Autofahrer vs. Radler - Krieg auf deutschen Strassen

  • Ich bin Vielfahrer als Radfahrer bezeichne mich aber nicht als "Kampfradler". Fährt man wie ich einige tausend Kilometer Rad im Jahr, sei es als Sportmittel oder als Bewegungsmittel, so erlebe ich schon öfters Situationen als ein "Schönwetterwochendradler welcher den Weg zur Eisdiele hin und zurück fährt"!
    Nebenbei fahre ich auch gerne Auto. Bin also kein militanter Autoverweigerer... ;)


    Es ist und bleibt aber erschreckend, wie oft Autofahrer den Oberlehrer raushängen lassen müssen? :flop:
    Besonders Vielen ist z.Bsp. anscheinend nicht die StVo zum Thema Radwegebenutzungspflicht bekannt?
    Hier einige Zeilen dazu:
    http://www.adfc.de/verkehr--re…-radwegebenutzungspflicht
    Ist es möglich und erlaubt auf der Strasse zu fahren und der Radweg ist schlecht und unübersichtlich, so fahre ich auf der Strasse. Es ist nun mal so, dass man im Innenstadtverkehr als Radfahrer oftmals auf der Strasse sicherer fährt. Parkende Autos, öffnende Autotüren, passierende Fußgänger, abbiegende Autos, Lieferverkehre, etc. Es spricht vieles dafür. Viele Städte und Gemeinden in Deutschland haben dies auch erkannt und "holen den Radfahrer" auf die Strasse. Sehr gut!


    ChickenHawk:
    Völlig d'accord. Das war ein Spinner bei Jauch. :flop:


    drueckerdruecker:
    Aha, wenn verbal Schläge durchs Autofenster angedroht werden , der Spinner seinen Wagen quer auf die Fahrbahn stellt, so dass man gezwungen wird anzuhalten und der Typ aus dem Auto weiter schlimmste Beschimpfungen und Mordandrohungen loslässt ist dies keine Bedrohung???
    Deine herablassende Art kannst Du Dir nebenbeigesagt auch sparen...:flop:

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Hast du den Typen angezeigt?


    Nein,
    obwohl es auch mit der Morddrohung heftig war aber es wären keine Zeugen rundherum gewesen, außer die Autofahrer welche anhalten mussten aber die haben ja nur mitbekommen, wie der Typ seinen Wagen wieder gewendet hat.


    Wäre ich auf "Anzeigen" aus, so würde ich wahrscheinlich jedes Jahr" im Gerichtssaal sitzen". ;) :(

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
    Es ist und bleibt aber erschreckend, wie oft Autofahrer den Oberlehrer raushängen lassen müssen? :flop:


    Direkt danach:

    Zitat


    Besonders Vielen ist z.Bsp. anscheinend nicht die StVo zum Thema Radwegebenutzungspflicht bekannt?
    Hier einige Zeilen dazu:
    http://www.adfc.de/verkehr--re…-radwegebenutzungspflicht


    Vielen Dank für diese durchdachten Zeilen! :D


    Eins noch: Bei diesem "mir ist das mit dem Fahrrad auf dem Fahrradweg zu langsam und gefährlich, fahre ich halt auf der Straße, denn ich kenne meine Rechte" sollte man vielleicht als Radfahrer beachten, wie gefährlich es auf der Straße ist und wie sehr man dort im Einzelfall den Verkehrsfluss beeinträchtigt. Aber jeder ist sich selbst der Nächste...


    Ansonsten haben wir doch einen allgemeinen Verkehrsgedöns-Thread, in dem noch mehr solcher Beispiele vorhanden sind.

  • Etwas aus der Psychologie:


    "Auf den Straßen im Stadtverkehr ist meist nicht viel Platz. Wenn Zeitdruck und der aufgestaute Ärger des Tages zusammenkommen, gibt es oft viel Stress und Streit. Radfahrer und Autofahrer haben da ja eine besonders innige Hassliebe entwickelt. Autofahrer sind rücksichtslos, und Radfahrer denken, sie müssten sich an keine Regeln halten. Oder?


    Natürlich nicht. Es geht vor allem um unklare Revierfragen. Wer darf wo wann wie schnell fahren, das ist für Radfahrer noch uneindeutiger als für Autofahrer, und in den Grauzonen spielen sich dementsprechende Dramen ab. Außerdem geht es um Macht: Das Auto ist schneller, stärker und breiter, das Recht im Fall des Unfalls aber meist auf der Seite des Radlers.


    Das schafft viel Spielraum für Durchsetzungsansprüche und Missverständnisse. Den gibt es zwar auch anderswo, aber da kann man wenigstens miteinander kommunizieren. Und hier liegt das Problem, sagt der Verkehrspsychologe Jörg-Michael Sohn, der seit mehr als 25 Jahren Institutionen und Einzelpersonen zu Fragen des Verhaltens im Straßenverkehr berät.


    Augenkontakt ist die schnellste Form der Kommunikation


    Denn Fußgänger und Radfahrer verständigen sich untereinander vor allem über Augenkontakt: in unklaren Situationen oder nach dem Anrempeln etwa. So kann man sich entschuldigen, ohne ein Wort zu sagen oder groß die Miene zu verziehen, oder durch die Körperhaltung Zurückhaltung zeigen, wenn sich jemand beleidigt fühlt.


    Das entschärft vieles – geht aber natürlich leider nicht, wenn die Frontscheibe dazwischen hängt. Denn durch die getönte Scheibe sieht der Fahrradfahrer den Autofahrer nicht, und kann daher weder mit Gestik noch mit Mimik arbeiten, um klar zu machen, was er möchte oder was das Problem ist.


    Der Autofahrer hingegen sieht alles, und fühlt sich vom Radfahrer schnell ignoriert und provoziert. Da greifen viele dann lieber zu etwas deutlicheren, dafür aber unmissverständlichen Gesten – auf beiden Seiten der Scheibe."


    Quelle: abendblatt.de


    Da kann etwas dran sein?

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Zitat

    Original geschrieben von cyberman
    Nur weils hier gerade reinpasst und ganz wertfrei.
    Das mit dem Video kann auch nach hinten losgehen ...
    Klick


    Sicher...so etwas sollte man sich schon reiflich überlegen. Bei dem geposteten Video vom Anfang bin ich mir auch nicht sicher?
    Aber wenn eine Frau offenbar dem Mann 2x anspuckt?

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Die Reaktion der Frau ist sicherlich heftig.
    Nur sollte auch das "ganze" Video gezeigt werden. Bei dem Geposteten fehlt mir für ne objektivität irgendwie ne "ruhige" Szene am Anfang.

  • Zitat

    Original geschrieben von GirlMixAlot
    Fahre selbst oft und viel Rad - keine negativen Erfahrungen bisher. :)


    Bei mir genauso. Fahre sehr viel Fahrrad in der Stadt und auf dem Land fahre ich in meiner Heimat sowohl Fahrrad als auch Auto. Mit dem Fahrrad hatte ich sowohl in der Stadt als auch auf dem Land bisher keine Probleme - ich passe aber auch selbst auf und beobachte den Straßenverkehr, lege es also nicht drauf an.


    Als Autofahrer stören mich auf dem Land nur manchmal die Rennrad-Fahrer. Die Denken auch, sie hätten die Straße für sich gepachtet. Wenn sie alleine fahren ist es überhaupt kein Problem, aber wenn sie dann im Rudel auftreten fahren sie meist nebeneinander statt hintereinander und das nervt dann schon gewaltig, wenn man alle 2km hinter so einer Horde hängt.
    Aber nichts, weswegen ich die beschimpfen würde, leben und leben lassen ist hier das Motto :)


    Bei dem Video aus dem ersten Beitrag würde ich dem Fahrrad Fahrer aber auch mindestens 50% Mitschuld geben, dieser scheint es ja geradezu darauf anzulegen...

  • Hi


    beim Video fehlt der Anfang. Warum wohl?


    Beide Seiten haben sich falsch verhalten. Wie ich das sehe hat der Radfahrer den vorhandenen Radweg nicht benutzt, die Frau hat ohne ausreichenden Seitenabstand überholt.


    Beide Parteien sind unsachlich und reagieren über.


    Ich fahre Rad und Auto, und wenn ein Radweg da ist, benutze ich den auch, auch wenn da kleine Bordsteinkanten usw. sind. Wer glaubt, aufgrund seines Papageienanzuges in der Stadt auf der Straße fahren zu dürfen hat offenbar noch nicht registriert, daß besonders LKW und Busse solche Radler kaum überholen können und dadurch den Verkehr aufhalten.


    Diese Radler sind mit 20-30km/h zu schnell, um problemlos und sicher überholt werden zu können.


    Drehen wir es mal um: in meiner Stadt gibt es eine Straße mit fürchterlichem Kopfsteinpflaster, Fuß- und Radweg sind dagegen schön glatt und eben. Hätten denn unsere Radler Verständnis, wenn ich dann mit dem Auto über den Radweg fahre, weil ich die Stoßdämpfer schonen möchte?


    Oder man stelle sich mal vor welchen Anfeindungen man ausgesetzt wäre, wenn man mit einem Auto mit 10km/h auf einem 2m breiten Radweg fahren würde (links und rechts nur Wiese/Felder), so daß die Radler über den Acker müssen. Ja, ausgebremst zu werden ist doof.


    Meine Meinung: wer als Radfahrer kilometerlang eine ebene und glatte Fahrbahn braucht, sollte Bahnradfahren gehen. Wer draußen fahren will, kann z. B. oft die parallel zu Flüssen angelegten Radwege ungestört und ohne Ampeln nutzen. Und wer in der Stadt fahren will, der muß eben mit den Regeln und anderen Verkehrsteilnehmern leben.


    Gruß


    HHFD

    Gesendet von meinem Motofone F3

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