Ukraine / Krimkrise

  • Was die meisten hier vielleicht nicht wussten, oder nur beiläufig mitbekommen haben, ist dem Spiegel jetzt auch mal (nach Monaten!) aufgefallen:


    http://www.spiegel.de/politik/…d-russland-a-1017331.html



    Scheinbar dachten die, wie viele andere, Russland hat nichts mehr (in der globalen Politik) zu melden. Das dem nicht so ist bzw. sein kann; dazu reicht schon ein Blick auf eine maßstabsgerechte Landkarte oder Globus.


    Das allerdings mittlerweile die Nachrichtenmagazin darüber berichten zeigt tatsächlich, wie ernst die Lage ist.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Erwähnungen und Links von nachzüglerischem Längstbekannten braucht kein sowieso Wohlinformieter. Die kritisierten Links sind informativer und enthalten oft zumindest für mich neue Information und Hintergründe.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ...
    Ich erwarte daher, dass Obama den Greis so frühzeitig in die Schranken weist, dass wir uns seine Funktion erst gar nicht werden merken müssen.
    ...


    Kerry hat diesen Schritt noch auf der Sicherheitskonferenz gemacht ... mit dem dezenten Hinweis, auch in anderen Ländern gebe es Quertreiber, die viel erzählten. Er versprach (nennen wir das mal so), die USA würden nichts unternehmen (auch keine Waffenlieferungen), wenn dies nicht im Einvernehmen mit den europäischen Partnern geschehe.


    Ich denke, dass dies in der Tat die (momentane) Linie der USA ist - und nur das wäre vernünftig. Die Bundesregierung war in der Vergangenheit den USA gegenüber zu weitestgehenden Zugeständnissen bereit. Jetzt liegt es an den USA, ihre Loyalität zu Europa unter Beweis zu stellen.


    Hier steht verdammt viel auf dem Spiel. Sollte es Putin gelingen, einen Keil zwischen die USA und die EU zu treiben, hätte er mehr erreicht, als er jemals zu träumen wagte. Diesen Gefallen dürfen wir ihm keineswegs tun. Die USA und die EU müssen zumindest militärisch mit einer Stimme sprechen. Alles andere führte zu einem internationalen Desaster - es stünde viel mehr auf dem Spiel als eine gemeinsame Linie im Ukraine-Konflikt. Alle gemeinsamen "Baustellen" auf dem Globus wären im Ergebnis betroffen.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Hier steht verdammt viel auf dem Spiel. Sollte es Putin gelingen, einen Keil zwischen die USA und die EU zu treiben, hätte er mehr erreicht, als er jemals zu träumen wagte. Diesen Gefallen dürfen wir ihm keineswegs tun. Die USA und die EU müssen zumindest militärisch mit einer Stimme sprechen. Alles andere führte zu einem internationalen Desaster - es stünde viel mehr auf dem Spiel als eine gemeinsame Linie im Ukraine-Konflikt. Alle gemeinsamen "Baustellen" auf dem Globus wären im Ergebnis betroffen.


    was für ein einfältiges gerede :rolleyes:


    es wäre einzig an der zeit, dass sich deutschland und die EU endlich von den USA emanzipieren und zu einer eigenen, friedlichen haltung finden, was aber mit einer nahezu US-hörigen politik einer angela merkel nur schwerlich gelingen wird.

  • Es gibt da ein paar alte Männer, die (biologisch bedingt) nicht mehr viel vom Leben zu erwarten haben. Sie haben in vergangenen Kriegen Schlimmes erlebt und/oder hatten mit den Folgen von Kriegen ein Leben lang zu kämpfen. Solche alten Männer, wie bspw Senator McCain oder der polnisch-amerikanische US-Stratege Zbigniew Brzeziński leben in einer hasserfüllten Welt.
    Das einzige, das sie nun am Ende ihres Lebens noch erreichen wollen, ist Rache und Genugtuung in einem fulminanten Abgang von dieser Welt. Imho eine (Rest-) Lebenseinstellung, die Selbstmordattentätern nicht unähnlich ist und in solchen Äußerungen zu Tage tritt:

    Zitat

    Original geschrieben von suka
    ... oder bis Russland komplett vor die Hunde geht (was mittlerweile schlicht und ergreifend unausweichlich ist) oder Putin einen plötzlichen Zarentod stirbt (z.B. Vergiftung). In allen Fällen wird Russlands Wirtschaft weiter niedergehen.


    Wenn mir jetzt nochmal jemand erzählt, dass das alles nicht so schlimm wird und doch niemand wirklich Krieg wolle, dann verweise ich auf Links, wie diesen :apaul:
    Diese Leute wollen den Krieg mit allen Mitteln! :flop:
    Ihnen ist das Leben egal, weil ihres ohnehin (fast) vorbei ist :gpaul:

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Erwähnungen und Links von nachzüglerischem Längstbekannten braucht kein sowieso Wohlinformieter. Die kritisierten Links sind informativer und enthalten oft zumindest für mich neue Information und Hintergründe.

    Viel 'KlickiBunti', mit dem uns mal wieder suggeriert werden soll, das da russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sein sollen.
    Als Wohlinformierter weist Du natürlich auch, dass der Ukrainische Generalstab längst erklärt hat, dass das natürlich Quatsch ist.
    ....oder wie General Kujat bei Jauch sagte: "Wären tatsächlich russische Truppen in der Ukraine, wäre der Krieg in 8 Tagen vorbei"


    Als Wohlinformierter ist Dir natürlich auch aufgefallen, dass die Wirtschaftsstatistiken, die suka vergleicht auf verschiedene Währungen bezogen sind. Du hast sicher schon den Wertverlust des Euro gegenüber dem Dollar in den Statistiken heraus gerechnet :p :cool:


    Gut, dass es Mitmenschen gibt, die sogar aus 'KlickiBunti' noch Informationen und Hintergründe entnehmen können :p ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von suka
    ... oder bis Russland komplett vor die Hunde geht (was mittlerweile schlicht und ergreifend unausweichlich ist) oder Putin einen plötzlichen Zarentod stirbt (z.B. Vergiftung). In allen Fällen wird Russlands Wirtschaft weiter niedergehen.


    Suka verwechselt hier Russland und die Ukraine ... wie es viele tun.


    Wir diskutieren hier über einen Ukraine-Konflikt. Welchen direkten Einfluss die russische Wirtschaftskraft auf diesen Konflikt haben soll, ist mir vollkommen schleierhaft.


    Richtig müsste es heißen:


    Zitat

    ... oder bis die Ukraine komplett vor die Hunde geht (was mittlerweile schlicht und ergreifend unausweichlich ist) oder ... In allen Fällen wird die Wirtschaft der Ukraine weiter niedergehen.


    Diese Aussage passte zum Thema und machte darüber hinaus auch noch Sinn. Insoweit hätte Suka meine volle Zustimmung.


    Fortlaufend die mangelnde russische Wirtschaftskraft zum Thema dieses Threads zu machen, bringt aus meiner Sicht keinen Erkenntnisgewinn. Selbst wenn die russische Wirtschaft statt der schlechten vorzügliche Daten präsentieren könnte, würde das am Ukraine-Konflikt doch wohl nichts ändern - oder denkt hier jemand, dass ein Russland mit vollen Kassen in Sachen Ukraine anders vorgehen würde?



    Persönlich gehe ich jedenfalls davon aus, dass die ökonomische Situation Russlands keinen Einfluss auf außenpolitische Entscheidungen der hier diskutierten Art haben dürfte. Ich denke, kein Land würde sicherheitspolitische Grundsatzfragen von der Haushaltslage abhängig machen. Jedenfalls fällt mir auf Anhieb kein Land ein, welches je so verfahren wäre. Notfalls werden die erforderlichen Mittel schon irgendwie verfügbar gemacht oder - wie im Falle der USA - mit der Notenpresse selbst erzeugt. Jede andere Annahme hielte ich für fern der Realität.

  • In dem australischen Bericht fehlen allerdings die Waffen amerikanischer Produktion Da hatten einige Nato-Staaten schon in voraus eilendem Gehorsam geliefert...


    ...und die IS-Kämpfer in den Reihen der Ukraine-Freiwilligen-Corps haben ihre Ausrüstung sicher gleich aus Syrien mitgebracht :mad:

  • Wenn man sich den "Tourismus" einmal in Umlauf befindlicher Kriegswaffen ansieht, würde es mich nicht einmal wundern, wenn deutsche Waffen in der Ukraine auftauchten. Wenn man bedenkt, wie großzügig wechselnde "Freunde" in aller Welt mit solchen Waffen bedacht wurden, ist mit allem zu rechnen. Insbesondere Saudi-Arabiens Streitkräfte wurden in einem Ausmaß mit Waffen beliefert, das den dortigen Eigenbedarf mehrfach übersteigen dürfte. Schon lange wird vermutet, dass sich etwa Saudi-Arabien als Vermittler und Wiederverkäufer am internationalen Waffenmarkt betätigt und die gesamte Region versorgt.


    Von daher möchte ich aus der bloßen Existenz amerikanischer und/oder russischer Waffen nicht darauf schließen, dass diese direkt durch Mitgliedsstaaten der NATO oder Russland geliefert wurden. So wird zwar gern argumentiert, der wahre Sachverhalt ist aber meist viel komplexer. Die Ukraine wird weltweit versuchen, an Kriegsgerät zu gelangen, welches sie in eigener Produktion nicht herstellen kann. Das erforderliche Kapital wird einfach aus Mitteln für zivile Ausgaben abgezweigt - Rüstung dürfte der letzte Posten sein, wo die Ukraine sparen wird.


    Solange unsere Kanzlerin hart bleibt - eine Linie, die auch Martin Schulz noch einmal ausdrücklich bestätigt hatte - werden sich die USA zurückhalten müssen, wenn sie sich international nicht noch weiter isolieren wollen. Viele Freunde haben sie auf dem Globus ohnehin nicht - schon jetzt dürfte es nur ein Bruchteil dessen sein, womit das angeblich so isolierte Russland noch dienen kann.

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