Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Boomer64 [small](fett-formatierung durch die redaktion ;-) für den heiligen simon auf's wesentliche reduziert)[/small]
    Wachstum um des Wachstums willen ist die Ideologie der Krebszelle :D


    (Edward Abbey)



    :top:


    Aktuell:
    griechische optionen oder : deutschland bleibt die melkkuh des planeten

    vielen dank für alle hilfreichen antworten


    Der teuro ist tot, es lebe die neue alte DM. Wetten auf 10-jahres-sicht werden angenommen (gibt's da eigentlich internet-wettanbieter für?).

  • Weil es keine Neuigkeit ist, das ist doch schon seit 2012 bekannt. Die Opposition kann zwar lästern, Alternativen hat sie aber keine aufzubieten. Sie will vielmehr noch mehr Steuergelder mit Eurobonds und Schuldenschnitt für Griechenland einsetzen. Auch mit diesen Thema wird vor allen die SPD nicht punkten können. Sie haben ja alle Rettungschirme bisher stets mitgetragen. Ob die "AFD" von diesen Thema profitieren kann ist sehr schwer einzuschätzen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Ich denke, dass das Problem eher anders gelagert ist. Hilfsprogramme (nach dem Subsidiaritätsprinzip) etc. wurden und werden ja akzeptiert - keine Frage. Aber das Verständnis weicht, wenn man dann sieht, dass die Lohnstückkosten in den Eurokrisenländern trotz Krise kräftig gestiegen sind (z. B. Italien). Das bedeutet, dass sich viele dort einen kräftigen Schluck aus der Lohnpulle genommen haben; wohlgemerkt während in Deutschland überwiegend Lohn- und Reallohnverzicht geübt wurde. In Italien war das teilweise noch in 2012 so. Und der nächste Problemkandidat, der noch nicht mal selbst bemerkt hat, dass er der nächste Problemkandidat werden wird (Frankreich) und eine ganz andere Hausmarke bzw. Dimension darstellt als das bisher Geschehene, hatte in den letzten Jahren auch steigende Lohnstückkosten zu verzeichnen. Die Regierung Hollande's ist eine Katastrophe für das Land.


    An der Stelle wird es schwer vermittelbar. Der Euro brachte den ehemaligen Hochzinsländern günstige Kreditzinsen und entledigte sie der blöden Bundesbank, welche die Geldpolitik in Europa indirekt dominierte. Diese wurden für Immobilien und für den privaten Konsum, aber auch für eine steigende Staatsverschuldung genutzt, während Deutschland den Gürtel (auch im Rahmen Agenda 2010) wesentlich enger schnallte. Die Eurokrisenländer erhöhten über Kreditfinanzierung ihren Lebensstandard. Und nun ist das ganze explodiert. Die EZB betreibt Staatenfinanzierung. Und Europa hält sich nicht mal an die eigenen vorgegebenen Spielregeln. Ein Bruch nach dem anderen.


    Wer kann mir nun vernünftig vermitteln, weshalb ich meine Steuer und meine bis jetzt aufgebaute Altersversorgung für die Eurokrisenländer zur Verfügung stellen soll, damit diese 1. ihren in einer kurzen Phase aufgebauten Lebensstandard halten können und/oder 2. ihre Verschuldung (die durch das Leben über ihre Verhältnisse entstanden ist) in den Griff bekommen? Vor allem, für was? Ich zahle doch ursprünglich gedacht Steuern an den eigenen Staat, damit mir dieser einen verlässlichen Ordnungsrahmen, gute staatliche hoheitliche Aufgaben, eine sichere Alters- und Darseinsversorgung und/oder eine gute Infrastruktur bieten kann.


    Ich zahle und arbeite doch nicht für die Griechen/Portugiesen/Spanier/Italiener, welche unsere Kanzlerin Merkel mit Zweifingerbart darstellen oder mit dem Anspruch Reparationszahlungen konfrontieren, wenn der Scheck und/oder die Garantieerklärung nicht sofort oder nur gegen weitere Bedingungen unterschrieben wird.


    Ich bin mir sicher, dass die Bankenunion auch noch durchgepeitscht wird. Dann hat die EZB ohne Mandat aber indirekt stillschweigend von allen geduldet und die ohne Einflussmöglichkeit Deutschlands die volle Kontrolle der Staats- und Schuldenfinanzierung anderer Staaten. Und Deutschland muss hierfür immer mehr stemmen. Und letztlich die Steuerzahler. Und solange Deutschland zahlt, solange läuft auch noch die Eurozone. Wir persönlich finanzieren dies durch negative Realzinsen, was platt ausgedrückt eine sukzessive Geldentwertung unserer Vermögenswerte darstellt, die nicht aus Sachwerten bestehen.


    Das hat mit Subsidiarität nicht mehr zu tun. Deutschland soll schlichtweg und ergreifend die Geldbörse öffnen.

  • Dank der regierungsFÄHIGEN Parteien, welche an der Regierung sitzen, würde man(n) im TT-Sprech jetzt sagen......

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    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Für alle die, die zweifeln, dass eine zweite Bankenkrise kommt, oder die Demokratie überlebt, wenn sie kommt:


    http://www.n-tv.de/wirtschaft/…roht-article11354831.html


    Nur haben beim nächsten Mal die Staaten wohl keine Möglichkeit mehr, durch massivste Schuldenaufnahme die Banken zu bailouten. Aber nein, dann gibt es den bail-in der Einlagen der Sparer. Die Gesetze dazu sind jetzt ja alle vorhanden :D

    Ihr wundert euch wirklich, warum Eure Eigentumswohnung 400.000 €* 650.000 €** kostet, wenn der Bauherr Ferrari F430 & 458, Porsche Carrera GT & 911 fährt?
    * 2013, ** 2015

  • Eben. Es ist quasi (fast) wieder wie im Mittelalter. Fremdbestimmt und so. "Wir sollten wieder mehr Demokratie wagen!" hat mal ein ganz berühmter und sehr guter Staatsmann gesagt.

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    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


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