Ukraine / Krimkrise

  • Es gibt hier zwei Mitglieder die wegen andauernder persönlicher Angriffe auf meiner Ignorier-Liste stehen. Auf den Button, um ihre Beiträge lesen zu können, klicke ich nur wenn ich viel Lust habe - insbesondere um nachzusehen, ob sie zwischenzeitlich ein wenig Diskussionskultur angenommen haben. Gerade eben war es mal wieder so weit und es ist festzustellen, dass das zumindest bei einem nicht der Fall ist.


    Die Links erspare ich mir so lange vollständig - seien sie nun auf deutsch, russisch oder chinesisch.


    Auch meine Beiträge muss nicht jeder lesen. Bei zwei Mitgliedern würde ich es sogar begrüßen, auf ihrer Ignore-List zu landen. Ich glaube, ich gebe es völlig auf, ihre Beiträge zu öffnen ... wie ich es bereits einige Wochen lang gemacht hatte. Es hat einfach keinen Sinn ... schade eigentlich. :(

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Nun, man kann sicher Regenwetter, miese Börsenkurse oder schlechtes Karma herbei reden ;)
    Allein davon treten diese Dinge aber nicht ein (vllt vom Karma abgesehen, was ein blödes Beispiel ist :D )
    Aber wie ich schon mehrfach zitierte, beginnt Krieg zunächst ganz unblutig im Kopf :apaul:
    Erst wenn die Bereitschaft zum Krieg vorhanden ist und seine Folgen akzeptiert werden, kann man ihn auch wirklich real entfesseln. Das Sprichwort vom Krieg, den es geben mag, zu dem aber keiner hin geht, spiegelt das bildlich sehr schön wieder.


    Den Krieg gibt es doch schon in der Ostukraine, und wer auf welcher Seite steht ist auch klar.... da brauche ich nichts herbeizureden....


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    So gesehen wurde versucht den Boden für Konfrontation zu bereiten und leider auch von einer unisonen Presse. Doch kann man nicht verhindern, dass nahrhafter Boden immer auch Unkräuter ernährt (um mal in der Metapher zu bleiben).
    Der Verlust an Glaubwürdigkeit unserer ehemaligen Leitmedien führt nun dazu, dass andere Brandstifter den Nährboden für sich beackern. (Beispiel Ulfkottes aktueller Bestseller)


    Das ist eine brand-gefährliche Entwicklung, die nicht 'irgendwo in der Taiga' sondern hier bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft abläuft. Eine unabhängige Presse als 4.Gewalt der Demokratie war zu wertvoll, als dass man sie für Propaganda verheizen darf. Der Schaden, den Buhrow, Kleber und Co angerichtet haben ist noch gar nicht absehbar :eek:
    ...und ja, ich beschuldige diese Leute der Gedankenlosigkeit ihres Tuns und ich nenne hitzköpfiges Handeln eine Gefahr :mad:


    Aber ist es Propaganda, solche Fehler aufzuzeigen?

    Deine Feldzüge gegen die hiesige Presse meine ich doch gar nicht.... Das Beispiel Ulfkotte ist durchaus interessant, auch wenn es (soweit ich weiß) mit dem Thema Ukraine nichts zu tun hat.


    Und die hier so viel gelobte Anstalt läuft immerhin auf demselben Kanal wie der Kleber, also so unausgewogen kann es generell gar nicht sein...

  • Aus rechtlicher Sicht ist es m.E. kein Krieg. Es fehlt an einer amtlichen (auch konkludent möglichen) Kriegserklärung und einem Casus Belli.


    Eine ausdrückliche Kriegserklärung existiert nicht und eine konkludente gibt es ebenfalls nicht, weil der Aggressor ausdrücklich erklärt, dass der Einsatz des Militärs nicht den Charakter einer Kriegserklärung hat. Vielmehr erklärt der Aggressor ausdrücklich, dass in dem Gewaltsamen Vorgehen allein ein innenpolitischer Einsatz von Exekutivkräften zur Bekämpfung von Kriminellen liegt.


    Zwar wird man umgangssprachlich von Krieg sprechen und schreiben dürfen, aus rechtlicher Sicht ist es aber definitiv keiner. Es gibt keinen Krieg! Nein, nein, nein!


    Von daher ist die Tötung jedes einzelnen Zivilisten eine gesondert verfolgbare Straftat. Den "Kollateralschaden" kennt das Friedensrecht nicht, so dass jede Tötung eines Zivilisten zumindest eine fahrlässig begangene (wenn nicht gar bedingt vorsätzliche) Straftat beinhaltet. Wer mit der Artillerie in Wohngebiete schießt, nimmt zwingend getötete Bürger in Kauf.


    Ich weise noch einmal darauf hin:
    Das Vorgehen in der Ost-Ukraine ist rechtlich so zu bewerten, als hätte die deutsche Polizei ein Hochhaus zusammengeschossen, nur weil sie dort Mitglieder der RAF vermutet. Poroschenko, Jaseniuk und Konsorten sind daher Schwerstkriminelle, die wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt und verurteilt gehören.


    Aus welchem Grund die Regierung ausdrücklich feststellt, sie habe niemandem den Krieg erklärt und führe lediglich eine innerstaatliche Polizeiaktion durch (was verbindlich ist), ist irrelevant. Der an die Exekutivkräfte erteilte Auftrag ist maßgeblich und der lautet auf Kriminalitätsbekämpfung.



    Wir dürfen uns nicht durch den Militäreinsatz verwirren lassen. Verschiedentlich (insbesondere in sog. Bananenrepubliken) ist es zulässig, die Streitkräfte als Polizei einzusetzen. Wenn das in der Bundesrepublik nicht vorgesehen ist, dürfen wir daraus nicht schließen, dass auch in anderen Ländern der Einsatz der Armee nur zur Führung von Kriegen zulässig ist. Die ukrainische Regierung setzt das Militär so ein, wie in der Bundesrepublik ein SEK der Polizei.


    Und jetzt stellt Euch vor, ein SEK nutzt irgendwelche Artillerie um ein Haus zu beschießen, in dem des Terrorismus Verdächtige vermutet werden.


    Was wäre denn dann hier wohl los (und das zu Recht)?


    Aber weil es "nur" die Ukraine ist, darf die mit Polizeiaufgaben betraute Exekutive nach Gutsherrenart die Bevölkerung niedermetzeln. Das ist heute nicht einmal mehr einer Bananenrepublik würdig ... oder wachsen die Dinger auch in Mexiko?

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    "Wird eine Lüge nur oft genug wiederholt, wird sie irgendwann auch geglaubt."
    Der Volksmund sagt dann: Irgend etwas wird schon dran sein :gpaul: :mad:

    Ja, die ständigen Verdrehungen aus Wedau (letztes Beispiel: "Agressor") nerven schon, aber daran ist man ja in seinen Postings gewohnt.

  • Wenn die Exekutive Zwangsmaßnahmen durchführt, ist sie nun einmal der Aggressor.


    Jetzt habe ich extra noch einmal im Duden nachgesehen. Der für zur Bedeutung des Wortes Aggressor aus:


    Staat, Führer eines Staates, der eine Aggression begeht.


    Dieser Begriff ist m.W. zunächst einmal wertneutral und deutet lediglich auf die Anwendung von Gewalt hin. Die Aggression selbst kann sowohl berechtigt als auch unberechtigt sein.


    Hier irgendwelche "Verdrehungen" zu unterstellen, geht daher an der Wortbedeutung vorbei. Wortklauberei, nur weil möglicherweise nicht genehme Personen diesen Begriff auch nutzen (möglicherweise auch unberechtigt), halte ich für fehl am Platze. Soll ich in solchen Fällen jetzt stets nach Synonymen suchen? :confused:



    Aber mal abgesehen davon:
    Wenn ich Begriffe/Wortschöpfungen anderer hier sehe, liege ich mit Sicherheit noch im grünen Bereich, wenn ich auf meinen Wortschatz zurückgreife, ohne in jedem Einzelfall zuvor ein Wörterbuch zu befragen.



    Edit:
    Wenn ich meinen Sprachgebrauch reflektiere, nutze ich den Begriff Aggressor auch für nicht-staatliche Angreifer. Warum der Duden diese Einschränkung macht, werde ich vielleicht in meinem nächsten Leben überdenken.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Jetzt habe ich extra noch einmal im Duden nachgesehen. Der für zur Bedeutung des Wortes Aggressor aus:


    Staat, Führer eines Staates, der eine Aggression begeht.

    Demnach können also nur
    entweder a) ein Staat
    oder b) "Führer" eines Staates (wer oder was auch immer das sein soll)
    "Agressor" sein?


    Merkwürdige Definition, ich denke zumindest umgangssprachlich werden die meisten z.B. einem Vergewaltiger auch die Eigenschaft "Agressor" zuordnen...

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Demnach können also nur
    entweder a) ein Staat
    oder b) "Führer" eines Staates (wer oder was auch immer das sein soll)
    "Agressor" sein?


    Merkwürdige Definition, ich denke zumindest umgangssprachlich werden die meisten z.B. einem Vergewaltiger auch die Eigenschaft "Agressor" zuordnen...

    Hier geht es aber nicht um Vergwaltigung... Warum musst du immer versuchen alles aus dem zusammhang zu reißen?

  • du bist mal wieder nicht im Bilde... hier ging es zum Schluss um die Sinnhaftigkeit einer angeblichen Definition des Dudens, auf die dein Guru sich zunächst beruft, um sie dann aber selber wieder in Frage zu stellen...


    BTT: diese Definition erscheint mir dann auch viel passender:

    Zitat

    allgemein: Angreifer; jemand, der einen Konflikt auslöst

  • Ich habe mich nicht auf diese Definition berufen, es war halt die am Einfachsten (durch simplen Blick in den Duden) nachzuschlagende. Diese Definition hatte ich in Frage gestellt, weil sie m.E. nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch entspricht.


    Ist das jetzt auch schon verwerflich?


    Persönlich gefällt mir die allgemeinere Definition mit dem Angreifer, der einen Konflikt auslöst, auch besser. Als Angreifer des mit schwerem Kriegsgerät ausgetragenen bürgerkriegsähnlichen/kriegerischen Konflikts sehe ich die ukrainische Armee, weil sie als erste schweres Kriegsgerät eingesetzt hat (ohne das die erhebliche Anzahl von Toten unter unbeteiligten Bürgern gar nicht denkbar gewesen wäre).


    Wo ich das nun klargestellt habe, sollte sich eine weitere Diskussion über den deutschen Sprachgebrauch erübrigen.


    Aber so ist das halt - hat man dem groben Ganzen nichts entgegenzusetzen, wird eben an Feinheiten herumgemäkelt.

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