenn die Gewalt vom Volk gegen ihre Pseudovertreter geht kann man sich wenigstens damit trösten das es zur Abwechslung mal die Richtigen trifft."
    Damit meinte ich natürlich nicht das was gerade passiert. Für den Fall das es mal auch den richtigen an den Kragen geht ;)



    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ich nehme mal an, dass du die Banken nicht gerettet hättest?


    Ich schon. Aber nur unter strängsten Auflagen und unter der Voraussetzung das ihre Kunden, allen voran die die es nötig haben die höchste Priorität genießen und nicht die Banken selber. Schlimstenfalls auch unter einem Verbot ein Gewinnorientiertes Unternehmen zu sein.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

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