Europäische Schuldenunion - ist der Politik überhaupt noch zu trauen?

  • Stimmt, aber sie sollte bis zum 30.07. entschieden sein....

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Ich frage mich sowieso, war Tsipras durch seinen früheren Finanzminister getopt? Seit er diesen los hat ist Tsipras wie umgedreht. Man hat den Eindruck das er sich jetzt bemüht die geforderten Auflagen und Reformen umzusetzen. Allerdings bleibt halt für ihm das Glaubwürdigkeitsproblem, da im Wahlkampf was ganz anderes versprochen wurde.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Mir ging es nicht so sehr um Verbrauchssteuern wie für Agrardiesel, sondern darum, dass nahezu jeder Grieche, der in seiner Steuererklärung behaupten kann, Landwirt zu sein (etwa weil ein Familienmitglied einen Hof betreibt oder betrieben hat), nur etwas mehr als die Hälfte der üblichen Einkommensteuer zahlt - unabhängig von der konkret ausgeübten Tätigkeit.


    Das ist einer der Punkte, die vordringlich abgestellt werden müssten, deren Umsetzung aber mehr als zweifelhaft ist. Hier lauert in meinen Augen eine der offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die "Normalbürger" zu Recht auf die Palme bringen können.


    Die in meinen Augen berechtigte Frage lautet, ob es in Griechenland überhaupt gelingen kann, die alltäglichen "Kungeleien" im Rechts- und Steuersystem abzustellen. Und insoweit bin ich mehr als skeptisch.


    Betrachten wir eine Nischenpartei im Süden Deutschlands, können wir auch hier beobachten, dass gegen parteipolitische Klientelpolitik kaum ein Kraut gewachsen ist. Und da mit dem Argument der Vernunft zu kommen, ist ein vollkommen aussichtsloses Unterfangen. :p


    Warum soll das in Griechenland anders sei?

  • Der Historiker Heinz A. Richter führt die Geschichte Zyperns als positives Gegenbeispiel an, um zu verdeutlichen, dass sich ein Land von der Seuche des Klientelismus auch weitgehend lösen kann. Er fordert strickte Kontrollen für das Land, meint aber auch, dass Deutschland sich aus historischen Gründen zurückhalten sollte.


    http://www.die-stadtredaktion.…telverband-im-wartestand/

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  • Auf ein bischen Klientel- Politik dürfen die Probleme von Griechenland bestimmt nicht zurückzuführen sein.Die gibt es so gut wie überall auch in demokratischen Ländern und sicher auch in Deutschland. Und da lieber Frank nicht nur im Süden unseres Landes bei der CSU sondern bei allen Parteien. Klientel-Politik ist auch grundsätzlich nichts verwerfliches. Es steht Parteien durchaus zu bei politischen Entscheidungen auf ihr bevorzugtes Wähler-Klientel Rücksicht zu nehmen. Sonst bräuchte man auch nicht verschiedene Parteien welche die unterschiedlichen Interessen der Bürger vertreten. Also Klientel-Politik ist völlig in Ordnung solange nicht Koruption, Bestechung oder ähnliches im Spiel ist.Die Probleme in Griechenland haben mit Klientel-Politik kaum was zu tun sondern ganz andere Ursachen, welche hier schon mehrfach angesprochen wurden.

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  • bernbayer


    Er erklärt doch im Interview wirklich ausführlich, dass unsere bundesdeutsche Auffassung des Klientelismus wie er bei z.B. bei der FDP vorzufinden war, gar nicht mit den Verhältnissen in Griechenland zu vergleichen ist. Ebenso stellt er fest, dass in der griechischischen Demokratie keine Programmparteien wie in Deutschland existieren und dass es sich bei Gruppierungen wie PASOK und Nea Dimokratia um klientelistische Beziehungsnetzwerke handelt, die durch Gefälligkeiten (Rousfetia) zusammengehalten werden. "Sie können bestehen aus Geldzuwendungen, die durchaus auch aus dem Staatshaushalt „abgezweigt“ werden, aus Pöstchen oder der Vergabe von öffentlichen Arbeiten an Parteifreunde usw"


    Hier wird ganz klar ein konstituierendes Element für den dysfunktionalen Staat Griechenland beschrieben.

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  • GR ist seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden, ein Fakelaki-Land.


    Wer glaubt oder behauptet, dass sich dies binnen kurzer Zeit (falls überhaupt) ändern könnte, ist - mit Verlaub - ein weltfremder Spinner.


    I.a.W.: die EU/Teurozone kann sich entweder damit abfinden, dass GR auf ewig subventioniert werden muss (ob inner- oder außerhalb der Teurozone), oder sie muss sich von GR trennen. Dreimal dürft Ihr raten, wofür sich die EU-/Teuro-Romantiker entscheiden werden...

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Mir ging es nicht so sehr um Verbrauchssteuern wie für Agrardiesel, sondern darum, dass nahezu jeder Grieche, der in seiner Steuererklärung behaupten kann, Landwirt zu sein (etwa weil ein Familienmitglied einen Hof betreibt oder betrieben hat), nur etwas mehr als die Hälfte der üblichen Einkommensteuer zahlt - unabhängig von der konkret ausgeübten Tätigkeit.


    Das ist einer der Punkte, die vordringlich abgestellt werden müssten, deren Umsetzung aber mehr als zweifelhaft ist. Hier lauert in meinen Augen eine der offensichtlichen Ungerechtigkeiten, die "Normalbürger" zu Recht auf die Palme bringen können.


    Tut es aber nicht da du hier irgendwas nachquatscht was du irgendwo aufgeschnappt hast und so nicht stimmt.


    Ich kenne einige Mechaniker, Versicherungskaufläute, Händler, Elektriker die fast alle ganz offiziell als Landwirte gemeldet sind. Bin ich in Griechenland sogar auch aber besteuert wird keiner davon als Landwirt wenn er kein Landwirt ist. Landwirt ist außerhalb von großen Städten das was die meisten sagen wenn bei der Ausstellung des ersten Persos nach dem Beruf gefragt wird. Viele helfen zuhause oder bei der Verwandtschaft mit, verdienen sich so eine Kleinigkeit und viele wollen auch in die Landwirtschaft. Den Perso erhält man mit 16, nur ist man mit 16 in Griechenland i. d. R. noch Schüler. Und da Schüler kein Beruf ist trägt man das ein was man macht, vor hat oder die Eltern machen.


    Bei den Landwirten läuft einiges andere falsch. Am übelsten die ganzen Subventionen die die erhalten und trotzdem noch jedes Jahr die Grenzen mit ihren Traktoren dicht machen um zu demonstrieren. Ich hab mich 2010 übel mit denen angelegt da die bei mir in der Gegend alles zugestellt haben. Ich bin ja auch für Subventionen wenn es um kleine Landwirte geht. So lange bis diese ein gewisses Niveau erreicht haben um sich selbst zu tragen. Meinetwegen auch dauerhaft bei Diesel oder anderen speziellen Dingen.


    Aber wenn ich sehe das die meisten dieser Idioten gegen Januar die Grenze zu Bulgarien zustellen, Subventionen verlangen weil es ihnen so schlecht geht und gleichzeitig jeden Tag die besten Kunden vom Casino und den Bordellen direkt hinter der Grenze sind dann könnte ich kotzen.


    Wenn man verschiedene Dinge anbaut kann man Felder fast das ganze Jahr bewirtschaften. Großbauern sind sich dafür aber zu fein. :mad:

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

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