Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Lesen bildet:
    ...


    Ja, aber man (Putin) kann auch von anderen (USA) durch deren "Taten" angeregt werden, ähnlich zu handeln.
    Die US-Interventionen im Ausland sind im Laufe der Geschichte sehr lang.
    Quelle: http://www.uni-protokolle.de/L…ventionen_im_Ausland.html
    ---
    Andererseits bin ich wie Mike Huckabee der Meinung, dass die USA aufhören sollten, sich dafür zu entschuldigen, Amerika zu sein.
    Quelle: https://fbcdn-photos-f-a.akama…4e5acf285685cd618c3a6cc40

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    ...
    Prächtige neue Freunde (nachdem die Chinesen genervt von Nordkorea sind)


    http://www.theguardian.com/wor…riendship-pariah-alliance


    " ... Russia and North Korea have announced they will deepen economic and political ties under the banner of a “year of friendship”
    ...


    Es ist doch allgemein bekannt, dass ausgegrenzte (auch juristische) Personen dazu neigen, sich mit anderen Ausgegrenzten zu solidarisieren und/oder zu verbünden - und zwar selbst dann, wenn sie vorher Gegner waren. Eine Gemeinschaft, die Ausgrenzung betreibt, züchtet sich damit selbst eine ziemlich unheilige Allianz von Gegnern heran.


    Ich erwarte schon seit längerem eine weitere Annäherung zwischen Russland und dem Iran - das sehe ich nur als Frage der Zeit.


    Ziemlich geschickt versuchen die USA aktuell, sich beim früheren Erzfeind Kuba einzuschleimen. Der Gedanke eines engen Bündnisses von Russland mit einem Land vor der eigenen Haustür wäre aus Sicht der USA natürlich ein Worst-Case-Szenario. Um das zu verhindern tut man jetzt so, als habe es den Hellms-Burton-Akt vor wenigen Jahren nicht gegeben. Damit wollten die USA den Kubanern eigentlich den Todesstoß versetzen ... der aber vor der Befürchtung neuer Allianzen nun in Freundschaft gewandelt werden soll. Eine "zweite Ukraine" vor der eigenen Haustür gilt es aus Sicht der USA natürlich zu verhindern. :p


    Wäre Putin clever, würde er natürlich versuchen, Kuba den GUS (als assoziiertes Mitglied o.ä.) anzugliedern und einen militärischen Beistandspakt nach dem Muster der NATO oder des früheren Warschauer Pakts zu schließen. Dann hätte Kuba ähnliche Sicherheit vor Überfällen wie das angsterfüllte Baltikum. Vor diesem Hintergrund inszenierte russische Manöver auf Kuba kämen den USA sicher ziemlich ungelegen, entsprächen dann aber der Vorgehensweise der NATO im Baltikum.


    Die neue Annäherung der USA an Kuba bestärkt mich in dem Eindruck, dass die USA gezielt eine neue Zweiteilung der Welt betreiben. Jeder sucht inzwischen aktiv nach Kandidaten für die eigene Einflusssphäre.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Die Papierausgabe der Novaja Gaseta soll anscheinend eingestellt werden.
    Quelle: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Nowaja_Gaseta


    Wie ich lese, sollen Schwierigkeiten mit der Finanzierung Grundlage der Entscheidung für die Einstellung des Geschäftsbetriebs sein.


    Unter Berücksichtigung der immensen Mittel, die internationalen Geheimdiensten (wie etwa der NSA) zur Verfügung gestellt werden, stellt sich für mich die Frage, ob nicht auch ein in Russland investigativ tätiges Medium förderungswürdig sein kann. Rechtsstaaten und NGOs, die gerade diese Zeitung als wertvolles Instrument der Wahrung internationaler Menschenrechte sehen, sollten doch wohl gemeinsam eine finanzielle Unterstützung auf die Beine stellen können.


    Ich befürchte allerdings, dass sich die Reaktionen des Westens - wie in anderen Fällen auch - in reinem Maulheldentum erschöpfen könnten. So war es doch auch im Falle der Ukraine: Zunächst wurden dem Land bei Fortsetzung der Ausrichtung zum Westen hin großzügige finanzielle Zusagen gemacht. Kommt es dann aber darauf an, solche Zusagen einzulösen, hält man plötzlich (vermeintlich kostenneutrale) Sanktionen gegen Dritte für die Lösung der Wahl. Und wer schaut in die Röhre? Die Ukraine - sie steht finanziell im Regen, wie man überhaupt nur im Regen stehen gelassen werden kann.


    Auch im Falle der Novaja Gaseta könnte der Westen konkret beweisen, welchen Wert die stets vollmundig gepriesene Pressefreiheit wirklich hat. Und zwar in Euro und Cent!


    Dieser Wert wird uns in den nächsten Wochen vorgerechnet werden. Hier könnten die Republikaner der USA etwa das Geld investieren, welches für Waffenlieferungen an die Ukraine eingespart werden kann. Auch anderen Staaten stünde eine Beteiligung gut zu Gesicht - insbesondere denen, die in Russland stetig eine mangelnde Pressefreiheit anprangern. Der "Krieg auf dem Papier" wäre ohnehin die von mir bevorzugte Alternative, der ich sogar nachhaltigere Wirkungen zusprechen würde als einer bewaffneten Auseinandersetzung.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Auch im Falle der Novaja Gaseta könnte der Westen konkret beweisen, welchen Wert die stets vollmundig gepriesene Pressefreiheit wirklich hat. Und zwar in Euro und Cent!

    Das könnte andere Probleme aufwerfen, siehe hier - unabhängig davon, ob die Verantwortlichen der Novaja Gaseta überhaupt so eine Fremdfinanzierung wünschen.

    Zitat

    Seit Russland 2012 das Gesetz über ausländische Agenten eingeführt hat, stehen gemeinnützige Organisationen, die aus dem Ausland finanziert werden, unter Druck: Ihnen droht unter anderem eine stärkere Überwachung durch russische Behörden.

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    nun wird über Neuigkeiten bezüglich seiner Freundin (und ihn selbst) spekuliert... (Original-Quelle)


    Na dann ist jetzt wohl Alaska dran ein Kinderwagen nötig! :D


    Zitat

    "Ich schwöre - ich habe bei ihm zum 8. März Creme gewünscht! Creme, nicht Krim! Habe Angst, um Kinderwagen [russisch: Kolaska] zu bitten".


    Quelle: http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5257926#post5257926

  • Deswegen auch die Abwesenheit vom Dienst am Volke, natürlich kann er auch hier das Tarnen und Täuschen nicht lassen.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • In ihrer selbstgefälligen Art leisten sich immer mehr führende US-Strategen die Leichtsinnigkeit, mit der Wahrheit zu prahlen. Nachdem uns kürzlich bestätigt wurde, dass uns die Russland-Sanktionen von den USA aufgezwungen wurden, wurde nun publik, worum es eigentlich geht:
    In diesem Video kann man der Erklärung des Stratfor Chefs zur US-Strategie lauschen :eek:

    Zitat

    The primordial interest of the United States ... has been the relationship between Germany and Russia, because united they are the only force that could threaten us, and to make sure that doesn't happen.

    Übersetzung:
    "Das ureigene Interesse der USA... muss die Beziehung zwischen Deutschland und Russland sein, weil, wenn vereinigt, sie die einzige Kraft sind, die uns bedrohen könnte und um sicher zu gehen, dass das nicht passiert."


    Offensichtlich wird Russland doch nicht so wirtschafts-schwach eingeschätzt, wie in Ex-Leit-Medien immer gern kolportiert.
    Andererseits soll mir mal jemand erklären, was das für eine seltsame Basis für 'deutsch-amerikanische Freundschaft' sein soll :confused:
    Überhaupt eine befremdliche Sichtweise, die Welt nur in Gegner und Folgsame zu unterteilen


    Auch die übrigen vorgetragenen Strategien im Video erklären auch andere Ereignisse der jüngeren Vergangenheit und bringen Zusammenhänge zutage, die mir bisher nicht bewusst waren :gpaul:
    Hier gibt es eine deutsche Zusammenfassung der Aussagen des Stratfor-Chefs
    Ganz ehrlich, so ein Amerika macht mir echt Angst :gpaul:


    ...unter diesem Aspekt haben natürlich auch TTIP & Co eine ganz andere Bedeutung :apaul:

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