Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Ich persönlich baue zu einem nennenswerten Teil auf klassische Lebens-/Rentenversicherungen, die ich in weiser Voraussicht (zum Teil auf Vorrat) größtenteils zu einer Zeit abgeschlossen hatte, als der Garantiezins noch bei 4% (oder in der Folge leicht darunter) lag.


    Solche Entscheidungen muss man unmittelbar bei Eintritt ins Berufsleben fällen - auch wenn die Finanzierung zu diesem Zeitpunkt (wie auch in meinem Fall) noch richtig weh tut.


    Bei den gegenwärtigen Aussichten halte ich solche klassischen Lebensversicherungen immer noch für erwägenswert. In der Vergangenheit waren sie sogar (zumindest teilweise) inflationssicher. Von den Versicherungen meiner Eltern und Großeltern weiß ich, dass selbst auf Reichsmark lautende Policen in der Bundesrepublik in D-Mark weitergeführt wurden. Verantwortlich hierfür ist der Umstand, dass Versicherungen auch in Sachwerte investieren. Versicherungen streuen ihr Vermögen; das hält Renditen zwar im Rahmen ... aber eben auch das Verlustrisiko.


    Meine erste LV hatten meine Eltern für mich schon im ersten Lebensjahr abgeschlossen (läuft noch, ist aber längst beitragsfrei). :)


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Bei der gesetzlichen RV kann ich das auch noch nachvollziehen. Bei der freiwilligen betrieblichen Altersvorsorge in Form von normalen LVs aber nicht mehr. Das sind alles Einzelentscheidungen, die entweder gut oder schlecht ausgehen können. In diesem Fall wohl leider schlecht. Jetzt andere für seine Fehlentscheidungen verantwortlich machen zu wollen, finde ich etwas schwach.


    Das ist, sorry, Blödsinn.
    Es gibt z.B. einen großen deutschen Staatskonzern, bei dem ich nicht arbeite, bei dem die Mitarbeiter durch DGB-Gewerkschaft und Arbeitgeber durch die Art der Tarifabschlüsse quasi genötigt wurden dem betrieblichen Rentenfonds bzw. Altersvorsorge, der von einer großen deutschen Versicherung mit vier Buchstaben bereitgestellt wird, beizutreten. Große Teile der Lohnsteigerung waren ausschließlich für Einzahlungen in diese betriebliche Altersversorgung vorgesehen. Will man als Mitarbeiter also von Lohnsteigerungen partizipieren, war und ist man gezwungen das abzuschliessen.


    Für Dich weiterhin zur Info:


    Eine LV habe und werde ich nie abschliessen. Alleine die Höhe der üblichen Abschlußkosten hält mich von diesen Produkten fern.


    Aber schon interessant, wie Du vorher nie da gewesene massive Eingriffe in den Markt durch die EU-Bürokratie dadurch relativierst, dass die finanziellen Nachteile für die Bürger alle selbst verschuldet sind.

  • Passt in beide Threads:


    Endlich sagt auch mal einer im Fernsehen und im Internet (auf den ÖR-Seiten) offen, was Sache ist, ehrlich, ungeschminkt und knallhart:



    Klick-Klack


    Und nicht wie der freie Geist der freien Märkte, die immer, wenn diese scheitern, aus welchen Gründen auch immer, nach dem Staat und dessen Eingreifen ruft...:


    Krugman

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!


  • Ist der Jakisch krank? Junge Junge, was erlaubt der sich eigentlich? :top:


    Wo ist der Kommentator bei der ARD, der das alles wieder relativiert?

  • Gähn. Ich weis, du wusstest es jetzt wieder besser, vor allen anderen....


    Aber trotzdem für dich:


    Der "Mainstream sagt" mal was in aller Deutlichkeit. DAS ist tatsächlich neu.

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  • Wieder mal passend und beantwortet die Frage, ob man a) noch Politikern trauen kann und b) ob Griechenland pleite ist oder nicht:


    Klick-Klack



    Sie haben tatsächlich die letzte Möglichkeit gezogen und die EZB gib dem auch noch statt. Alles andere als ein Rauswurf der Griechen wäre ein fatales Zeichen und innenpolitisch nicht mehr durchsetzbar......denn:


    Kitaplätze in Deutschland? Leider kein Geld da.
    Schülbücher? Kein Geld da.
    Die Toilette in der Schule ist kaputt? Sorry, kein Geld da.
    Feuerwehrleute schlecht bezahlt? Sorry, kein Geld da.-......

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  • Infrastruktur? Man schaue sich mal in NRW die öffentlichen Verkehrsnetze an, also Straßen und Stadbahn- und Straßenbahnnetze. Da steht zum großen Teil jetzt schon fest, dass da bald Schluß ist, eben auf Grund mangelhafter Unterhaltung. In Mülheim an der Ruhr ist jetzt schon das erste Teilstück einer Straßenbahnlinie stillgelegt worden.


    Für Projekte, die aber zur Ideologie der etablierten politischen Klasse passt, ist aber immer Geld da, eben z.B. Griechenland in der Eurozone halten.

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