Bundesagentur für "Arbeit" ?

  • Zitat

    Original geschrieben von lisari
    Aha, sehr interessant. Trifft das auch zu, wenn man in solchen Formularen "Selbstständig" ankreuzt?


    Gruß
    Lisa


    Das ist je nach Produkt und Bank unterschiedlich. Es wird zum Beispiel unterschieden, ob der Selbstständige einen Handelsregistereintrag hat, oder ob er ein selbstständiger Hermes- Paketauslieferer ist, und auch wie lange das Gewerbe existiert, wie viel Gewinn gemacht wird etc.

  • Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Das kommt wohl auf den Gewinn des Selbstständigen an. Gemessen wird der am schlechtesten Geschäftsjahr der letzten 10 Jahre ( bei unserer SPK genügten die letzten drei Jahre) Aber von der SPK reden wir hier höchstwahrscheinlich nicht


    In meinem Fall reden wir nicht von der HASPA oder so :) .


    Eine Kreditkarte bekommt bei unseren Anträgen jeder solide Selbstständige.
    Einen Kredit über z.B. 20.000€ schon etwas schwerer. Jedenfalls wird dann der Antrag manuel von einem Fachmann geprüft, und wird nicht so wie bei Angestellten automatisiert von der Software entschieden.

  • @ SAR


    Deine erfahrungen bzw. die Deines kumpels wundern mich nicht im geringsten. Meine holde (drei ! berufsqualifizierende abschlüsse) hatte vor vielen jahren 'mal das zweifelhafte vergnügen mit diesem wasserkopfmonster. Null vermittlungsvorschläge über viele monate, dann einer, der ihr wahrscheinlich nur versehentlich zuging, weil überhaupt nicht zu ihrem lebenslauf passend (auch der dennoch umgehend kontaktierte arbeitgeber konnte sich nicht erklären, wieso sie dieses angebot erhalten hatte). Mittlerweile längst selbständig, aber formal nie beim AA abgemeldet, hat sie seitdem kein einziges weiteres angebot erhalten....

    vielen dank für alle hilfreichen antworten


    Der teuro ist tot, es lebe die neue alte DM. Wetten auf 10-jahres-sicht werden angenommen (gibt's da eigentlich internet-wettanbieter für?).

  • Zitat

    Original geschrieben von Ma-Dai
    So uninteressant finde ich den Artikel nicht. Wer eine Aussage wie "Unter 4.000€ Netto geh ich lieber zum Amt als lange zu pendeln" trifft, sollte sich einfach mal vor Augen führen, dass jemand mit 4.000€ Netto zu den Top-Verdienern in Deutschland gehört und es so ein Einkommen in der Regel auch nur mit einer gewissen Flexibilität im oben genannten Zielkonflikt gibt.


    Das heißt natürlich noch lange nicht, dass man einen schlecht bezahlten Job mit so hohem Zeitaufwand annehmen sollte, würde ich auch nicht machen wollen. Vor allem wenn das Pendeln mit Sicherheit einen Großteil des Einkommens auffressen wird.

    Die 4000€ Nettoanspruchshaltung kam ja eben garnicht alleinstehend, sondern ausschließlich in Zusammenhang mit täglich 3 Stunden Pendelfahrt. Aber diese Anspruchshaltung können natürlich sowieso nur der Bevölkerungsteil entwickeln, der unabhängig von der Entfernung realistische Chancen auf einen Nettolohn jenseits dieser 4000€ hat.


    Ich denke, daß eine halbe Stunde für eine einfache Fahrt zur Arbeit nicht nur häufig ist, sondern vielleicht dem Durchschnitt schon nahekommt - macht pro Arbeitstag eine Stunde. Hier haben wir zwei Stunden mehr, sodaß der Stundenlohn rechnerisch um 20% sinkt. Die angegebenen 1900€ brutto entsprechen 11€ pro Stunde - ist ja schonmal kein Niedriglohn und es geht ja hier auch nicht um lebensteure Metropolen oder Ballungsräume. Rechnerisch 20% weniger macht 8,80€. Für einen erlernten und erfahrenen Beruf ist das natürlich wenig. Persönlich würd' ich das aber wohl noch eher machen, als mich dem Monster Arbeitsleihe auszuliefern. Zudem wird man ja weiter die Augen offenhalten nach besser bezahlten oder näheren Arbeitsstellen seines Berufes, wo man sich dann aus einer existierenden und qualifikationsbezogenen Anstellung heraus besser bewerben kann, als aus Arbeitslosigkeit oder fachfremder Leiharbeit.


    P.S.: Die aktive Vermittlungstätigkeit des Arbeitsamtes sollte man getrost ganz hintenanstellen. Da kommt in aller Regel fast gar nichts; Brauchbares und Angemessenes noch viel weniger. Wenn man den vermittelnden Personalanteil dort freisetzen würde, dann würde man wohl mehr Arbeitslosigkeit erzeugen, als man ansonsten nicht vermittelte Relationen Arbeitsloser und erfolgreiche Arbeitsamtstellenvermittlung zu vermissen hätte. Die Stellenbörse taugt was und die Vermittlung von Auszubildenden könnte man auch belassen, aber der Rest ist nur Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Amtssschimmels.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Die 4000€ Nettoanspruchshaltung kam ja eben garnicht alleinstehend, sondern ausschließlich in Zusammenhang mit täglich 3 Stunden Pendelfahrt.


    Richtig ;)
    Wobei es egal ist ob das Überstunden sind, die Fahrten betrifft, oder Arbeit die Zuhause erledigt wird ist. Ich habe schon mal in einem anderen Thread geschrieben das ich den Standpunkt vertrete in dem es so etwas wie Freizeit nicht gibt. Bzw. das Leben besteht für jeden aus 24h Freizeit. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Davon opfert man einen Teil um das Leben zu finanzieren.


    Wer viel opfert sollte auch entsprechend bezahlt werden um früher in Rente gehen zu können. Einfach nur um die geopferte/verlorene Zeit später zu leben. Wenn er sich zu Tode arbeiten will kann er das auch machen aber die Möglichkeit sollte jedem gegeben sein. Die Menschen sollten aufhören so zu tun als würde ihnen die Industrie einen Gefallen tun indem man sie einstellt. ;)

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Richtig ;)
    Wobei es egal ist ob das Überstunden sind, die Fahrten betrifft, oder Arbeit die Zuhause erledigt wird ist. Ich habe schon mal in einem anderen Thread geschrieben das ich den Standpunkt vertrete in dem es so etwas wie Freizeit nicht gibt. Bzw. das Leben besteht für jeden aus 24h Freizeit. 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Davon opfert man einen Teil um das Leben zu finanzieren.


    Wer viel opfert sollte auch entsprechend bezahlt werden um früher in Rente gehen zu können. Einfach nur um die geopferte/verlorene Zeit später zu leben. Wenn er sich zu Tode arbeiten will kann er das auch machen aber die Möglichkeit sollte jedem gegeben sein. Die Menschen sollten aufhören so zu tun als würde ihnen die Industrie einen Gefallen tun indem man sie einstellt. ;)


    Dann sind wir uns doch eigentlich fast einig :)


    Es ist immer nur eine Frage der persönlichen Prioritäten. Wer unbedingt ein hohes Einkommen haben will, sollte sich mit den damit einhergehenden Nachteilen (seien es jetzt lange Arbeitszeiten oder ständige Erreichbarkeit) arrangieren können. Oder eben anders priorisieren.


    Gerade im Niedriglohnbereich (und 1.900 € Brutto gehört für mich dazu, da können manche Studenten durch Nebenjobs und Steuervorteile mehr Netto verdienen) sehe ich in meinem Bekanntenkreis eine ziemliche Hire-and-Fire und "Mach bloß viele unbezahlte Überstunden wenn du fest übernommen werden willst" Mentalität der Firmen. Also wenig Geld, viel Arbeit, keine Sicherheit. Warum die sich das gefallen lassen, ist mir ein Rätsel. Aber so lange es immer den nächsten Dummen/Verzweifelten gibt, oder die Zeitarbeitsfirma des Vertrauens einspringt, kann es ja noch weitergehen...


    Um mal wieder halbwegs zurück zum Thema zu kommen: In meiner Heimatregion sind es eigentlich auch nur die oben beschriebenen Jobs, die über das Arbeitsamt (oder wie auch immer sich das gerade nennt) vermittelt bzw. in einigen Fällen aufgezwungen werden. Vernünftige Jobs kann man nur durch Vitamin B oder Initiativbewerbungen finden.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Der Nachteil eines Zeitarbeitsjobs besteht auch darin, dass die persönliche Bonität auf 0 sinkt. Wer Zeitarbeit macht, ist automatisch kaum kreditwürdig. Mit dem Hausbau oder Auto auf Kredit wird es dann nichts.
    Das vergessen die paar Leute, die ansonsten mit Zeitarbeit zufrieden sind.


    Das es so extrem ist kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


    Eine normale Kreditkarte bis 2.000 Euro Verfuegungsrahmen und nochmal so 1.000 Euro als Dispo auf das Konto sollten auch fuer einen normalen Zeitarbeiter kein Problem sein.


    Autofinanzierung auch nicht, weil da hat ja dann die Bank das Auto als Sicherheit.


    Andere groessere Kredite oder Immobilienfinanzierung koennen natuerlich schon zum Problem werden, aber das dann jemand gerade das beantragt wenn er gerade in Zeitarbeit steckt ist doch eher unwahrscheinlich.


    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    In meinem Bekanntenkreis gibt es noch eine Person die durchgehend negative Erfahrungen mit dem AA gemacht hat. Gerade auch was die Aktualität von Stellenvorschlägen betrifft. Job-Internetportale die momentan ebenfalls wie Pilze aus dem Boden schiessen, sind deutlich aktueller. Paradoxerweise sind das irgendwelche Startups, die selber vor Jahren durch die AA`s gefördert wurden


    Ich frage mich daher wie ich meine berechtigt, wozu es Arbeitsämter überhaupt noch gibt. Geht es nur noch um die Zuweisung von Geldern und darum den Arbeitslosen möglichst ohne grossen Aufwand in HartzIV zu begleiten ?


    Also denke nicht das man da jetzt dem Arbeitsamt einen Vorwurf machen kann.


    Du hast doch geschrieben das in seiner Branche jetzt keine Saison ist. Woher soll da dann das Arbeitsamt eine Stelle nehmen?


    Und in irgendeinen Hilfsjob für 9 EUR/h vermitteln macht auch keinen Sinn, wenn er fast 1.100 EUR Arbeitslosengeld bekommt. Weil mit Fahrtkosten haette er dann trotz Job weniger Geld als wenn er arbeitslos ist. Wenn ihn das Arbeitsamt in sowas zwingen wuerde waere auch wieder das Geschrei gross.


    Denke am Besten ist es sich einfach in Eigeninitiative um einen neuen Job zu kuemmern. Vielleicht schafft er es ja auch wenn jetzt keine Saison ist, trotzdem schon wenigstens mal einen Arbeitsvertrag zu bekommen, auch wenn der dann vielleicht erst ab Maerz oder April gilt. Dann haette er schonmal wieder Sicherheit und Selbstbewusstsein gewonnen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Das es so extrem ist kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.


    Schade, dass Dein Vorstellungsvermögen nicht so gut ausgeprägt ist.


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova Eine normale Kreditkarte bis 2.000 Euro Verfuegungsrahmen und nochmal so 1.000 Euro als Dispo auf das Konto sollten auch fuer einen normalen Zeitarbeiter kein Problem sein.


    Vielleicht sind 3000€ Kreditrahmen dann möglich, wenn einen die Bank schon Jahre kennt. Bei einer Onlinebank wird das Neukunde fast unmöglich.


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Autofinanzierung auch nicht, weil da hat ja dann die Bank das Auto als Sicherheit.


    Andere groessere Kredite oder Immobilienfinanzierung koennen natuerlich schon zum Problem werden


    Ein Autokredit soll mit dem Auto als Sicherheit möglich sein, aber ein Immobilienkredit mit der Immobilie als Sicherheit nicht ?! Das ergibt nicht unbedingt Sinn...


    Ich würde wie schon geschrieben auch Zeitarbeit machen, wenn ich nix anderes finden würde. Das würde ich aber nur als Übergangslösung sehen, und mich intensiv kümmern.

  • Zitat

    Original geschrieben von SAR
    1.) Das er saisonbedingt Schwierigkeiten hat Arbeit zu finden (es gibt halt gewisse Jobs bei denen in den Wintermonaten Flaute herrscht und nicht eingestellt wird) und das er deshalb zum Übergang irgendeinen Job sucht.


    Wäre ich Dein Kumpel, würde ich intensiv über meine berufliche Zukunft nachdenken. Denn bis zum Lebensende im Winter immer nur rumhartzen (oder immer Gelegenheitsjobs annehmen) bringt ein großes Loch in die Geldbörse.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Wäre ich Dein Kumpel, würde ich intensiv über meine berufliche Zukunft nachdenken. Denn bis zum Lebensende im Winter immer nur rumhartzen (oder immer Gelegenheitsjobs annehmen) bringt ein großes Loch in die Geldbörse.


    Hm, wieso sollte er über seine Zukunft nachdenken und wie kommst du darauf das mein Kumpel "rumharzt"?


    Eigentlich steht er seit seiner Lehre in Brot und Lohn und hat nie irgendwelche Leistungen von Arbeitsamt in Anspruch genommen. Aber genau das wird ihm jetzt vom AA nahegelegt, nämlich nichts tun und Arbeitslosengeld beziehen !


    Eigentlich habe ich das alles schon im ersten Post geschrieben, aber vielleicht klingt das ja so unglaubwürdig, daß es dadurch einfach überlesen wird :confused:

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