Fragen an die Häuslebauer bezgl.Keller abdichten

  • Hallo zusammen.
    Wir haben seit zwei Jahren ein Haus (Baujahr 1962).
    Es handelt sich um ein Reihenmittelhaus.
    Die Vorderseite hat uns im letzten Winter schon Probleme gemacht.
    Damals ist bei lang anhaltendem Schnee und Eis Wasser durch das Mauerwerk in den Keller gekommen. Nicht viel aber so, dass die Kisten die dort standen verschimmelten und dalles was darin war auch. :(


    Vor vier Wochen zogen ein paar Unwetter mit Starkregen über das Ruhrgebiet und hatten zur Folge, dass an der gleichen Seite (andere Stelle) ein Teil der Wand feucht wurde.
    Dort war wohl früher mal ein Kohlenschacht gesetzt, der danach zugemauert wurde.


    Wie das ganze Haus abgedichtet ist kann ich nicht sagen, aber wird wahrscheinlich nur einen Teeranstrich haben.
    Nun wollen wir das machen lassen.
    Also auf 9m Länge die Mauer 2,5m nach unten freilegen und dann abdichten.


    Zur Zeit holen wir Angebote rein und wissen noch nicht wem oder was man da vertrauen darf.


    Der eine sagt, dass das alte Erdreich weg muss und durch Split oder anderes wasserdurchlässiges Material ersetzt werden soll.


    Der nächste sagt, dass das nicht notwendig wäre.


    Bitte gebt mir Tips (nicht schreiben: "Schau bei Google" hab ich schon).
    Nach welchen Kriterien kann man die schwarzen Schafe erkennen und rausschmeissen?


    Danke für Eure Hilfe,
    Michael

    iphone 15 Pro max 1tb, apple watch ultra und ein ipad pro 9,7 cellular; was will man mehr?

    Meine Lieblingsmeldung:
    "click ok to terminate"

    24 mal in der Vertrauensliste Nr. 4 namentlich erwähnt.

  • Re: Fragen an die Häuslebauer bezgl.Keller abdichten


    Zitat

    Original geschrieben von erbes
    .......Der eine sagt, dass das alte Erdreich weg muss und durch Split oder anderes wasserdurchlässiges Material ersetzt werden soll.


    Der nächste sagt, dass das nicht notwendig wäre.


    .....


    dies ist leider eine glaubensfrage, die dir niemand so recht beantworten kann, schon gar nicht aus der ferne. beides hat seine vorteile, hängt aber auch von der beschaffenheit des restlichen erdreiches ab. denn wenn das wasser unterhalb der kiesschüttung nicht ablaufen kann dann hast du schnell ein schönes aquarium rund ums haus. denn dort sammelt sich dann alles wasser aus dem erdreich nebenan.


    ich würde, ist aber nur meine meinung, nur ne noppenbahn ans haus legen (wegen hinterlüftung) und dann wieder mit normalem erdreich aufschütten. die wand muss natürlich vorher entsprechend abgedichtet werden und die noppen müssen zum haus zeigen. ist ganz wichtig, leider ein "beliebter" fehler selbst bei fachbetrieben. schönes beispiel ist schloß dyck hier im rheinland. da haben die auch die noppenbahn verkehrt rum angebracht. die ist damit wirkungslos.

  • Haben das ganze vor kurzem selbst an unserem Haus durchgeführt. Gerade da wir hier in der Region mit hohem Grundwasser kämpfen müssen war es höchste Zeit. Wir haben alles freigelegt, Teeranstrich, Versieglung dann Noppenbahn und wieder das normale Erdreich.


    Seitdem ist alles dicht und wird es sicher auch die nächsten Jahrzehnte bleiben.

  • Bei unserem ehemalgien Haus (40er Jahre) wurde nach Wassereintritt auch abgegraben und Noppenbahn verlegt. Ein Teeranstrich erfolgte nicht. Zusätzlich kam eine Drainage rein. Anschließend unten erst eine etwas Wasserdurchlässigere (Kies)schicht, oben drauf dann der alte Boden.
    Unterm Strich wesentlich bessr, nach einigen Jahren hatten wir an zwei kleinen Stellen jedoch erneut Wasser im Keller. Dort wurde von innen nachgeholfen, seither ist Ruhe.
    Gründe für den erneuten Wassereintritt kann ich dir leider nicht sagen, ich vermute mal ne Mischung aus Schlamperei (mangelnder Teeranstrich) und nicht ausreichender Drainage. Evtl. wurde auch die Drainage bei der Aufschüttung teilweise plattgequetscht, so daß Sie (stellenweise) wirkungslos wurde.
    Heute würde ich persönlich neben dran stehen, damals war das Aufgabe meines alten Herrn... ;)

    Die Handy-History gehört nicht in die Signatur!

  • Mal etwas grundsätzliches :
    Eine Noppenbahn ist nicht für das abdichten des Bauwerkes
    zuständig eine Noppenbahn ist nur ein Verfüllschutz

  • verfüllschutz und hinterlüftung, korrekt, dicht macht die gar nix.


    Zitat

    Original geschrieben von eisi
    Bei unserem ehemalgien Haus (40er Jahre) wurde nach Wassereintritt auch abgegraben und Noppenbahn verlegt. Ein Teeranstrich erfolgte nicht. .....


    das nenn ich jetzt mal fahrlässig, wo eh schon alles abgegraben wurde, den mal einfach wegzulassen.

  • Moin,


    ich häng mich mal dran ;).
    Wir bewohnen auch ein Reihenmittelhaus. Bei sehr starkem Regen drückt anscheinend das Grundwasser durch die Bodenplatte, d.h. wir haben an den tiefsten Stellen im Keller ca. 1cm hoch Wasser stehen(also man kann ohne Probleme mit Feudel und Eimer Herr der Lage werden). Viele unserer Nachbarn haben ein ähnliches Problem, einige wesentlich schlimmer.
    Allerdings meinen die auch, dass dies nur lästig ist, aber nicht sonderlich schlimm. Da sich die Menge des Wassers bei uns auch sehr in Grenzen hält, ist es an sich für uns auch nicht weiter tragisch. Nur denke ich als Laie, dass es doch nicht gut sein kann, wenn Wasser durch die Bodenplatte drückt.
    Wie seht ihr das? Also in diesem Jahr hatten wir das Problem vieleicht zwei/drei mal.
    So ganz schlimm kann es nicht sein, da die Häuser schon ca. 110Jahre lang stehen, aber unwohl ist mir dabei irgendwie schon.


    Gruß

  • 110 Jahre hat es gehalten und jetzt geht´s kaputt du hast Sorgen:D
    ist doch einfach entferne den Bodenbelag Estrich usw. und
    Dichte die Bodenplatte ab.
    Ach ist zu teuer :D da lieber zwei/drei mal den Lappen schwingen

  • Naja, die Weisheit:" Steter Tropfen höhlt den Stein" macht mir Sorgen ;).
    Wenn das Haus weitere 100 Jahre hält, bin ich zufrieden.
    Ich habe wo anders mal gesehen, dass jemand einen Schacht im Keller hatte, wo sich das Grundwasser bei hohem Stand sammelte, und dann rausgepumpt wurde.
    Ich würde gerne auf diese Aktion verzichten, wenn das Wasser meiner Bodenplatte nicht schadet.
    Daher dachte ich mir, dass hier im Thread sich vielleicht auch einige damit auseinandersetzen mussten... .



    Gruß

  • Falls es nur 2-3 Eimer Wasser sind schadet es deiner Bodenplatte nicht.


    "Schacht im Keller "


    damit senkst du den Grundwasserspiegel ab ob dieses von Erfolg gekrönt
    ist kann dir keiner im voraus sagen bedenke auch die Stromkosten der Pumpe
    und die Pumpe selber.

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