Ukraine / Krimkrise

  • :flop:


    Poroschenko hält Abkommen von Minsk für gescheitert


    Aktualisiert 15. März 2015 17:54 Uhr


    Berlin (AFP) Unmittelbar vor dem offiziellen Beginn eines Besuchs in Deutschland hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko
    das Friedensabkommen von Minsk für gescheitert erklärt.
    "Die Wahrheit ist, dass das Abkommen nicht funktioniert," sagte Poroschenko der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). Minsk sei "für uns Hoffnung, nicht Realität".


    http://www.zeit.de/news/2015-0…fuer-gescheitert-15175428


    Edit: Den Link als Quelle eingefügt. Da wird hier ja extrem viel Wert darauf gelegt. ;)

  • Wie es sich für einen Imperator geziemt wird natürlich an der Erweiterung des Imperiums gearbeitet und weitere Nachbarländer angeknabbert:


    http://www.tagesanzeiger.ch/au…cht-Schule/story/13446848



    " ... Moskau hat mit Südossetien in aller Stille einen Vertrag ausgehandelt, der den Transfer weitreichender Kompetenzen von der seit 1991 von Georgien faktisch unabhängigen Region an Russland vorsieht: Militär und Polizei werden den russischen Sicherheitsbehörden einverleibt, der Kreml übernimmt die Sicherung und Kontrolle der Grenze, inklusive des südlichen Grenzabschnitts, der an Georgien anschliesst. Zudem gelten Russen gemäss der Abmachung in Südossetien nicht mehr als Ausländer und umgekehrt, Beamtenlöhne und Sozialleistungen werden dem Niveau in Russland angepasst, der Kreml wird dafür extra Geld schicken. Und schliesslich wird an den Schulen der russische Lehrplan eingeführt. Damit würde Südossetien als souveräner Staat, den es zu sein vorgibt, aufhören zu existieren. «Es gibt Signale, dass ein Krimszenario wiederholt und Südossetien annektiert wird», warnt die georgische Aussenministerin Tamar Berutschaschwili.


    Schöpfer des Vertrags, den Präsident Wladimir Putin demnächst unterzeichnen soll, ist der Chefideologe des Kremls, Wladislaw Surkow, der schon die gelenkte Demokratie in Russland erfunden hat. Er gilt als Organisator der Annexion der Krim und des Krieges in der Ostukraine, die EU hat ihn deshalb vor einem Jahr auf die Sanktionsliste gesetzt. Nach dem Modell Südossetien will Surkow offenbar auch die zweite von Georgien abtrünnige Region fix an Russland binden: Abchasien pocht auf mehr Distanz zu Moskau, wenn es um die selbst erklärte Souveränität geht. Doch Surkow sagt, er wünsche, dass die Grenze zwischen Russland und Abchasien verschwinde, und legte auch dort einen Integrationsvertrag vor. ..."



    Währendessen werden auf der Krim die Tataren schikaniert und die Rückständigkeit des Starken Staates wird offenbar:
    http://www.tagesanzeiger.ch/au…s-Maerchen/story/10684883

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    Sony: Xperia X Compact;

  • Ein Imperator macht heute nichts ohne seine Atomwaffen, und es vergeht keine Woche, an welcher er uns an diese erinnert:


    http://www.zeit.de/politik/aus…ato-krim-putin-atomwaffen


    " ... Russland wäre für die Krim in den Krieg mit dem Westen gezogen. Zudem hätte das Land vor einem Jahr sein Atomwaffenarsenal für den Fall eines Militärangriffs des Westens in Alarmbereitschaft versetzt. Das sagte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Film des russischen Fernsehsenders Rossia 1. "Wir waren bereit, es zu tun", sagte Putin demnach. Die russische Führung hätte sich der "schlimmsten Wendung gestellt, welche die Ereignisse hätten nehmen können".


    Die russischen Streitkräfte hatten laut Putin damals auf der Krim Raketenabwehrsysteme vom Typ "Bastion" positioniert, die im Falle eines Angriffs durch ein US-Kriegsschiff im Schwarzen Meer einsatzbereit gewesen wären. Den Einsatz hätte allein der Oberkommandierende der Streitkräfte, Putin, erlauben können.


    Mehrere Nato-Staaten hätten im März vergangenen Jahres vor der Schwarzmeerküste Rumäniens Übungen abgehalten. Dem Bericht nach sei der Zerstörer USS Donald Cook der US-Marine mit Cruise-Missiles bewaffnet auf dem Weg zur Krim gewesen. Es sei unklar gewesen, ob der Westen militärisch in den Konflikt eingreifen würde. Er habe seinen westlichen Kollegen mitgeteilt, dass die Krim "historisches Gebiet" Russlands sei, dort Russen lebten und diese in Gefahr seien, sagte Putin.


    Er warf den Kollegen vor, die Nationalisten unterstützt zu haben, die für den Sturz der damaligen ukrainischen Regierung verantwortlich seien. "Doch wo befindet ihr euch? Tausende Kilometer entfernt. Aber wir sind hier, das ist unsere Erde! Wofür wollt ihr dort Krieg führen? Ihr wisst es nicht? Aber wir wissen es. Und wir sind dazu bereit", sagte Putin nach eigenen Worten. "Das war eine ehrliche und offene Haltung. Und ich glaube, niemand wollte einen Weltkrieg auslösen." Russland sei bereit gewesen, dafür seine Streitkräfte einzusetzen und die Atomwaffen in Alarmbereitschaft zu versetzen.


    ...


    Experten des Verteidigungsministeriums hätten Putin als obersten Befehlshaber angeboten, alle Mittel einzusetzen, um nationale Interessen Russlands zu verteidigen. Putin habe jedoch abgelehnt, da der Kalte Krieg vorüber sei und da man keine neue Kuba-Krise gebrauchen könne. Davon abgesehen, seien die Atomwaffen stets einsatzbereit. ..."


    Dann solche Märchen wie:


    "... Dem Schiff der US-Marine sei ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Su-24 gefährlich nahe entgegen geschickt worden. Mehrere US-amerikanische Soldaten hätten daraufhin angeblich um Entlassung aus dem Militärdienst gebeten. Dabei hätten die US-Amerikaner von der "Bastion" noch gar nichts erfahren, heißt es in dem Beitrag. ..."

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  • Zitat

    Original geschrieben von Boomer64
    :flop:


    Poroschenko hält Abkommen von Minsk für gescheitert
    ...


    Es war von Beginn an klar, dass Kriegstreiber Poroschenko das Abkommen torpedieren würde, so ein Erfolg droht.


    Schon während der Verhandlungen hatte er versucht, das Zustandekommen des Abkommens zu verhindern. So schloss er die Gegner aus und bestand wiederum darauf, die Bedingungen mit sich allein auszuhandeln. Hier gab es aber einen Dämpfer für ihn aus Richtung EU - er musste notgedrungen mitspielen, wollte er nicht seine Sympathisanten vergrätzen.


    Als dieser Versuch fehlgeschlagen war, erfand er die Märchen vom "Brückenkopf Debalzewo", den angeblich Tausende (waren es nicht sogar 7.000?) ukrainische Soldaten hielten. Als die Separatisten begannen, einige Hundert bedauernswerte eingekesselte Kreaturen nach Hause zu schicken, fabulierte er von einem Großangriff auf die "ukrainische Armee", um wegen eines angeblichen Verstoßes der Separatisten gegen das Abkommen weiterkämpfen zu dürfen.
    EU-Parlamentspräsident Schulz und andere waren regelrecht entsetzt über das Ausmaß von Poroschenkos Täuschungsversuch.


    Dann weigerte er sich mit dubiosen Argumenten, seine schweren Waffen vereinbarungsgemäß zurückzuziehen. Folge: Wieder ein Dämpfer aus Europa.


    Jetzt, wo das Abkommen die ersten wirklichen Erfolge zeigt, wundert es nicht, dass er sich wieder als Märchenonkel versucht. Voraussehbare Folge in Deutschland:


    Poroschenko verkennt, dass er als Bittsteller angekrochen kommt, der sich seine dummen Geschichten, die hier wirklich niemand mehr hören will, besser sparen sollte ... sonst gibt's wieder was auf die Mütze. Ich gehe davon aus, dass er wie ein begossener Pudel mit einigen Almosen wieder nach Hause ziehen wird.


    Auch wenn das in Diplomatenkreisen sicher "eleganter formuliert" werden wird. :p



    Auch von mir noch ein Link:
    Die bittere Wahrheit über die Situation der Ukraine ist hier nachzulesen. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die EU das zur Rettung der Ukraine erforderliche Kapital in die Hand nehmen wird ... never ever, so traurig das auch sein mag.


    Der "amerikanische Traum" der Maidan-Aktivisten bedeutet eben auch, dass finanziell jeder für sich selbst sorgen muss, wenn er nicht verrecken will. Sie wollten den Kapitalismus? Jetzt werden sie ihn hautnah erleben dürfen. Suum cuique ... das wussten schon die alten Römer.

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    In deinem Zitat und deiner Übersetzung hast du (sicher rein zufällig :D ) vergessen, dass dies für das vorige Jahrhundert, die beiden Weltkriege und den kalten Krieg galt - von der Gegenwart (wie in deiner "Übersetzung") ist nicht die Rede...

    Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, die Rede des Stratfor-Chafs mal anzuschauen, würdest Du merken, dass er das auch für die Zukunft als US-Doktrin ansieht.
    im letzten Drittel des Videos erläutert er das Ziel, mit einem Gürtel vom Baltikum bis zur Ukraine die Verbindung Deutschland-Russland nachhaltig zu zerstören.
    Eine Verknüpfung russischer Ressourcen und Märkte mit Deutscher Wirtschaftskraft wird von den Amerikanern als Bedrohung angesehen - nach amerikanischer Lesart eine 'Dauerbedrohung'
    Darum dreht sich fast der ganze Vortrag :rolleyes:

    Zitat

    Dementsprechend ist auch deine Übersetzung falsch... Wenn man nicht alle angegebenen Quellen selber gegenprüft...

    Die Übersetzung ist schon deshalb nicht falsch, weil sie quasi den Gesamtvortrag in einem Satz zusammenfasst.
    BTW: Das oben verlinkte Video ist mit deutschen Untertiteln, weshalb wir darüber nicht streiten müssen - kann jeder selbst im Original nachlesen :p

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Es war von Beginn an klar, dass Kriegstreiber Poroschenko das Abkommen torpedieren würde, so ein Erfolg droht.

    Derzeit bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Waffenstillstand zu akzeptieren, da die ukrainische Armee geschlagen wurde. Wäre Minsk nicht gewesen, wären die Separatisten ohne nennenswerten Widerstand weiter marschiert.
    Wie beim letzten Waffenstillstand wird die Zeit aber für die Neuaufrüstung und Mobilisierung genutzt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, die Rede des Stratfor-Chafs mal anzuschauen, würdest Du merken, dass er das auch für die Zukunft als US-Doktrin ansieht.
    im letzten Drittel des Videos erläutert er das Ziel, mit einem Gürtel vom Baltikum bis zur Ukraine die Verbindung Deutschland-Russland nachhaltig zu zerstören.
    Eine Verknüpfung russischer Ressourcen und Märkte mit Deutscher Wirtschaftskraft wird von den Amerikanern als Bedrohung angesehen - nach amerikanischer Lesart eine 'Dauerbedrohung'

    Eine "Verbindung Deutschland-Russland" gab es in jüngster Zeit nur nach dem deutschen Einmarsch in Westpolen und dem sowjetischen Einmarsch in Ostpolen als direkte Folge des Hitler-Stalin-Pakts. Dass du dich danach zurücksehnst - deine diverse Äußerungen über Polen in diesem Thread sprechen übrigens auch dafür - ist deine Sache... aber dass Amerikanern (neben den Polen und Balten) das nicht gefällt, kann ich sehr gut verstehen.


    Besagten "Gürtel vom Baltikum bis zum schwarzen Meer" gibt es übrigens schon seit den 2000er Jahren in Form der neuen Nato-Staaten, ich wüsste nicht, inwiefern der von nicht nationalistischen Kreisen als "Störung" der Beziehungen zu Russland wahrgenommen worden wäre... Wieso soll der Gürtel dann ein zukünftig noch zu erreichendes "Ziel" sein wie von dir behauptet?


    Wie ich schon sagte kann man das Stratfor-Video durchaus kritisch sehen - z.B. halte ich die Heraushebung von Ex-Kanzler Schröders Rolle als "Gazprom-Boardmitglied" für übertrieben und sicher nicht repräsentativ für deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen.


    Und natürlich ist deine Übersetzung falsch, sie stimmt ja nicht mal mit den Untertiteln der sichtbar kritischen Autoren des Zusammenschnitts überein.

  • Nachdem Putin ja mittlerweile selber zugegeben hat, die Krim mit Kraft seiner Armee völkerrechtswidrig annektiert zu haben, könnten wir uns doch jetzt darauf einigen, nicht mehr das verharmlosende Wort "Separatisten" zu benutzen (die gab es auf ukrainischer Seit sowieso zu keiner Zeit in nennenswerter Zahl) sondern stattdessen wahrheitsgemäß von der "russischen Armee" zu sprechen. Ich empfehle den diversen Beitragsautoren hier im Forum mal ihre eigenen, vergangenen Beiträge aus dieser neuen Perspektive zu lesen.

    iPhone 15 Pro im o2 Netz

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Die Übersetzung ist schon deshalb nicht falsch, weil sie quasi den Gesamtvortrag in einem Satz zusammenfasst.
    BTW: Das oben verlinkte Video ist mit deutschen Untertiteln, weshalb wir darüber nicht streiten müssen - kann jeder selbst im Original nachlesen :p

    Du verwendest hier die selben Methoden, die Du vermutlich sonst bei der westlichen "Lügenpresse" kritisierst. Das ist schon bedenklich.

    iPhone 15 Pro im o2 Netz

  • Zitat

    Original geschrieben von john-vogel
    Du verwendest hier die selben Methoden, die Du vermutlich sonst bei der westlichen "Lügenpresse" kritisierst. Das ist schon bedenklich.

    Nicht nur in dieser Frage geht er methodisch vor, sein Bestreben einen Keil zwischen deutsch-amerikanische Beziehungen zu stoßen ist ja unverkennbar. Dann noch das Gefasel von angeblich funktionierenden deutsch-russischen Verbindungen, die "zerstört" werden sollen... lächerlich.

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