Telekom kündigt Drosselung des Datenvolumens im Festnetz an

  • Zitat

    Original geschrieben von mumpel
    Also geht es doch nur ums Geld. Typisch Deutschland.


    Damit hat die Telekom nun endlich die Katze aus dem Sack gelassen, war aber nicht anders zu erwarten, dass sich das ganze Thema mit der Drosselung in diese Richtung entwickelt :rolleyes:

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     iPhoneX 64 GB Spaegrau

  • Das ist doch die logische Konsequenz. Der Traffic steigt und steigt, da muss irgendwo verdient werden, da der Ausbau kostet.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Dann soll die Telekom den Ausbau auch konsequent durchziehen, jedoch werden nur die Regionen ausgebaut, wo durch den Ausbau kein Verlust erwirtschaftet wird. Die Telekom besitzt darüberhinaus die Frechheit für diese minder besiedelte Regionen staatliche Zuschüsse für den Ausbau zu fordern. Unternehmerisch korrekt, aber jedoch sollte damit jedem klar sein, was die Telekom hier abzieht und das kommt imho in den ganzen News zu kurz.


    Es zeigt sich an dieser Stelle wieder einmal was passiert, wenn Infrastrukturbereiche eines Landes durch die Privatwirtschaft betreut und verwaltet werden :rolleyes: der dumme Kunde darf zahlen.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Miramal
    Es zeigt sich an dieser Stelle wieder einmal was passiert, wenn Infrastrukturbereiche eines Landes durch die Privatwirtschaft betreut und verwaltet werden :rolleyes: der dumme Kunde darf zahlen.


    Möchte da einer zur Bundespost zurück? Die Bundespost selbst noch erlebt?

  • Die Bundespost hatte aber Vorteile, nämlich Arbeitsplatzsicherung. ;)

    Wenn die Kuh schon im Brunnen liegt, ist es unsinnig noch einen Deckel draufzumachen.


    Öffne Dein Herz und Du wirst die Welt sehen,

    öffne Deinen Geist und Du wirst sie verstehen.

  • Auch 384kbit/s sind ja abgesehen von großen Videos immer noch von der privaten Unbrauchbarkeit entfernt. Es gibt ja offensichtlich nach wie vor Gebiete, für die das die maximal erreichbare Geschwindigkeit darstellt.


    Trotz der Betonung von Hinz und Kunz, daß die Serie So-Und-So doch so grauenhauft synchronisiert sei, daß man sie nur im - natürlich englischsprachigen - Original betrachten könne kommen doch auch konstant bei jeder Gelegenheit die Flatrate-Umdeuter ans Tageslicht. "Flatrate" hat aber nach wie vor nichts mit sowas wie "Datenrate" (Geschwindigkeit) zu tun, sondern bedeutet ausschließlich einen für einen bestimmten Zeitraum flachen, pauschalen Preis und währenddessen anhaltende Zugreifbarkeit. Über die Zugriffsqualität oder eine Qualitätsveränderung an bestimmten Stellen ist damit nichts gesagt. In jedem Verbraucherangebot heißt es ja auch hinsichtlich der Geschwindigkeit immer "bis zu Y bit/s", nicht etwas "mindestens X bit/s". Und auch heute besteht ein Internetzugang nicht notwendigerweise aus HD-Videostreaming, Cloud-Speicherung und ähnlichem Gedöns. Wer etwas bestimmtes haben möchte, der ist ja auch gern bereit dafür zu bezahlen. Umsonst ist nur der Tod. Und der Marktführer sich teurer macht, naja, dann ist das entweder die große Chance für die Konkurrenz, oder aber angemessen, oder aber die Konkurrenz wird mit steigenden Preisen eigene Netze aufbauen. Es ist ja längst nicht mehr so, daß das ganze Land immer noch auf den einst behördlich flächendeckend verbuddelten Klingeldraht angewiesen wäre. Und ein Aufbau eigener Netze ist dann auch nicht anders, als beim Behördennachfolger der Ersatz alter durch neuer Technik ist. Wenn die bisherige Entwicklung für den Marktführer auch jetzt noch und auf absehbare Zeit bequem und einträglich wäre, dann würde der sich ja einfach weiterhin zurücklehnen und abkassieren, statt ein Haupteinnahmegebiet neuen Wagnissen auszusetzen. Im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung gibt`s auch keinerlei Gesetz oder Gewohnheitsrecht, daß sowas immer nur billiger würde, und besserschnellerweiter vielleicht noch dazu.


    Und selbst, falls es der Telekom ausschließlich darum gehen sollte wenigstens den Intensivnutzern zehn oder zwanzig Euro mehr aus den Rippen leiern zu können, dann wäre das auch nicht verwerflich. Zur privaten Intensivnutzung wird ja niemand gezwungen. Es wäre eher schon traurig, daß die Telekom sich offenbar dafür auf einen so aufwendigen, langwierigen und absehbar publizitätsintensiven Weg begeben muss. Was sind denn schon 20 Euro von ein paar Prozent der Kunden in einer Zukunft, die erst in drei Jahren beginnt? Arme Telekom.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von uwm
    Ok, also kein Speed on, sondern einfach 20 Euro teurer ?


    Auch ne Möglichkeit, die Preise zu erhöhen ... :mad:


    Ich finde es absolut richtig und verständlich dass poweruser mehr Zahlen sollen.

  • :rolleyes:
    Ich kann deiner Aussage folgen Frank. Die Praxis zeigt aber das nicht die Poweruser das Problem sind. Sondern, wer hätte es gedacht? Entertain. Um das jeden an den Mann zu bringen sind enorme Investitionen nötig. Und die passen einfach nicht in die alte Mischkalkulation.


    Da die Telekom sowieso schon die höheren Preise hatte werden die Leute wechseln. Abgesehen von den Firmen, die ja nicht mit Drosselung leben müssen, sondern dazu noch den Vorteil der 8 Stunden Entstörung haben.


    Und die alten Leute die halt nur die Telekom kennen und sich mit so einem "neumodischen Kram" wie VoIP schwer tun.
    Die Vorgehensweise von der Telekom ist aber, mit Verlaub sehr sehr frech. Bei einem 16 MBit Anschluss wird von 720h/30Tage auf 8h/30Tage Vollauslastung gedrosselt. Die sind alleine in einer drei Mann Familie, soweit sie denn nicht nur von einer Seite zur anderen surfen in maximal 2 Wochen geknackt.


    Die Aussage von drueckerdruecker ist soweit ganz richtig. Es wird keine echte Qualität verkauft. Und das muss sich nun ändern in meinen Augen. Die ISP müssen mir nun eine Mindestdatenrate verkaufen, damit ich genau weis was ich nun da unterschreibe.


    Alles andere ist Betrug.

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Auch 384kbit/s sind ja abgesehen von großen Videos immer noch von der privaten Unbrauchbarkeit entfernt. Es gibt ja offensichtlich nach wie vor Gebiete, für die das die maximal erreichbare Geschwindigkeit darstellt.


    Es gibt auch offensichtlich Gebiete auf der Erde in denen es fliessend Wasser nur in einem Brunnen ein paar Kilometer entfernt gibt, wer will da fliessend Wasser in der eigenen Wohnung verlangen. Wenn man seinen Massstab gering genug ansetzt dann findet man sicher immer einen Grund sich alles zurecht zu reden.


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    "Flatrate" hat aber nach wie vor nichts mit sowas wie "Datenrate" (Geschwindigkeit) zu tun, sondern bedeutet ausschließlich einen für einen bestimmten Zeitraum flachen, pauschalen Preis und währenddessen anhaltende Zugreifbarkeit. Über die Zugriffsqualität oder eine Qualitätsveränderung an bestimmten Stellen ist damit nichts gesagt.


    Wenn ich mir eine Dienstleistung kaufe und diese gezielt eingeschränkt wird damit ich sie gegen Aufpreis wieder zur Verfügung gestellt bekomme, dann hat das nichts mit Flatrate zu tun. Folgt man deiner Definition dann wären also auch 1Byte pro Tag noch eine Flatrate, weil es kommen noch Daten irgendwie durch? Flatrate heisst also nur Zahlungsverpflichtung für den Kunden.


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Und der Marktführer sich teurer macht, naja, dann ist das entweder die große Chance für die Konkurrenz, oder aber angemessen, oder aber die Konkurrenz wird mit steigenden Preisen eigene Netze aufbauen. Es ist ja längst nicht mehr so, daß das ganze Land immer noch auf den einst behördlich flächendeckend verbuddelten Klingeldraht angewiesen wäre.


    Wovon redest du, welche Alternative soll es geben?


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Und ein Aufbau eigener Netze ist dann auch nicht anders, als beim Behördennachfolger der Ersatz alter durch neuer Technik ist. Wenn die bisherige Entwicklung für den Marktführer auch jetzt noch und auf absehbare Zeit bequem und einträglich wäre, dann würde der sich ja einfach weiterhin zurücklehnen und abkassieren, statt ein Haupteinnahmegebiet neuen Wagnissen auszusetzen. Im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung gibt`s auch keinerlei Gesetz oder Gewohnheitsrecht, daß sowas immer nur billiger würde, und besserschnellerweiter vielleicht noch dazu.


    Seit wann zählt im Kapitalismus ob man einträglich ist und nicht ob man noch mehr verdienen kann? Wenn die Telekom meint mehr Geld aus ihren Leitungen pressen zu können, dann wird sie es tun und ihr kann die gesellschaftliche Verantwortung völlig egal sein. Den Kunden sollte es das nicht sein und deshalb wird sich aufgeregt. Das in der IT-Branche alles billiger wird, liegt u.a. an "Moore's Law" weil die Leistungsfähigkeit permanent zunimmt, warum sollte das ausgerechnet bei der Telekom nicht der Fall sein? Dir kann auch kaum entgangen sein, dass ein Wechsel zu einem anderen Anbieter kein risikoloser, problemfreier Vorgang ist. Viele haben schon deshalb keine Lust zu wechseln, weil sie Angst davor haben im Fehlerfall sich mit Telekom und Drittanbieter herum zu ärgern ohne das etwas passiert.


    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Und selbst, falls es der Telekom ausschließlich darum gehen sollte wenigstens den Intensivnutzern zehn oder zwanzig Euro mehr aus den Rippen leiern zu können, dann wäre das auch nicht verwerflich. Zur privaten Intensivnutzung wird ja niemand gezwungen. Es wäre eher schon traurig, daß die Telekom sich offenbar dafür auf einen so aufwendigen, langwierigen und absehbar publizitätsintensiven Weg begeben muss. Was sind denn schon 20 Euro von ein paar Prozent der Kunden in einer Zukunft, die erst in drei Jahren beginnt? Arme Telekom.


    Man kann natürlich den Kopf in den Sand stecken und so tun als ginge ein das ganze Internet nichts an, wäre überflüssiger Mist und wer es benutzt ist selber Schuld. Oder man macht sich mal bewusst, dass es im Grunde genommen heute schon und in Zukunft noch viel weniger einen Weg um die Internetnutzung herum gibt. Die Mobilfunkwelt gibt einen tollen Ausblick auf die Wunschwelt der Telekom. Audiostreaming ist nur funktional mit Spotify, was nicht ins Konzept passt (IM, VoIP) wird verboten. Wirklich arme, unschuldige Telekom, wie kann man sich darüber aufregen, wenn die Telekom dass nun auch im Festnetz probiert.

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