ZitatOriginal geschrieben von Gallium
Die Zeit der Sowjetunion wird fälschlicherweise immer wieder mit dem heutigen Russland verwechselt. Es gab zwischenzeitlich nicht nur den Zerfall des Imperiums sondern auch einen, von Oligarchen befeuerten wirtschaftlichen Kollaps um 1998 (Soros,Chodorkowskij etc). Das reicht bis hin zu Hungerkatastrophen in einigen Gegenden. Man kann sicher alles mögliche an Putin kritisieren aber er hat aus Sicht der Russen das Land danach wieder wirtschaftlich stark gemacht. ...
Und auch politisch!
Russen sind ebenso patriotisch wie Amerikaner. Zwar können sich letztere nicht vorstellen, dass es Patriotismus noch an einem anderen Ort als den USA geben kann - Russland ist aber ein ebensolcher. Viele Russen würden eher Kohldampf schieben (darin haben viele ohnehin Erfahrung und sind hart im nehmen), als Sanktionen der inzwischen (wieder) regelrecht verhassten Amerikaner nachzugeben.
Die Sanktionen bewirken nämlich das genaue Gegenteil von dem, was die USA beabsichtigten. Anstatt sich von Putin abzuwenden, hat der Antiamerikanismus in Russland (selbst zu Sowjetzeiten) nie gekannte Dimensionen angenommen; Putin hat einen Rückhalt in der russischen Bevölkerung, der sogar den von Kennedy in den USA übersteigen dürfte. Ob der nun bei 84% oder nur bei 75 oder 80% liegt - Putin ist beliebt wie nie. Und das bedingt durch den Umstand, dass er den USA die Stirn bietet.
Die Demütigung der russischen Seele, sie als "Regionalmacht" zu titulieren, war wahrscheinlich der größte Fehler, den die USA im Ukraine-Konflikt gemacht haben. Das hat wirklich gesessen und wird dazu führen, dass Russland seine Stärke unter Beweis stellen wird. Die "Regionalmacht" wird um jeden Preis demonstrieren wollen, dass sie keine ist. Auch diesen Beweisantritt dürfen wir auf unserem Block notieren.
Diese Provokation war zudem vollkommen überflüssig ... aber so was von!