In Deutschland darf es aber auch nicht dazu kommen, dass nur noch 3 Netze in der Luft sind; vier Netze sehe ich schon auch als quasi Minimum, um eine gewisse echte Wettbewerbssituation aktiv halten zu können. Wobei die deutschen Netze sich lange Zeit wirklich viel zu wenig um den vollen Netzausbau gekümmert haben. Der Netzausbau sollte für die bestehenden und kommende Netze von der BNetzA verpflichtend festgeschrieben werden, und bei Nichterfüllung erlischt die Lizenz - dann muss das Netz einem neuen Betreiber verkauft werden. Mit solchen Vorgaben gibts in Deutschland sicher bald eine Vollversorgung mit Mobilfunk und UMTS und LTE.
Liquid Broadband - 4. Mobilfunknetz-Betreiber in Deutschland(?)
-
-
-
Drei Netze sollten doch auch funktionieren. Diese drei Netze können die Frequenzen bestimmt besser nutzen als LB. Wie sollen sie den Netzausbau in Gegenden, in denen es keine gute DSL-Anbinbung gibt, stemmen wenn sie nicht einmal die Lizenzen bezahlen können.
Außerdem scheitert das ganze in Städten schon daran, das es normalerweise nicht gestattet ist einen privaten Internetanschluss kommerziell zu nutzen. Und warum sollten die Leute ihre Bandbreite abgeben? Dazu kommen dann noch weitere Fragen, was die Zuverlässigkeit angeht. Nehme ich einmal kurz meinen Router vom Netz um den Schrank aufzuräumen, ist ein bestimmter Bereich direkt ohne Netz und bestehende Verbindungen werden getrennt. Toll. -
Zitat
Original geschrieben von _IO_LIB
Außerdem scheitert das ganze in Städten schon daran, das es normalerweise nicht gestattet ist einen privaten Internetanschluss kommerziell zu nutzen.Bei Femtos interessiert das aktuell auch keinen. :confused:
-
Bei den Femtos bist Du IMHO eh Kunde den jeweiligen DSL/Mobil Anbieters.
Oder hat hier jemand eine o2 oder Vodafone Femto am Telekom oder gar 1u1 Anschluss am laufen?-bas-
-
Zitat
Original geschrieben von flensi
Bei den Femtos bist Du IMHO eh Kunde den jeweiligen DSL/Mobil Anbieters.Würde ich pauschal so nicht sagen.
-
Die aktuellen Femtos dürften aber vergleichsweise irrelevant sein im Vergleich zu einem ganzen Netz, dass nur aus Femtos besteht.
-
Zitat
Original geschrieben von flensi
Bei den Femtos bist Du IMHO eh Kunde den jeweiligen DSL/Mobil Anbieters.
Denke eher sogar die wenigsten Kunden mit Vodafone oder o2 Femtocell nutzen auch Vodafone oder o2 DSL. Weil Vodafone und o2 doch DSL nur aus der Vermittlungsstelle schalten koennen. Und das ist dan gerade an abgelegenen Orten nicht brauchbar.Denke werden die meisten Femtocells eher an Telekom DSL ueber Outdoor DSLAM haengen.
Oder in Hinterhofwohnungen in der Stadt wohl oft auch an Kabelinternet.
-
Ich denke Liquid Broadband beabsichtigt gar nicht ein flächendeckend verfügbares Netz aufzubauen. Eher vermute ich ein Geschäftsmodell wie das des norwegischen Anbieters Cloudberry dahinter - der hat 2*10MHz Spektrum im 2600MHz-Band und betreibt ausschließlich Picos und Femtos an urbanen Hotspots einschließlich vieler indoor Flächen um die großen inländischen Netzbetreiber bei sich roamen zu lassen.
-
Zitat
Original geschrieben von Senfdazugeber
Ich denke Liquid Broadband beabsichtigt gar nicht ein flächendeckend verfügbares Netz aufzubauen. Eher vermute ich ein Geschäftsmodell wie das des norwegischen Anbieters Cloudberry dahinter - der hat 2*10MHz Spektrum im 2600MHz-Band und betreibt ausschließlich Picos und Femtos an urbanen Hotspots einschließlich vieler indoor Flächen um die großen inländischen Netzbetreiber bei sich roamen zu lassen.Und das bringt genau was gegenüber der Versteigerung der Frequenzen direkt an die NB´s? Dazu ist das Ganze ja im 2600 MHz Band, Liquid Broadband will aber das Frequenzen aus dem 700 MHz Band für Lau haben, die sind nicht gerade für kleine Hotspots nutzbar.
-
Zitat
Original geschrieben von flamesoldier
Und das bringt genau was gegenüber der Versteigerung der Frequenzen direkt an die NB´s?Verstehe Deine Frage nicht, denn ich habe mich nicht zum Vergabemodus geäußert. Aber Versteigerungen in bekannter Form schützen nur das bestehende Oligopol und entziehen diesem auch noch Kapital, das für den Netzaufbau erforderlich ist. Und der Bund mißwirtschaftet anschließend mit den vereinnahmten Erlösen.
ZitatDazu ist das Ganze ja im 2600 MHz Band, Liquid Broadband will aber das Frequenzen aus dem 700 MHz Band für Lau haben, die sind nicht gerade für kleine Hotspots nutzbar.
Werden sie aber nicht bekommen. Meinen Deut auf Cloudberry solltest Du etwas abstrakter betrachten - das Konzept bestimmte Versorgungsbereiche von einem neutralen Infrastrukturprovider bedienen zu lassen, läßt sich doch auch in anderem Maßstab realisieren. Statt daß dünn besiedelte Bereiche teuer von drei Netzbetreibern versorgt werden, könnte hier nur einer versorgen und die anderen drei roamen lassen. Im Prinzip wäre das auch nur eine Form des Infrastructure Sharing.
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!