Die Sowjetunion hat Bessarabien auch nicht gefragt, ob es zu Rumänien möchte.
Jetzt wollen die Moldauer (Rumänen) zu Rumänien und damit in die EU.
Ukraine / Krimkrise
- Timba69
- Geschlossen
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interessante Bilanz nach einem Jahr in der SZ
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Ein sehr interessanter Artikel, der vieles auf den Punkt bringt. Auch die von mir immer wieder aufgezeigte Kernaussage ist enthalten:
"Dass die Ukrainer als eigentliche Opfer der Aggression dabei wieder einmal nicht nach ihrer Meinung gefragt werden, ist das betrübliche Beiprodukt einer Machtarroganz, die nur in Einflusszonen denkt: Unterwerfung - oder eben den Krieg."
Anstatt sich für die Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Ukraine und ihrer Bürger zu interessieren, wird der Konflikt als Gelegenheit zum Säbelfechten mit Russland missbraucht. Die Ukraine interessiert den Westen dabei einen feuchten Kehricht - sie dient im Wesentlichen dem Anlass, eine Auseinandersetzung mit Russland vom Zaun zu brechen.
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Mag sein, dass da 'Einiges auf den Punkt gebracht' wird'. Dennoch fallen mir auf den ersten Blick wieder einige Zerrbild-Darstellungen auf, die für unsere Ex-Leitmedien mittlerweile zum Standard avancieren (auch wenn's hier nur als Kommentar rüberkommt, zeigt es die Gesinnung):
ZitatDieses Regierungsverständnis lässt sich mit den Vorstellungen des Westens von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbaren. Die Systeme funktionieren antipodisch.
Wie zwei abstoßende Magnetfelder
Es sind diese sich abstoßenden Magnetfelder, die den Krieg möglich gemacht habenWenn unterschiedliche Auffassungen über die Regierungsform eines Staates Kriege ermöglichen, dann müssten wir mindestens mit den Scheichs in Arabien, Bahrain und Co ebenfalls in so aggressiv-kriegerischem Ton verkehren. Da wird genauso geköpft und gesteinigt, wie bei ISIS.
ZitatEs war die ukrainische Mehrheit, die sich gegen eine kleptokratische Oligarchie an der Spitze des Landes wandte - nicht gegen Russland übrigens.
Die jetzige Regierung einschließlich Präsident sind doch allesamt Oligarchen, die sich auch schon während ihrer Beteiligung an der Janukowitsch-Regierung bereicherten.
Einschränkend muss man zugeben, dass bei einer Wahlbeteiligung von nur 40% nur etwa 8% der Ukrainischen Bevölkerung diese 'kleptokratische Oligarchie' wieder gewählt haben. Da es kaum Alternativen gab, sind auch viele gar nicht erst wählen gegangen.... zumindest in dieser Hinsicht sind die Ukrainer aktuellen EU-Verhältnissen schon näher :p
ZitatNein, niemand hat das Interesse, Russland zu demütigen, seine Wirtschaft zu zerstören oder das Land in seiner strategischen und politischen Bedeutung kleinzureden.
Doch! Eine Gruppe amerikanischer Regierungsberater, die glauben, dass bspw die deutsche Wiedervereinigung nur durch den wirtschaftlichen Niedergang der Sowjetunion ermöglicht wurde. Daher will man das gern wiederholen....
...naja und dann gibt's da noch diesen einflussreichen polnischen Alt-Adligen , der da noch eine private, offene Rechnung mit Russland begleichen will ....schlimm, wenn alte, greise Männer noch einen letzten großen Lebenstraum zum Ende Ihres Lebens als Vermächtnis umsetzen wollen - koste es was es wolle - Hauptsache man wähnt sich in den Geschichtsbüchern :mad: -
Zitat
Original geschrieben von Gallium
... polnischen Alt-Adligen, der da noch eine private, offene Rechnung mit Russland begleichen will ...
Welchen Einfluss hat der noch auf die amerikanische Politik?
Wer stimmte der Vertreibung von Millionen Menschen aus ihrer Heimat, nach dem 2. Weltkrieg, zu?
Es waren doch Amerikaner und Briten.
"Landgewinn" auf Kosten der Polen machten Ukraine und Weißrussland. -
Die Finanzgesellschaft Cotelec des alten Jean-Marie Le Pen bekommt auch einen Kredit über zwei Millionen Euro mittels einer zypriotischen Gesellschaft aus staatlich russischen Quellen ( VEB Capital ) auf ein schweizer Bankkonto.

http://www.mediapart.fr/journa…si-pour-jean-marie-le-pen
"La Russie au secours du FN : deux millions d’euros aussi pour Jean-Marie Le Pen
...Parallèlement à l’emprunt par le FN de 9 millions d’euros, l’association de financement présidée par Jean-Marie Le Pen a reçu, en avril 2014, deux millions d’euros d’une société chypriote détenue par Yuri Kudimov, un ancien du KGB reconverti dans la banque d’État russe VEB Capital. L’argent a été envoyé depuis un compte suisse. Le Pen affirme qu’il s’agit d’un prêt.
...
... l’association de financement Cotelec, présidée par Jean-Marie Le Pen, a reçu, le 18 avril 2014, deux millions d’euros d’une obscure société chypriote, Vernonsia Holdings Ltd, via un compte ouvert à la banque Julius Baer, en Suisse. « Un prêt », selon le président d’honneur du FN, en vertu d’une convention signée le 4 avril.
Le bénéficiaire économique de la structure chypriote, Yuri Kudimov, est un ancien du KGB reconverti dans la banque d’État Vnesheconombank investment (VEB Capital), qu’il a dirigée jusqu’en octobre. Cet établissement, détenu à 100 % par l’État russe, est le bras financier du Kremlin. Son conseil de surveillance est présidé par Dmitri Medvedev, et avant lui, Vladimir Poutine. Ce nouveau financement russe en direction du FN porte donc clairement la marque du régime. ..."
Die Front National selbst bekommt bei normalen Banken deshalb keinen Kredit, weil sie ca. 2011/12 nicht in der Lage war, rechtzeitig einen Kredit von ihrer Hausbank zu tilgen. Daraufhin erklärte ihr die Hausbank, daß sie keine weiteren Kredite mehr gewährt. Sowas bekommt jede andere Bank auch mit, welche Kreditanträge prüft. Soviel zur "Verschwörung".
Gerade findet ein Kongress der Front National in Lyon statt. Und was für ein Zufall, das erste mal sind auch russische Abgeordnete als Redner geladen. Andrei Issajew, Vize-Präsident der Duma-Abgeordnetenkammer und Mitglied der Partei Einiges Russland von Putin hält eine Ansprache an die "Lieben Kameraden". Er sagt nichts, was Radio Wedau hier nicht auch schon so verkündet hätte.
http://www.mediapart.fr/journa…-bruyamment-mise-en-scene
" Au congrès du FN, la « camaraderie » russe est bruyamment mise en scène
...Le voilà à la tribune, lancant son discours par un tonitruant « Chers camarades » ! Il s'appelle Andreï Issaïev, il est le vice-président de la Douma russe (Chambre des députés), membre de Russie Unie, le parti de Vladimir Poutine, et invité d'honneur du Front national pour cette première journée de son congrès qui se tient à Lyon samedi et dimanche. Dans la salle plénière du centre des congrès, les rires fusent comme un cri de reconnaissance, suivis d'applaudissements. S’ensuit un discours en russe peu ou non traduit, aux propos virils notamment sur l’Ukraine : « Un coup d’État anticonstitutionnel a été commis au cœur de l’Europe, l’arrivée au pouvoir des forces radicales (…), les héritiers idéologiques de l’Armée insurrectionnelle ukrainienne, l’alliée de Hitler. » Marine Le Pen applaudit. Andreï Isaïev enchaîne les critiques contre les États-Unis et l'Europe, s'en prenant aux « fonctionnaires inconnus de l'Union européenne, pantins des États-Unis ».
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Interviewé, Andreï Issaïev explique à Mediapart (présent dans l'enceinte du congrès malgré l'interdiction du FN – lire notre boîte noire) qu'il a décidé de venir à à Lyon « parce que nous voyons que le FN prend de plus en plus d’ampleur en France ». À moins de trois ans de l'élection présidentielle française, un tel engagement est du jamais vu. Le Kremlin, qui cherche partout en Europe des points d'appui à sa politique, a également dépêché à Lyon le sénateur Andreï Klimov pour représenter la chambre haute du Parlement russe.
Ce samedi, devant les militants, la direction du Front national a décidé de mettre en scène et d'assumer bruyamment ce coup de barre à l'Est. Pour le politologue Pascal Perrineau, présent dans la salle, « c’est un pas de côté dans leur stratégie de respectabilisation. Je ne les ai jamais vus aussi engagés sur la Russie. On a l’impression d’un emballement. Et surtout, cela prouve qu’un lobby pro-russe est à la manœuvre. Ce qui n’est pas fait pour rassurer leurs potentiels partenaires. Cela manque de maturité politique. En politique, la confiance égare », analyse-t-il.
À la tribune, Marine Le Pen a plaidé pour « une Europe de l’Atlantique à l’Oural, et non de Washington à Bruxelles ». ..."
Wer zahlt, bestellt die Musik. Wie oben schon der Politologe Pascal Perrineau vor Ort sagt, er hätte die FN noch nie so für Russland engagiert gesehen.

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Lesen können wir selbst. Selbst französisch bekomme ich der geschriebenen Variante noch auf die Kette.
Welche Schlüsse ziehst Du nun aus den von Dir zitierten Berichten?
Welchen Zusammenhang siehst Du in Bezug auf die Ukraine Krise?
Edit:
Im Gegensatz zu Englisch wird man Französischkenntnisse in Deutschland nicht voraussetzen dürfen. Französisch ist eine Fremdsprache unter vielen, die in deutschen Schulen keineswegs obligatorisch ist. Seinerzeit war ich einer von wenigen, die neben den beiden wesentlichen Fremdsprachen Englisch und Latein noch freiwillig eine dritte belegt hatten.
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Zitat
Original geschrieben von saintsimon
Gerade findet ein Kongress der Front National in Lyon statt.Es handelt sich um einen regulären Parteitag
- dafür gibt es keinen speziellen Begriff im Französischen.Nicht nur die Ansprache "camarades", auch andere Umstände erinnern an glorreiche Sowjetzeiten.
Marine Le Pen wurde mit 100% zur Parteivorsitzenden wiedergewählt, Gegenkandidaten gab es nicht.
Le Pen n°3 aka Marion Maréchal-Le Pen (Enkelin des Parteigründers) wurde erwartungsgemäß ins "comité central" gewählt, welches wiederum das "bureau politique" (dabei handelt es sich um die "Regierung der Partei") bestimmt - alles Sowjetbegriffe, für die es durchaus alternative Bezeichnungen im Französischen gegeben hätte... Mit der Parole "Europa vom Atlantik bis zum Ural anstelle von Washington bis Brüssel" ist also nicht das Geraderücken geographischer Begriffe, sondern die Sowjetifizierung Westeuropas gemeint...ZitatOriginal geschrieben von saintsimon
Die Finanzgesellschaft Cotelec des alten Jean-Marie Le Pen bekommt auch einen Kredit über zwei Millionen Euro mittels einer zypriotischen Gesellschaft aus staatlich russischen Quellen ( VEB Capital ) auf ein schweizer Bankkonto.

"VolksEigener Betrieb Capital" klingt in deutschen Ohren besonders lustig

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Abschuss von MH17: Mutter von deutschem Opfer verklagt Ukraine
"Der Vorwurf laute Totschlag durch Unterlassen. Laut der Klage hätte die Ukraine den Luftraum wegen der Kämpfe mit prorussischen Separatisten für den zivilen Luftverkehr sperren müssen.
Das ist nach Ansicht der Klägerin deshalb nicht geschehen, weil das Land auf die Einnahmen aus den Überfluggebühren nicht verzichten wollte.
Die seinerzeit 700 Überflüge pro Tag hätten dem Staat mehrere Millionen Dollar im Monat eingebracht." -
Zitat
Original geschrieben von rmol
... alles Sowjetbegriffe, für die es durchaus alternative Bezeichnungen im Französischen gegeben hätte ...
Seit wann benutzt die FN diese Begriffe?
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