Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Und ich traue Dir inzwischen keinen Millimeter mehr. Ganz einfach. Neulich hast Du hier noch Respekt für Putin eingefordert ...


    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


    Selbstverständlich fordere ich eine respektvolleren Umgang mit Putin und den russischen Interessen. Ein respektvoller Umgang mit seinem Gegenüber ist aus meiner Sicht die Grundvoraussetzung für einen Konsens.


    Und gerade ein Mangel an Respekt gegenüber den Interessen des Anderen - im übrigen auch den Separatisten gegenüber oder eben den Palästinensern seitens Israel - sehe ich häufig als Grund, warum Vermittlungsversuche zuweilen schon gescheitert sind, bevor sie überhaupt begonnen haben. Die von einigen Nationen offen gezeigte herablassende Art sehe ich geeignet, selbst vorhandenes Einigungspotenzial zu beseitigen.


    Wer wirklich an einer Einigung interessiert ist, muss seinem Gegenüber ein Einlenken ermöglichen, ohne dass dieser seiner Klientel gegenüber sein Angesicht gefährdet. Allein die Missachtung dieser allgemeine Erkenntnis zeigt in meinen Augen sehr eindrücklich, dass die USA an einer Einigung überhaupt nicht interessiert sind ... denn das diplomatische Einmaleins beherrschen sie durchaus. Missachten sie es, hat das seinen Grund.



    Edit:
    Und nach demselben Muster verweigern die USA in der NSA-Affäre einen respektvollen Umgang mit den deutschen Interessen.


    Wird jemand auf solch herablassende Weise behandelt, hat er grundsätzlich zwei Möglichkeiten:


    Entweder verschafft er sich den Respekt, der ihm gebührt (wie Putin das momentan versucht) oder man macht sich öffentlich zum Affen (wie die Bunderegierung in der NSA-Affäre).


    Letzteres wird man von Putin aber weder erwarten können noch dürfen.


    Selbst die USA wissen, dass mit jeder Sanktion gegenüber Russland eine weitere Runde der "Respektverschaffung" eingeläutet wird. Die USA wissen ganz genau, dass die Sanktionen das genaue Gegenteil von dem bewirken, wozu sie angeblich dienen sollen. Langsam glaube ich, dass die Sanktionen tatsächlich der Bestrafung Russlands für die Asylgewährung Snowdens sein sollen. Alles andere ergäbe keinen Sinn.

  • Jede deiner konkreten Äußerungen widerspricht den von dir selbst festgesetzten Prioritäten über Neutralität, Unvoreingenommenheit, Freundschaft, Nichtfreundschaft und Zivilistenschutz. Selbst ein bezahlter Putintroll könnte vor der Veröffentlichung solch eines gequirlten Dungs zurückschrecken oder dafür gar ein Lob seines Führungstrolls erhoffen.


    "Alle andere ergäbe keinen Sinn." -> Klar, Frank hat gesprochen und geurteilt. Anders kann's nicht sein. Gerade noch schwadroniert man fröhlich vor sich hin und im nächsten Augenblick schon mündet's unversehens in eine unumstößliche und nicht anzweifelbare Schlußfolgerung. Ich hingegen bin genauso felsenfest überzeugt, daß alles auf einen annodunnemals umgestoßenen Reissack zurückzuführen ist.


    "Respekt, der ihm gebührt (wie Putin das momentan versucht)" -> Wieviel Respekt jemandem gebührt und, daß Respektbeschaffung überhaupt ein zentrales Motiv ist legt natürlich unser oberster Führer von Rhein und Ruhr fest. Er hat mit dem Respekt angefangen, der jedem neu gewählten, bislang nicht negativ aufgefallenem Staatschef entgegengebracht wird. Veränderungen an dem ihm entgegengebrachten Respekt haben ihre Ursache nicht etwa in veränderten Moralstandards der Restwelt, sondern im zutage getretenen Verhalten des Staatschefs.


    Daß ein respektvoller Umgang mit seinem Gegenüber aus deiner Sicht die Grundvoraussetzung für einen Konsens ist, das soll zwar vordergründig die eigene Zustimmung zu dieser Banalität signalisieren. Tatsächlich aber bedeutet die dauernde Einbeziehung der eigenen Person in Weltprozesse nur, daß man seine eigene Bedeutung fundamental überschätzt (oder aber an Laberitis leidet). Und selbstverständlich ist selbst ein mit "selbstverständlich" beginnender Satz weder selbstverständlich, noch überhaupt richtig und wahr. Respektvollen Umgang verdient selbst jemand wie Putin, respektvolleren Umgang, also eine Steigerung des ihm entgegengebrachten Respektes keineswegs. Und die russischen Interessen sind sowieso überhaupt nicht bekannt. Oder wieviele Russen sind denn repäsentativen Kriterien gemäß befragt worden, bevor der Zitierte Putin und die russischen Interessen gleichgesetzt hat?


    Fazit: Einerseits wundert man sich immer wieder, andererseits hält man den eigenen Zustand für noch nicht hoffnungslos. (-:=

    Je suis Charlie

  • Gegenseitigen Respekt setze ich überall - also natürlich auch hier im TT - voraus. Wenn diesen Wunsch jemand nachhaltig ignoriert, bietet die TT-Plattform glücklicherweise die Möglichkeit, Beiträge bestimmter Mitglieder ausblenden zu lassen.


    So habe ich es etwa im Falle des "Doppeldrückers" gemacht. Ob er was schreibt oder nicht ... bei mir wird nix von ihm angezeigt. Wem meine Beiträge missfallen, den würde ich bitten, insoweit ebenso zu verfahren. Das entspannt sichtlich ...

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
      drueckerdruecker
    Wenn du den Respekt, den frank_aus_wedau gegenüber Putin fordert, nicht teilst, solltest du wenigstens "genügend" Respekt gegenüber ihm, dem Duisburger TTler, aufbringen.

    Zum einen zolle ich ihm genügend Respekt, "genügend" sowieso, zum anderen wäre das ja auch garnicht nötig, weil er ja nur per Zitat erfährt, daß er Erwähnung gefunden hat. Hatte ich 'ne kurze Weile auch bei ihm gemacht, nachdem seine Ansprüche und sein Verhalten disparat geworden waren. Aber dann musste ich seine Beiträge ja nachträglich einzeln aufklappen, um den Anschluss nicht zu verlieren oder vielleicht am Ende sogar noch Beiträge von ihm unwissend zu replizieren. Wir unterscheiden uns ja schließlich nur graduell. Im Gegensatz zu mir aber wird er angesichts meines Extremismus weder Interesse, noch Hoffnung haben, daß da aus mir auch nur ansatzweise etwas nichtrussischputinfeindliches herauskommt oder, daß das Amerikanatoobamamerkellob etwas nachlässt. Ich hab sein Ignore dann wieder entfernt. Zwar fordert das Repliken heraus, hat aber auch Unterhaltungswert. Man stelle sich vor, daß jemand von uns oder oder unsere bösen, gesteuerten, unterwanderten und kontrollierten Medien Russland oder Putin auf Ignore gesetzt hätten. Was hätten wir da nicht alles verpasst. Andererseits hätten wir oder zumindest unserer Vorvorgänger Österreich und Hitler besser doch auf Ignore gesetzt. (-:=


    P.S.: Wenn da nicht jedesmal gestanden hätte, daß da ein unterdrückter Beitrag unseres Meisters aus Wedau stand, dann hätte ich's wohl durchgehalten. Mit Zitaten hatte ich leben können, da da besteht dann ja immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß es sich nicht nur um blinde Gefolgschaft handelt.

    Je suis Charlie

  • Diese Art von Internetdiskussionen mit Wikipediawissen (z.B. Staatsrechtler frank_aus_wedau) sind sinnlos und werden sowieso nicht ernst genommen. Warum blendet ihr da noch gegenseitig eure Meinungen aus?

  • Wenn ich den Schlussabsatz des taz-Kommentars richtig interpretiere, dann wird aufgrund der vielen Toten aus Nato-Ländern die Ausrufung des Nato-Bündnisfalls zumindest nahegelegt.


    Die taz, einst als doch eher sehr linkes, pazifistisches und sicher nicht Nato-freundliches Spartenblatt gestartet, hat inzwischen eine erstaunliche Wandlung vollzogen. Gerade im Ukraine-Konflikt plädiert sie für ein im Vergleich zu anderen deutschen Medien häufig konsequenteres Vorgehen gegenüber Putin, auch mit Mitteln der Nato. Parallel dazu auch Entwicklungen des Großteils der Partei der Grünen. Für mich ein Hinweis darauf, dass man noch immer Prinzipien hochhält und sich im Gegensatz zu anderen Medien bzw. Parteien weniger wirtschaftlichen Verflechtungen hingibt... dabei ist die taz das Paradebeispiel dafür, schon Jahrzehnte an der Pleite entlang zu schrammen...


    Auch wenn mir die Ausrufung des Nato-Bündnisfalls zu weit geht, so finde ich die Grundforderung des Kommentars sehr angebracht - der Westen soll endlich agieren anstelle immer nur zu reagieren und dabei stets hilflos zu wirken.

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Ach, kuck an. Ein paar Seiten vorher war es doch auch genau DEINE Meinung, dass so etwas hilft, oder? Jetzt plötzlich zementiert es maximal nur noch den Status Quo?

    Falsch, ich habe mich nie für Blauhelmeinsätze in der Ukraine ausgesprochen.

  • Um diese Art von


    Zitat

    Original geschrieben von starfuck
    ... Internetdiskussionen mit Wikipediawissen (z.B. Staatsrechtler frank_aus_wedau) ...


    Dummfug auszublenden?


    Woher ich mein Wissen habe, ist doch vollkommen zweitrangig ... insbesondere hier im TT.


    Und selbst wenn:


    Wikipedia ist oft nicht falsch und sticht viele der hier verlinkten Quellen um Längen aus. Leider ist es so, dass wirklich hochwertige Literatur zu juristischen Grundlagen meist (oder eher überhaupt) nicht offen zugänglich ist und daher auch nicht verlinkt werden kann.


    Zudem hielte ich das in der "Plauder-Rubrik" eines Technikforums auch nicht unbedingt für angebracht.

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