Die Diskussion um die Erhöhung der Einkommenssteuer ist imho 'Gerechtigkeits-Populismus', da das Gros der Steuereinnahmen durch Verbrauchssteuern (USt,Mineralöl etc.) generiert werden --> Steueraufkommen nach Steuerart. Während ich nicht mal für die Hälfte meiner Ausgaben USt zahle (Vorsteuerabzug), hat der angestellte Geringverdiener zwangsläufig auf 100% seines Einkommens USt zu zahlen, da er bei seinem geringen Verdienst gezwungen ist 100% zu konsumieren.
Entscheidend ist doch, wieviel Steuern der Einzelne insgesamt zahlt. Prozentual zum Einkommen sind da die Geringverdiener wohl eher die viel beschworenen 'Leistungsträger' der Gesellschaft. ..vom Anteil der Sozialabgaben will ich mal gar nicht erst anfangen.
Es wird auch immer gern übersehen, dass nicht nur Beamtengehälter von diesen Steuern gezahlt werden, sondern dass auch mal schnell ganze Wirtschaftssysteme gerettet oder gestützt werden können
Das betrifft nicht nur die kürzliche Bankenrettung, sondern auch Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen, wie den Hoover-Damm o.ä. ...ist also keine Erfindung der LINKEN.
Allerdings werden die 'Rettungskosten' von Mal zu Mal höher und die steigende Verschuldung der Staaten begrenzt den Handlungsspielraum von der anderen Seite.
Andererseits kann man die Verschuldung auch nicht wesentlch zurückfahren. Woher sollen sonst die Zinsen für die immer größeren Guthaben kommen? Eine mit dem Wirtschaftswachstum korrespondierende Neuverschuldung ist daher sinnvoll und notwendig.