Elektroautos Akkutechnik Argumente und Diskussionen
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Aber ganz schnell zurück in den Ukraine Thread mit dir !
ZitatOriginal geschrieben von fahrsfahrwerkaus
Für mich ist Elektromobilität in erster Linie der Spass am Neuen, Technikverliebtheit usw. Der finanzielle Aspekt spielt kaum eine Rolle.Ja eben. Ich denke mal das ist bei den meisten Elektroauto Fahrern die Motivation. Und deswegen fahren auch nur so wenige mit einem reinen Elektroauto rum.
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Dieser Vergleich hinkt gewaltig.Nun, das hatte ich ja bereits selbst eingeräumt *ascheaufhaupt*
ZitatNur stehen beim PKW ausgereifte alternative Antriebstechniken zur Verfügung, die zum einen momentan noch vielseitiger sind, als Elektromotoren (etwa in Sachen Reichweite)...
Hier würde ich, wie oben bereits erwähnt zwischen dem <Antrieb> und der zum Antrieb erforderlichen <Infrastruktur> unterscheiden wollen.
Der E-Motor (Antrieb) ist einem Verbrennungsmotor in vielfältiger Hinsicht haushoch überlegen:
nahzu verschleißfrei, kein standby-Verbrauch, kein Getriebe/Kupplung usw. usf.
...und um es nochmals deutlich zu machen E-Antrieb ist ein alter Hut und muss nicht neu erfunden werden.
Es geht um die elektromobile Infrastruktur:
Stell Dir aber vor, Du hättest ein 'Strom-Versorgungsnetz' (Infrastruktur) in der Dichte von Tankstellen - also Strom stets in erforderlicher Reichweite. Unser heutiges Tankstellen-, Werkstatt-, Dienstleistungs-Netzwerk hat Jahrzehnte der Entwicklung gebraucht.ZitatSo viel Toleranz muss sein.

Selbstredend
...aber vllt auch die Bereitschaft als Mitglied unserer automobilen Gesellschaft seinen Teil beizutragen? Die deutsche Wirtschaft lebt zu einem existenziellen Prozentsatz von der Automobilbranche. Wir können es uns einfach nicht leisten, dies nicht zu fördern - es muss ja nicht gleich ein eigenes E-Auto sein :p
ZitatWürden E-Mobile aus öffentlichen Kassen so gefördert, wie seinerzeit Kernkraft, Windkraft und Photovoltaik, gäbe es auch wieder Idealisten.

Warum nicht bspw die Maut dafür investieren :cool:
ZitatStell Dir nur mal vor, Microsoft würde von den Beta-Testern einer neuen Windows-Version mehr Geld verlangen, als von den späteren Käufern des fertigen Produkts. Ich denke, auch Du würdest von einer sehr überschaubaren Zahl an Interessenten ausgehen ...
Nicht unbedingt. Das ist imho eine Frage des Marketings. Viele neue Smartphones, TVs etc kommen mit 'heiss gestrickter Firmware' auf den Markt und werden dennoch gekauft - weil sie Dank Marketing ein gewisses 'Prestige', 'LiveStyle' o.ä. verkörpern.
ZitatOriginal geschrieben von Trialer
Die Gewinnung von Öl, der Transport und das Anfackeln von Abfallstoffen ist selbstverständlich völlig umweltfreundlich und abgasfrei :gpaul:Kohlenwasserstoffe wie Benzin, Diesel etc verbrennt aber nur zu rund 1/3 zu Kohlendioxid. Der Rest ist Wasserstoff, der zu Wasser verbrennt. (bezogen auf die atomaren Bestandteile, nicht die molare Masse)
Insofern wären E-Autos mit Kohlestrom tatsächlich ein Rückschritt.Ich versuche mal noch eine Metapher:
Wenn ich einen Fleischer boykottiere, weil er Fleisch aus nicht-artgerechter Haltung verarbeitet, kann ich schon einen gewissen Druck ausüben - so, wie es Frankie beim Braunkohlestrom macht.Aber, Frankie, vllt ist der Fleischer sonst ein 'Guter' und zahlt bspw faire Löhne oder so :apaul:
Daher favorisiere ich die direkte Kritik am Verursacher. Die E-mobilen Protagonisten haben schon Probleme genug
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Original geschrieben von Christian
saintsimon: Dieser Quatsch hat hier nichts verloren. Aber auch wirklich gar nichts.BTT.
OT: Werter Christian, meine Wortwahl war sicher drastisch, aber leichtfertig sage ich sowas nicht.http://www.telefon-treff.de/sh…ostid=5158108#post5158108
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass genetische Abkömmlinge der seinerzeit in die USA eingewanderten Taugenichtse und Tagediebe derartiges lustig finden. ... -
Zitat
Original geschrieben von fahrsfahrwerkaus
... Für mich ist Elektromobilität in erster Linie der Spass am Neuen, Technikverliebtheit usw. Der finanzielle Aspekt spielt kaum eine Rolle.
Das gilt jetzt speziell für Dich. Ganz allgemein sehe ich schon den monetären Faktor als Hindernis für die Etablierung dieser Technik und der erforderlichen flächendeckenden Infrastruktur vor Ort.Das Problem der E-Mobilität wurde von Gallium benannt - das Fehlen der Infrastruktur auf lokaler Ebene. Sind es dann nur Technikbegeisterte wie Du, die bereit sind, für den Personentransport von A nach B bei gleicher Fahrzeugausstattung wegen des E-Antriebs noch mal kräftig draufzulegen, wird die Zahl zugelassener E-Mobile kaum das für eine flächendeckende Versorgung notwendige Investitionsvolumen induzieren.
Will man den Teufelskreis "Wenige E-Mobile -> wenig Infrastruktur -> wenig Interessenten -> wenige E-Mobile (auch, weil sie teuer bleiben)" durchbrechen, ist eine Anschubförderung dieser Technik erforderlich, wie es sie bei den erneuerbaren Energien auch gegeben hat. Ich halte es für offensichtlich, dass das übergroße Interesse an der Erzeugung erneuerbarer Energien zum größten Teil auf lukrativen Einspeisevergütungen und sonstiger Förderung aus öffentlicher Hand beruht (hat). Nur so konnte der große Anteil dieser Art der Energieerzeugung überhaupt erreicht werden.
Ich gehe davon aus, dass entsprechendes für die E-Mobilität gilt. Wären mit E-Mobilen durch öffentliche Förderung finanzielle Vorteile gegenüber der herkömmlichen Technik verbunden (entsprechend der Einspeisevergütung), würde ihr Anteil in der Zulassungsstatistik sprungartig ansteigen. Der Steuervorteil (ich zahle aufgrund vorzüglicher Abgaswerte um 40,- € jährlich) ist doch weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein. Und weil die E-Mobilität momentan insbesondere für Wenigfahrer eine Alternative sein dürfte, sind die Energiekosten eher zweitrangig. Mein privates Kfz tanke ich nur alle paar Monate einmal auf. Für längere Strecken nutze ich ohnehin andere Transportmittel.
Wäre die Bundesregierung tatsächlich an einem deutlichen Anstieg der Zulassungszahlen interessiert, ginge das m.E. nur über eine Förderung bei den Anschaffungskosten. Solange E-Mobile deutlich teurer bleiben als Verbrenner, kann sich kein großes Interesse entwickeln. Schaut man sich die Vermögensverteilung in unserer Republik an, wird man auf den Anteil derer, die überhaupt mehr Geld für gleiche Leistung ausgeben können/wollen, schließen können.
Der geringe Wertverfall mag ein schlagendes Argument sein - für die meisten Käufer dürfte aber die absolute Höhe der Anschaffungskosten der wesentlichere Aspekt sein. Wer aus diesem Grund kein E-Mobil kauft, dem wird man das kaum vorhalten können. Auch ich gehöre im übrigen zu denen, die nicht bereit sind, die Entwicklungskosten dieser neuen Technik mit einem fünfstelligen Betrag zu bezuschussen, ohne im Alltag dafür einen erkennbaren Vorteil zu bekommen. Aber bis zu diesem Punkt komme ich aus bereits benannten Gründen (vorerst) noch gar nicht.
Edit:
Und wenn der (noch) recht hohe Anteil der Braunkohle bei der Stromerzeugung für mich ein k.o.-Kriterium darstellt, ist das meine persönlich Entscheidung, die hier in Bezug auf meine Person weder kommentiert noch diskutiert werden muss. Ebenso wie die Entscheidung, dass ein Fahrzeug in den Farben silber oder grün für mich nicht in Frage kommt.
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Original geschrieben von saintsimon
OT: Werter Christian, meine Wortwahl war sicher drastisch, aber leichtfertig sage ich sowas nicht.Das weiß ich. Hier hat das aber dennoch nichts verloren.
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Denke Elektroautos haben immer ein "Nutzendilemma"
Wenn man nicht allzuweit faehrt, sondern in der naeheren Umgebung, dann kommt man nie auf eine Laufleistung wo sind ein Elektroauto lohnen wuerde. Wer nur so 10.000 km im Jahr faehrt, fuer den sind Kilometerkosten fast egal. Wichtiger ist da eher ein guenstiger Anschaffungspreis.
Und wenn wer viel feahrt, der faehrt wohl meist auch Lange Strecke oder aber Kurzstrecken am Stueck ohne Lademoeglichkeit dazwischen. Ein reines Elektroauto geht dann eh nicht, und auch ein Elektroauto mit Range-Extender wird dann unrentabel wenn es immer zu 2/3 auf Range-Extender laufen muss.
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Hier in der Stadt wurden und werden verschiedene Busse mit Elektroantrieb von den Stadtwerken im Linienverkehr erprobt. Nächstes Jahr soll dann entschieden werden, ob in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren die gesamte städtische Busflotte auf reinen Elektroantrieb umgestellt wird, welche dann den von den Stadtwerken selbst erzeugten Strom nutzen werden.
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Original geschrieben von Anja Terchova
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Und wenn wer viel feahrt, der faehrt wohl meist auch Lange Strecke oder aber Kurzstrecken am Stueck ohne Lademoeglichkeit dazwischen. ...
Insoweit wurden auch schon Modelle diskutiert, bei denen an der "Tanke" der entladene Akku in Minuten gegen einen geladenen getauscht wird. Wohl eine der (momentan) praxistauglichsten Denkmodelle.Andererseits wird schon hieran deutlich, dass bisher kein Standard im Ladeprozedere existiert (wie etwa genormte Zapfpistolen bei Verbrennern). Die Hersteller kochen ihr eigenes Süppchen, wobei der eine die Akkus tauscht, der andere zum Laden Wechselstrom verwendet und der nächste Gleichstrom.
Vor dem Hintergrund, dass die gegenwärtigen Zulassungszahlen ohnehin nicht auf die baldige Schaffung einer ausreichenden Infrastruktur deuten, sorgt der Wirrwarr um das Befüllen der Akkus für weitere Unsicherheit. Auch die Möglichkeit, den Akku in der eigenen Garage langsam über Nacht mit Wechselstrom (Drehstrom werden wohl die wenigsten in der Garage haben) in gewissem Umfang aufzufrischen bzw. nachzuladen, sieht m.W. nicht jeder Hersteller vor. Für Wenigfahrer wäre das aber eine attraktive Lösung - und sogar ein Vorteil gegenüber einem Verbrennungsmotor.
Wie sieht es eigentlich mit der Selbstentladung der Hightech-Akkus aus, wenn die Fahrzeuge zum Teil über Wochen ungenutzt in der Garage schlummern?
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Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Auch die Möglichkeit, den Akku in der eigenen Garage langsam über Nacht mit Wechselstrom (Drehstrom werden wohl die wenigsten in der Garage haben) in gewissem Umfang aufzufrischen bzw. nachzuladen.Wer sich ein Elektroauto kauft der sollte auf den Fall einen 400V Anschluss haben damit Schnellladung geht.
Man moechte ja auch oft nach der Arbeit am Feierabend noch wohin fahren. Und dann hat man nicht Zeit fuer eine langsame Ladung.
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Wie sieht es eigentlich mit der Selbstentladung der Hightech-Akkus aus, wenn die Fahrzeuge zum Teil über Wochen ungenutzt in der Garage schlummern?Denke so 3 Wochen wenn man im Urlaub ist oder krank ist darf kein Problem sein.
Und laenger laesst man doch ein Auto eh nicht stehen wenn man es selber hat. Wer nur alle paar Wochen ein Auto braucht, der mietet sich besser nur eins.

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