Hi
ein Kopftuchverbot geht mir zu weit in Richtung Einschränkung der persönlichen Freiheit. Ebenso rückschrittlich wäre ein Verbot von Piercings und Tätowierungen.
Der Staat sollte keine Religion bevorzugen, und das tut er, wenn er Kreuze an Lehrern und in den Klassenräumen zuläßt, aber gleichzeitig Kopftücher verbietet. Zumal die Abgrenzung, ob man das Kopftuch aus modischen oder religiösen Gründen trägt, für Außenstehende ohnehin schwer ist.
Gäbe es ein Verbot, so kann ja die Trägerin behaupten, es als Modeaccessoire zu tragen.
Wir dürfen nicht vergessen, daß in Klassenzimmern auch Schülerinnnen mit Kopftuch sitzen. Das ist in vielen Gegenden Deutschlands ein völlig normaler Anblick.
Wenn man keine Frauen mit Kopftuch ertragen kann, dann darf man diese Menschen nicht millionenfach ins Land lassen.
Und es ist kein Widerspruch: ich bin zwar auch gegen unkontrollierte Zuwanderung, aber diejenigen, die hier sind, können sich kleiden, wie sie möchten. Quasi eine rechts-liberale Einstellung.
Religion wird ohnehin überbewertet; ich hoffe, der Zauber stirbt irgendwann komplett aus. So um das Jahr 2500 ist es hoffentlich soweit.
Absurd finde ich im Übrigen auch die von Rundfunkgebühren finanzierte Übertragung von (nur christlichen!) Gottesdiensten. Religion ist Privatvergnügen, und sollte nicht von offizieller Seite bevorzugt, gefördert oder behindert werden.
Gruß
HHFD