Renovierung bei Hauskauf - Was will die Bank genau wissen?

  • Das Alter ist nicht immer das Entscheidende. Gerade finanzstarke Käufer kaufen sich das ältere Haus/Stadt-Villa/etc. mit dem echten, soliden und dicken Mauerwerk, um es nach einer Kernsanierung zu nutzen.


    Gerade bei älteren Objekten ist die Bausubstanz manchmal besser als bei 10-15 Jahre alten Objekten.


    Vieles wird heute schnell schnell gebaut. Die Qualität leidet darunter. Da lässt keiner mehr den Rohbau über den Winter ruhen.
    Nach einigen Jahren kommen dann Risse in die Wände/Decken, das Dach auf einmal undicht etc.


    Jedes gebrauchte Objekt ist anders. Gutachter und Bausachverständige helfen an der Stelle. Diese zu nutzen ist gut investiertes Geld.


    @Bino-Mann: Deine Grundüberlegungen klingen solide durchdacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Bino-Man Weiterer wichtiger Punkt (das war eine Bedingung für mich überhaupt das Abenteuer „Hauskauf“ einzugehen: Die Hütte muss innerhalb der Zinsbindung abgezahlt sein. Vielleicht haben wir in 10-15 Jahren derzeit absurde Negativzinsen, dass ich dafür ausgelacht werde; aber gut…dann lag ich halt falsch.


    Wenn das funktioniert, ist es gut. Meistens reicht die Tilgungsleistung hierfür nicht aus, weil die mögliche Rate zu gering ist.


    Sinnvoll ist eine Volltilgervariante unter anderem dann, wenn man selbst bereits auf die 50 zugeht, und vor dem Rentenalter die Hütte abbezahlt haben möchte. Mit Anfang dreißig kann man das aber entspannter sehen.


    Auch gibt es manchmal interessante Sonderkonditionen für Volltilgervarianten, die spürbar unter dem "Normalzinssatz" liegen. Ob das heute (bei den aktuellen Niedrigzinsen) noch so ist wie früher, weiß ich nicht.


    Mir persönlich sind (wie oben schon geschrieben) aktuell die Zinsaufschläge für 15 oder 20 Jahre zu hoch, und neige deshalb zu 10-jähriger Zinsbindungsfrist und stecke die ersparten Zinsen in die Tilgung.


    Deshalb strebe ich eher keinen Volltilger an, sondern versuche möglichst nach 10 Jahren die Hälfte des Darlehens getilgt zu haben.


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale BTW:
    Neu würde ich immer ohne Keller bauen, und das eingesparte Geld lieber in den oberen Etagen zusätzlich verbauen. Einen Kohlenkeller oder Lebensmittel- Vorratskeller braucht niemand mehr, und die Heizung benötigt nur 1 oder 2 Kubikmeter Platz und passt in den Abstellraum, in dem der Schneeschieber steht.


    Bei mir ist es genau umgekehrt: neu würde ich nie ohne Keller bauen. Unten ist die Waschküche, das Lager für alles mögliche (von Glühbirnen über Hundefutter bis zu den Getränken), dort stehen Tiefkühlschrank und ein weiterer Kühlschrank, die Lebensmittel und sonstiges Verbrauchmaterial werden dort gelagert, dort stehen Kleiderschränke in denen im Sommer die Winterklamotten und das warme Bettzeug verstaut werden, dort liegt aktuell nicht benötigtes Kinderspielzeug, und eine kleine Werkbank steht da auch.


    Auch der Grundstückspreis spielt bei solchen Überlegungen eine Rolle. Bei uns am Rande einer 150.000-Einwohne-Stadt baut man eher "hoch" und "tief", und die Grundstücke sind vergleichsweise klein. 400m² Grundstück (bei Bodenrichtwerten von 350...600 €/m²) sind da schon Luxus.


    Gruß Jörg

  • Zitat

    Original geschrieben von jof Bei mir ist es genau umgekehrt: neu würde ich nie ohne Keller bauen. Unten ist die Waschküche, das Lager für alles mögliche (von Glühbirnen über Hundefutter bis zu den Getränken), dort stehen Tiefkühlschrank und ein weiterer Kühlschrank, die Lebensmittel und sonstiges Verbrauchmaterial werden dort gelagert.


    Mein Lager für Verbrauchsmaterial heißt Amazon bzw. Supermarkt. Eine eigene Lagerhaltung rechnet sich bei Kosten von z.B. 5€/m2 und Monat (also z.B. für 20m2 100€ im Monat) für die Lagerfläche einfach nicht.


    Genauso halte ich einen zusätzlichen Kühlschrank und einen Tiefkühlschrank rein aus Kostengründen ebenfalls für entbehrlich und teuer: Die Lagerfläche kostet, der Strom kostet, der Kühlschrank kostet...
    Wenn Du natürlich z.B. öfter mal ein ganzes geschlachtetes Schwein oder Reh portioniert als Futter für den Hund lagern möchtest, oder eigene Kartoffeln oder Äpfel einlagern möchtest, ist die Situation eine andere.


    Bodenplatte, altersgerechte Raumaufteilung (notwendige Räume oder dazu leicht umbaubare Räume im Erdgeschoss, nice to have Räume 1.OG, Stauraum im 1.OG oder evtl. im Spitzboden), fertig.

  • :cool:
    Auf dass jeder nach seiner Facon selig werde. (Friedrich II.)


    Das ist mein Weg?
    Wie ist dein Weg?


    Den Weg gibt es nicht. :)

  • Die wenigsten bauen wohl mehrmals in ihrem Leben. Wer will denn da nur möglichst kostengünstig bauen? Normalerweise baut man doch, damit alles passt und man gewissen Komfort hat (dazu zählt auch die Glühbirne im Haus zu haben und nicht ne Woche auf amazon zu warten oder in den Supermarkt zu latschen).
    Ob Keller oder nicht, hängt davon ab, wie groß der Rest des Hauses ist. Wenn das zu klein ist, weil das Grundstück zu klein und/oder nicht hoch genug gebaut werden darf, muss es eben der Keller sein...


    Sonst braucht man gleich nicht das bauen anfangen... ein Zelt im Wald ist noch billiger :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Die IKB steht leider kurz vor der Pleite.


    Solche Aussagen sollte man dann auch belegen können.


    Davon abgesehen war die IKB lediglich ein Beispiel. Es gibt mehrere Banken - alle der Einlagensicherung unterworfen - welche für Festgeld mehr als 1.8% p.a. zahlen.

  • Reicht Dir der Halbjahresfinanzbericht, welchen ich oben verlinkt habe, nicht aus, um erkennen zu können, dass die Lage deutlich angespannt ist und auch die zukünftige Entwicklung ziemlich herausfordernd?


    Ironie an > Weshalb kaufst Du Dir keine griechische Staatsanleihe? Europa sichert doch schließlich auch hier die Einlagen. < Ironie aus

  • Einen zweiten Gefrierschrank oder Gluehbirnen bekommt man immer wo unter, da braucht man nicht unbedingt einen Keller.


    Schaden tut ein Keller aber nicht, wei so Sachen wie Obst und Gemuese haelt sich im Keller am Besten, oder wenn man sich einen kleinen Weinkeller einrichten moechte.


    Die Frage ist nur ob man bereit ist dafuer Geld auszugeben oder nicht.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Reicht Dir der Halbjahresfinanzbericht, welchen ich oben verlinkt habe, nicht aus, um erkennen zu können, dass die Lage deutlich angespannt ist und auch die zukünftige Entwicklung ziemlich herausfordernd?


    Ironie an > Weshalb kaufst Du Dir keine griechische Staatsanleihe? Europa sichert doch schließlich auch hier die Einlagen. < Ironie aus


    Ich habe den Halbjahresbericht gelesen. Wenn Du da herausliest, dass die IKB kurz vor der Pleite steht dann ist das eben so. Ich kann diese Aussage dem Bericht nicht entnehmen. Aber im Internet kann ja eh jeder behaupten was er will....

  • Ich habe nichts von einer Pleite geschrieben, jedoch angemerkt, dass die dortige Situation angespannt wie herausfordernd ist. Das ist keine Behauptung, sondern öffentliches Material, das jedem frei zugänglich und von mir verlinkt wurde. Und eben dieses Material führt halt zu der Erkenntnis, dass das Risiko aktuell an den Märkten nicht richtig gewürdigt wird.


    Wie lautete das letzte offizielle Rating vor Kündigung der Ratingverträge in 2011: Ba2, negativ
    Warum haben die gekündigt, frage ich Dich?


    Dafür bekommst Du für zehn Jahren Laufzeit nur lausige 1,8%. Für Ba2, negativ bzw. nun nicht geratet. Davon ziehst Du noch Kapitalbindungsprämien und Liquiditätsprämien ab. Und dann kommst Du vermutlich auf die gleichen Schlüsse wie Goyale und ich, nämlich, dass das als hoch zu definierende Risiko nicht anständig gepreist wird, Du also weniger Bonitätsrisikoprämien bekommst, als Du für das Eingehen solcher Risiken eigentlich bekommen solltest.


    Davon bekommst Du beim Festgeld jedoch nichts mit. Auch nicht, wenn das Risiko zum Zeitpunkt Deiner 10-Jahres-Festanlage zu Deinen Lasten eben nicht ausreichend gepreist wurde.


    Die Restrukturierung der Bank ist noch nicht abgeschlossen. Es kann auch gewaltig in die Hose gehen. Gut oder normal steht die Bank nicht da. Du hast ein illiquides Festgeld und kannst nicht reagieren, wenn die Nachrichten wieder schlechter werden.


    Würde das Risiko am Markt wieder normal gepreist werden, werden börsennotierte Papiere der IKB fallen. Weshalb denkst Du?


    Nur auf die 1,8% zu schauen und nicht zu hinterfragen, ob diese fair sind bzw. weshalb das so ist, sollte in diesen Zeiten tunlichst vermieden werden. Es sei denn natürlich, man ist ElChefe.


    Bei Kindern würde man wohl bald im Nachgang sagen, 'wer nicht hören will, muss fühlen'.


    Mir ist es ja im Grunde genommen scheißegal, was Du treibst oder ob Du Risiken ignorierst bzw. nicht wahrnimmst.


    Was mich stört ist es, dass Du anderen vorgaukelst, Anlagen von 1,8% seien kein Problem und frei von Risiken.


    Insbesondere wenn ElChefe den Anschein erwecken möchte, wohl schlauer zu sein als viele Händler und Kapitalmarktexperten. Das ist einfach bullshit.


    Und das Beste: Versucht man Dir die Risiken offenzulegen bzw. Dich wohlwollend über die Risiken zu sensibilisieren, bekommt man Antworten im Checker-Style.


    An der Stelle ist man genötigt, für Aufklärung zu sorgen, nicht, dass andere die Risiken genauso unterschätzen wie Du.


    Deshalb @all:
    Glaubt den Quatsch nicht. Da gibt es Risiken. Informiert Euch und lasst Euch nicht von der Zinshöhe blenden. Der gesunde Menschenverstand sollte hier aktiv werden, gerade wenn andere solvente Institute deutlich weniger zahlen.

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