Windows XP forever?

  • Ganz so war das seiner Zeit nicht. Du meinst sicherlich den Blaster-Virus, der vor einigen Jahren WindowsXP-Rechner zum Absturtz brachte. Das war die Zeit, als alle MS für ganz Böse hielten und lieber geklaute Windows-Versionen nutzten (der FCKGW-Product-Key läßt grüßen) anstatt für SW zu bezahlen. Ergebnis war, das sich das SP2 nicht installieren ließ und Windows-Updates dem User eh suspekt waren und abgeschaltet wurden.
    Nochmal zusammengefasst:
    - einen passenden Patch hatte MS schon ein halbes Jahr vor erscheinen des Virus im Angebot
    - mit Sp2 wäre nichts passiert, da hierdurch eine Firewall nachgerüstet wurde
    - mit separat installierter Firewall wäre ebenfalls nichts passiert
    Der "Erfolg" ist nur der Nachlässigkeit der User und Admins geschuldet. Das Theater ging ein Jahr später mit dem Sasser-Virus weiter, da viele nichts dazu gelernt hatten.


    Aber das war jetzt vielleicht etwas zu OT



    Gruß Kai

  • So OT ist das gar nicht.


    Wenn ich das von Dir geschriebene resümiere, scheint es doch so zu sein, dass umsichtiges Verhalten durchaus geeignet sein kann, vielem vorzubeugen.


    Eine potente Firewall (nicht die kastrierte von XP) ist heute eigentlich obligatorisch. Zudem ein Echtzeit-Virenscanner, der (auch) jeden Schreibvorgang von Daten aus dem Netz prüft. Auf keinem einzigen meiner so geschützten Rechner hat sich in den letzten Jahren ein Virus einnisten können.


    Bisher hatte ich mir ein wirklich schlechtes Gewissen einreden lassen ob meines Entschlusses, Win XP über das Supportende hinaus weiter zu nutzen. Ich sah XP-Rechner als Teil einer potenten Gefahrenquelle für die Internet-Sicherheit. Allein diesem Umstand ist es geschuldet, dass ich hier mit Nachdruck nach einer Lösung suche.


    Aktuell bin ich dabei, mein System für die nächsten Jahre fitzumachen. Etwa alle fünf Jahre unternehme ich eine Runderneuerung, die dann ebenso lange ohne größere Modifikationen und Probleme betriebsfähig sein soll. Hard- und Software habe ich soweit notwendig ersetzt und ergänzt - auch im Hinblick auf das Projekt des papierarmen Büros.


    Aktuell steht alles (auch Dank eurer Hilfe). Der hier diskutierte Punkt ist der letzte noch offene. Hier stehe ich momentan mächtig auf dem Schlauch ... ich habe keine Idee, wie groß die Gefahr wirklich ist.


    Frankie

  • @ mozart


    das hatte nichts mit raubkopien oder der abneigung zu updates zu tun (eher im gegenteil).


    ich hatte damals z.b. einfach eine original windows xp cd der ersten generation ohne jegliche servicepacks integriert.


    bis dahin hatte ich das immer so gehalten, dass ich bei einer neuinstallation das windows-update angeschmissen habe, um an das aktuelle service pack zu kommen (welche dann auch die sicherheitslücke schließt).
    tja und da war eben das problem. sobald der rechner ohne patch im netzwerk war (um eben das servicepack zu installieren und die sicherheitslücke zu schließen) hatte man schon den virus drauf.


    da das laden der windows-updates nie ein problem war, hatte ich es bis dato nie für nötig befunden, eine aktuelle windows-xp cd mit integrierten service pack zu haben oder das service pack als seperate installationsdatei vorrätig zu haben...
    damals hatte man nicht x rechner zu hause und so musste man erstmal rumfahren, um von einem sauberen rechner das service pack zu bekommen...


    das beispiel sollte nur dazu dienen, dass man sich eben durchaus auch ohne aktives surfen etwas einfangen kann. allein dadurch dass der rechner am netz hängt.
    das kann jederzeit wieder passieren, wenn keine patches mehr kommen (gäbe es damals keinen patch, würde auch heute noch jeder rechner sofort verseucht werden). auch die windows-firewall bzw. prinzipiell jede software-firewall auf dem gleichen rechner kann nicht alles verhindern.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    das beispiel sollte nur dazu dienen, dass man sich eben durchaus auch ohne aktives surfen etwas einfangen kann. allein dadurch dass der rechner am netz hängt.
    das kann jederzeit wieder passieren, wenn keine patches mehr kommen (gäbe es damals keinen patch, würde auch heute noch jeder rechner sofort verseucht werden). auch die windows-firewall bzw. prinzipiell jede software-firewall auf dem gleichen rechner kann nicht alles verhindern.


    Ich sage dazu mal: "Hätte, hätte, Fahradkette". Auch am Computer arbeitet man nicht im Konjunktiv - und dein Szenario ist nun mal sehr unwahrscheinlich. Noch unwahrscheinlich er ist es IMHO, dass Microsoft so etwas auch nach Ablauf des Supports nicht patchen würde.


    Noch einmal: Ich denke, man wird XP weiterhin "sicher" nutzen können.
    [small](Mal davon abgesehen, dass ich die OS-Aufrüst-Phobie nicht nachvollziehen kann.)[/small]

  • Meine Sorge gilt nicht in erster Linie mir persönlich - auch, wenn das natürlich eine Rolle splielt. Weil ich in regelmäßigen Abständen Backups erstelle, ist das Szenario, dass ich von Grund auf neu installieren muss, recht unwahrscheinlich. Es müssten schon Ostern und Weihnachten zusammenfallen, bis ich persönlich einen nennenswerten Datenverlust erleide.


    Möglicherweise habe ich mich durch Aussagen hier im TT ein wenig "kirre" machen lassen mit der pauschalen Unterstellung, viele über das Supportende hinaus genutzte XP-Rechner könnten eine Gefahr für die kollektive Sicherheit im Internet sein.


    Auch anderenorts liest man gelegentlich, dass befallene Rechner dazu dienen könnten, einen Virus im Netz quasi zu multiplizieren. Diese Gefahr ist möglicherweise aber weitaus geringer, als ich es mir habe einreden lassen. Meine Gedanken in diesem Thread dienen natürlich nicht dem Sebstzweck. Wäre es zu verantworten, läge mir nichts näher, als die tatsächliche Entwicklung erst einmal abzuwarten. Zumal dubiose Downloads von "Warez" o.a. überhaupt nicht zu meinen Gewohnheiten zählen. Allenfalls beim recherchieren von Infos über Googele sehe ich die reale Gefahr, eine infizierte Seite zu erwischen. Wie groß diese Gefahr dann trotz Echtzeit-Virenscanner und Firewall ist, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen, weil bisher jede Bedrohung mit Erfolg abgefangen wurde.


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von flashhawk
    Noch unwahrscheinlich er ist es IMHO, dass Microsoft so etwas auch nach Ablauf des Supports nicht patchen würde.


    sorry das ist blödsinn. nach ablauf des supports gibt es keine patches mehr, auch nicht für kritische lücken. punkt. keine ausnahmen.


    kannst hier ja z.b. nachlesen wie das bei windows 98 gelaufen ist.
    http://www.heise.de/newsticker…tigen-11-Juli-140442.html


    http://www.heise.de/newsticker…ows-98-und-ME-131163.html


    nenn mir nur einen grund, weshalb das bei windows xp anders sein soll.


    natürlich kann man einen windows xp rechner bis ins Jahre 3450 sicher nutzen, solange er nicht im netzwerk hängt.




    und frank:



    natürlich können mit deinem zombie-rechner auch straftaten begangen werden, für die du dann verantwortlich bist.




    grüß mir kim schmitz wenn das FBI zu dir nach hause kommt, weil man sich über deinen rechner ins pentagon gehackt hat. :D

  • schade... auf deine antworten zu angeblichen patches nach ablauf des supports, war ich dann doch geringst gespannt.

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    schade... auf deine antworten zu angeblichen patches nach ablauf des supports, war ich dann doch geringst gespannt.


    Den Support für Win98 und ME hatte Microsoft bereits einmal verlängert, da es weltweit noch aus Redmonds Perspektive zu viele Nutzer gab, die beide Systeme nutzten, so dass ein Einstellen damals nicht verantwortbar war. Als dann der Support schließlich auslief, nutzten *weitaus/extrem viel* weniger User beide Systeme, als das gegenwärtig bei XP der Fall ist (und selbst bei der damaligen Verlängerung des Supports waren die Userzahlen im Vergleich zur heutigen Verbreitung von XP im Grunde genommen verschwindend gering). Nicht nur deshalb ist der Vergleich mit Windows 98/ME irreführend.


    Ich sehe nicht, dass die Nutzerzahlen von XP in den nächsten beiden Jahren kollabieren werden. Das müssten sie aber, sollte das Einstellen des Supports nicht mit einem relativ großen Sicherheitsrisiko verbunden sein.

  • es geht hier aber nicht darum, dass microsoft den support nochmal verlängert.
    das mag vielleicht sein und dann sagt auch kein mensch was, das noch weiter einzusetzen.
    wobei ich auf eine weitere verlängerung kein geld setzen würde, egal wieviel user es noch gibt.


    gegenwärtig wird der support aber komplett (und nicht nur ein vielleicht ein bisschen) eingestellt und der frager wollte wissen, wie es in diesem fall dann weitergeht.


    fakt ist auch: kein support -> keine patches mehr.

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