Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht und Hausrat gesucht

  • Re: Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht und Hausrat gesucht


    Zitat

    Original geschrieben von fragger123
    Hey,


    suche Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht und Hausrat möglichst ohne SB und mit guten Konditionen.
    Cashback und Rabatte sind erwünscht


    Wäre nett, wenn mir jemand was empfehlen kann!


    Vielleicht sollte bei Versicherungen nicht unbedingt der Preis im Vordergrund stehen! Man kann aber sagen, dass alle 3 bei einem Anbieter ordentlich Rabatt bringen kann, so sind dann bis 30% locker drinne.


    Den richtigen Versicherer zu finden, ist nicht einfach. Schau Dir 20 Vergleiche an und Du hast 20 verschiedene Testsieger. Da hilft es einfach mal im Bekanntenkreis nach Erfahrungen zu fragen oder bei wirklich unabhängigen Vergleichen zu schauen (siehe Stiftung Warentest).


    Was ist nun zu beachten:


    Rechtschutzversicherung


    Hier solltest Du genau schauen, welche Bausteine Du wirklich brauchst. Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnungs-Grundstücksrechtsschutz biete jeder an, ob Du alles benötigst, musst Du wissen. hier würde ich auch ein SB mit einbauen. Die RS sollte nur in wirklich schwierigen/teuren Fällen genutzt werden und eine SB spart wirklich ordentlich Beitrag. Einge Versicherer (z.B. Örag) bieten sogar an, dass sie nach 3 schadenfreien Jahren auf die SB verzichten.


    Haftpflichtversicherung


    Hier ähneln sich alle Anbieter vom Preis und von den Leistungen. Eine SB macht hier am Preis nicht wirklich viel aus und würde ich nicht vereinbaren. Was aber absolut notwendig ist, ist die Forderungsausfalldeckung !!! Wenn jemand anderes Dir einen Schaden zufügt und finanziell nicht in der Lage ist dafür aufzukommen und keine Haftpflichtversicherung hat (so wie etwa 50% aller Deutschen) dann stehst Du da und kannst Dir Deinen vollstreckbaren Titel sonstwo hinschieben. In diesem Fall übernimmt dann Deine Haftpflicht die Kosten.


    Hausratversicherung


    Hier macht eine SB auch nicht viel aus und man kann ruhig darauf verzichten. Es sind viele "Luxus-Einschlüsse" möglich. Ob man allerdings eine Fahraddiebstahl-, Glas-, Überspannungs- oder Elementarversicherung braucht, sollte man sich gut überlegen. In Einzelfällen sind sie sinnvoll aber meistens erhöhen sie nur den Preis.
    Bei der Hausratversicherung sollte man aber unbedingt darauf achten, dass ein Unterversicherungsverzicht vereinbart wird, sonst kann es passieren, dass man im Schadensfall nur eine anteilige Erstattung vekommt. Je nach Versicherer sind das 500 bis 700 Euro pro Quadratmeter als Versicherungssumme.


    Beispiel: 100m2 mal 500 gleich 50000 Euro Versicherungssumme. Versicherst Du nur 25000 Euro um geld zu sparen und hast einen größeren Schaden (Brand Schlafzimmer 10000 Euro Schaden) kommt ein Gutachter. Stellt der fest, Dein Hausrat ist nur 25000 wert, bekommst Du 10000 und alles ist gut. Stellt er aber fest, dass Dein Hausrat 50000 wert ist und Du nur die Hälfte versichert hast, bekommst Du nur 5000 für Deinen Schaden am Schlafzimmer.


    Deshalb sollte man sich eine geringere als die von der Versicherung empfohlene wirklich gut überlegen.



    Ich hoffe, ich konnte eine wenig helfen.


    Viele Grüße


    Mckick

  • Alles klar, vielen Dank erstmal an alle!!!


    Bräuchte für die Rechtsschutzversicherung eine, die die Bereiche Privat-RS, Berufs-Rechtsschutz sowie Eigentums- und Mieter-RS abdeckt. Eine Verkehrs-RS Versicherung besteht bereits bei der Allianz. Die Selbstbeteiligung soll 0€ betragen.
    Ich bin Anfang Oktober in eine Mietwohnung gezogen, der Mietvertrag beginnt Mitte September.
    Da es aktuell einige Unstimmigkeiten mit dem Vermieter gibt, besteht die Möglichkeit, dass in einigen Monaten eine gerichtliche Auseinandersetzung droht. Hierfür benötige ich eine Rechtsschutzversicherung, die den zurückliegenden Mietbeginn mit abdeckt (evtl. mit einer gewissen Zeit, bis die Deckung greift – üblich sind meines Wissens nach 3 Monate).


    Die ARAG hätte das laut meinem Makler für etwa 300€ im Angebot (ARAG Aktiv N-Tarif)
    Gehts noch günstiger?




    Privathaftpflicht und Hausrat nehmen sich alle nicht so viel...das macht 10-20€/Jahr aus

  • Zitat

    Original geschrieben von fragger123
    Bräuchte für die Rechtsschutzversicherung eine, die die Bereiche Privat-RS, Berufs-Rechtsschutz sowie Eigentums- und Mieter-RS abdeckt. Eine Verkehrs-RS Versicherung besteht bereits bei der Allianz. Die Selbstbeteiligung soll 0€ betragen.
    Ich bin Anfang Oktober in eine Mietwohnung gezogen, der Mietvertrag beginnt Mitte September.
    Da es aktuell einige Unstimmigkeiten mit dem Vermieter gibt, besteht die Möglichkeit, dass in einigen Monaten eine gerichtliche Auseinandersetzung droht. Hierfür benötige ich eine Rechtsschutzversicherung, die den zurückliegenden Mietbeginn mit abdeckt (evtl. mit einer gewissen Zeit, bis die Deckung greift – üblich sind meines Wissens nach 3 Monate).


    Das könnte ein Problem für Dich werden. Der Einschluss von Mieter-Rs hat in der Regel eine Wartezeit von 3 Monaten, selbst wenn Du eine ohne findest, begann der "Streit" ja schon vor Versicherungsbeginn. Sollte die Versicherung Wind davon bekommen, dass der Streitfall so wie in Deinem Fall schon vor Abschluss der Versicherung eingetreten ist, werden sie nicht zahlen. Selbst wenn Du es verschweigst, könnte ja eine Aussage Deines Vermieters die Sache offenlegen.


    Eine Versicherung, die rückwirkend zum Mietbeginn greift, wirst Du nicht finden und die Aussage Deines Maklers kann ich nicht glauben. Egal für welchen Preis, wird das auf normalen Wege keine Versicherung machen.


    Viele Grüße


    Mckick

  • Privathaftpflicht ist eh klar und abgesehen von der berechtigten Einbeziehung einer Forderungsausfalldeckung wird ja immer empfohlen, daß man getrost auch die günstigeren Angebote wählen kann.


    Ob man partout eine Rechtschutz ohne Selbstbeteiligung abschliessen wollen sollte weiß ich nicht. Falls man sich selbst beim frontalen Blick in den Spiegel nicht den Streithanselstatus zugestehen muss möchte man doch auch eher nicht deren Klagefreudigkeit mit den eigenen Beiträgen mitfinanzieren.


    Warum ich aber eigentlich auf "Antworten" gedrückt habe: Man sollte sich überlegen, ob man eine Hausratversicherung tatsächlich braucht. Bei einem eigenen Haus übersteigt das Inventar natürlich in den meisten Fällen das, was man selbst mehr oder weniger aus dem Stand finanziell ersetzen könnte. Bei einer Wohnung kommt's auf die Größe und die Ausstattung an, ob man im schlimmsten Fall - Wohnung abgebrannt oder per Einbruch wertmäßig "entkernt" - ruiniert wäre oder das mit den Rücklagen stemmen könnte. Im Gegensatz zu Haftungs- und Rechtsstreitigkeitsfragen sind Umfang und tatsächlicher Wert des Hausrats ja ganz gut bezifferbar.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker Warum ich aber eigentlich auf "Antworten" gedrückt habe: Man sollte sich überlegen, ob man eine Hausratversicherung tatsächlich braucht. Bei einem eigenen Haus übersteigt das Inventar natürlich in den meisten Fällen das, was man selbst mehr oder weniger aus dem Stand finanziell ersetzen könnte. Bei einer Wohnung kommt's auf die Größe und die Ausstattung an, ob man im schlimmsten Fall - Wohnung abgebrannt oder per Einbruch wertmäßig "entkernt" - ruiniert wäre oder das mit den Rücklagen stemmen könnte. Im Gegensatz zu Haftungs- und Rechtsstreitigkeitsfragen sind Umfang und tatsächlicher Wert des Hausrats ja ganz gut bezifferbar.


    Ich hatte auch lange Zeit ein unentschiedenes Verhältnis zum Thema Notwendigkeit einer Hausratversicherung...bis zu dem Tag, an dem wir uns mal die Mühe machten, per Check-Liste den Wert unseres Hausrates zu taxieren, weil ich die Pauschal-Werte der Versicherungen immer VIEL zu hoch fand - und mußte mich (fast) eines Besseren belehren lassen.


    Ich sag es mal so:
    Klassische Konstellation - 2 Erwachsene, 2 Kinder - Wohnungsgröße fast egal (große Wohnung oder EFH verschlimmert das Problem nur noch) - da muß man weder luxuriös leben oder großartig Schwung holen, um auf einen Wert für den Hausrat von jenseits 50.000 Euro zu kommen.


    Erstaunlich:
    - Der Wert des Hausrats liegt gar nicht sooooo sehr in den Großgeräten, die einem sofort in den Sinn kommen (Fernseher, etc.)
    - Einfach mal überlegen, welcher Wert alleine in einer üblichen Küche steckt - also Küchenmöbel plus Inhalt.
    - Noch faszinierender fand ich, welcher Wert in jedem der Kleiderschränke liegt...auch denen der Kinder...


    Keine Frage, in jeder Wohnung gibt es ne Menge verzichtbaren Plunder...aber mit üblichen Rücklagen kommt man im Falle z.B. eines Wohnungsbrandes nicht wirklich weit.


    Fazit für mich: Hausratversicherung in fast allen Fällen ein Muß...ggf. in individuell angepaßter Höhe.

  • Persönlich neige ich zu Gesellschaften, die mir ganz allgemein als seriös erscheinen. Seriosität iat sicher ein dehnbarer Begriff ... die Kernaussage dürfte aber jedem einleuchten:


    1. Als Versicherungsnehmer sollte man sich fair behandelt fühlen und


    2. sollte man das Gefühl haben, dass die Gesellschaft nicht "mit Geld um sich wirft".


    Persönlich bin ich Freund einer "Gesamtlösung", die sich in der Praxis leider niemals verwirlichen lässt.


    Will heißen:
    Ich bevorzuge es, meine Versicherungen bei möglichst wenigen Geselllschaften zu konzentrieren, die insgesamt ein verfünftig erscheinendes Angebot für ihre Versicherten bieten. Möglicherweise ist damit aber verbunden, dass ich nicht in jeder Sparte den preiswertesten Anbieter auswähle.


    In meiner über 25-jährigen "Karriere" als Versicherungsnehmer haben sich einige Versicherungsgesellschaften herauskristallisiert, bei denen ich immer wieder einen Versicherungsvertrag abschließen würde.


    In concreto:


    - Rechtsschutz: DEVK
    - Hausrat: HuK
    - Haftpflicht HuK.


    Momentan im Allgemeinen symphatischster Versicherer (bei dem meine Efefrau weitestgehend versichert ist): Hanse-Merkur.


    Ein persönlicher Favorit: Debeka.


    Alles in allem Gesellschaften, bei denen ich nie eine böse Überraschung erlebt habe. Schadenfälle wurden stets ohne Einschatung eines Rechtsanwalts zur vollsten Zufriedenheit reguliert.


    Ein vertrauensvolles Verhältnis zum Versichererer überwiegt in meine Augen eine "Geiz-ist-geil"-Mentalität, die darauf abzielt, den unbedingt preiswertesten Anbieter auszuwählen.


    Mir ist durchaus bewusst, dass ich (freiwillig) mehr zahle als das unbedingt notwendige Maß - allerdings erwarte ich dafür auch einen Kundenservice, mit dem ich mich im Ernstfall nicht um jeden Cent herumstreiten muss.


    Frankie


  • Noch ist der Streit nicht wirklich da und "abwendbar" für die aktuellen Probleme.
    Könnte mir nur vorstellen, dass es demnächst wieder zu einer ähnlichen Situation kommt.


    SPrich ich suche ein Rundum-Sorglos-Paket für <300€ die den laufenden Mietvertrag mit abdeckt (auch mit Wartezeit, einige decken den MIetbeginn ja garnicht mehr ab, auch nicht mit Wartezeit)

  • Zitat

    Original geschrieben von fragger123
    Noch ist der Streit nicht wirklich da und "abwendbar" für die aktuellen Probleme.
    Könnte mir nur vorstellen, dass es demnächst wieder zu einer ähnlichen Situation kommt.


    SPrich ich suche ein Rundum-Sorglos-Paket für <300€ die den laufenden Mietvertrag mit abdeckt (auch mit Wartezeit, einige decken den MIetbeginn ja garnicht mehr ab, auch nicht mit Wartezeit)


    300 Euro ohne SB und ohne Verkehrs-RS ist schon ok, aber auch nicht der Knaller, ÖRAG nimmt z.B. 260 Euro.


    Trotzdem solltest Du beachten:


    Trägt eine Willenserklärung, beispielsweise bei einem Mietvertrag, die vor Beginn des Versicherungsschutzes erfolgt ist, bereits den Keim eines Rechtsverstoßes in sich, so besteht kein Rechtsschutz, da der spätere Rechtsverstoß und die daraus folgenden Streitigkeiten bereits vorprogrammiert sind und der Rechtsschutzfall schon mit der Willenserklärung vorliegt.


    Sollte sich also in Deinem Fall rausstellen, dass die "Wurzel des Übels" schon vor Vertragsabschluss vorlag, hast Du keinen Versicherungsschutz.


    Viele Grüße


    Mckick

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Warum ich aber eigentlich auf "Antworten" gedrückt habe: Man sollte sich überlegen, ob man eine Hausratversicherung tatsächlich braucht. Bei einem eigenen Haus übersteigt das Inventar natürlich in den meisten Fällen das, was man selbst mehr oder weniger aus dem Stand finanziell ersetzen könnte. Bei einer Wohnung kommt's auf die Größe und die Ausstattung an, ob man im schlimmsten Fall - Wohnung abgebrannt oder per Einbruch wertmäßig "entkernt" - ruiniert wäre oder das mit den Rücklagen stemmen könnte. Im Gegensatz zu Haftungs- und Rechtsstreitigkeitsfragen sind Umfang und tatsächlicher Wert des Hausrats ja ganz gut bezifferbar.


    Diese Aussage solltest Du Dir wirklich gut überlegen. Viele (eigentlich alle) unterschätzen den Wert Ihres Haushaltes. Nimm Dir mal einen Zettel und nen Stift und schaue in Deinen Kleiderschrank. Schreib auf, was Dich jeder Anzug, jede Hose, jedes Shirt und jeder Schlübber ( :-) ) gekostet haben (wenn Du es nicht mehr weißt, dann schätze es) und Du wirst nur an diesem Beispiel sehen, wie man sich irren kann.


    Selbst wenn Du Rücklagen im Wert Deines Hausrates hast, frage ich Dich: Möchtest Du diese wirklich im Fall der Fälle dafür aufbringen oder lieber eine versicherung zahlen lasse, die jährlich +/- 100 Euro verlangt.
    Selbst wenn der Hausrat nicht "so" hochwertig ist, ist eine Versicherung sehr sinnvoll. Gerade diese Leute haben in der Regel keine Rücklagen für Neuanschaffungen.

  • Re: Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht und Hausrat gesucht


    Zitat

    Original geschrieben von fragger123 Hey,
    suche Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht und Hausrat möglichst ohne SB und mit guten Konditionen. Wäre nett, wenn mir jemand was empfehlen kann!


    Generell hast Du folgendes Problem:
    Wenn Du zu irgendeinem für Dich auf den ersten Blick kostenlosen Makler oder Hausierer oder Preisvergleich im Internet gehst, dann erfährst Du von den besten Gesellschaften nix, weil diese nicht über Makler und Vergleichsseiten verkaufen (oder wegen wenig Provision dort nicht gelistet werden).


    Ein Ausweg aus diesem Dilemma ist der Gang zu einem Versicherungsberater. Dessen Beratung kostet ein Beratungshonorar, aber im Gegenzug kann Dir der Berater frei von Provisionsgelüsten die beste fachliche Empfehlung aussprechen.
    Dieser Weg lohnt sich sehr, wenn alle Versicherungen eines Haushaltes auf Notwendigkeit überprüft, und optimiert werden sollen.


    Auchtung: Mit Versicherungsberater ist nicht Herr Kaiser von der Humbug- Mülleimer gemeint, sondern jemand, der diese geschütze Berufsbezeichnung führen darf.


    Zitat

    Original geschrieben von fragger123 Cashback und Rabatte sind erwünscht.


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