Immobilie zur Altersvorsorge?

  • Zitat

    Original geschrieben von SAR
    bravo stanglwirt .. armes Deutschland :flop:

    Und genau deshalb benötigt es deutliche 'Anreizmechanismen' respektive 'Sanktionen', welche klar aufzeigen, dass so eine unsolidarische Denke wenig hilfreich ist. Wer mit vollen Risikobewusstsein aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur im JETZT nach dem Motto 'das Später zahlen schon die anderen (Dummen)' lebt, der sollte das knallhart und gnadenlos später zu spüren bekommen.

  • Zitat

    Original geschrieben von jdf
    Es soll und muss nicht direkt in HH sein, der Großraum reicht wenn der ÖPNV-Anschluss stimmt. Nein, Kinder gibt es nicht im Haushalt, mein Partner zahlt nur Unterhalt für seines, wird sind zwei Doppelverdiener.


    Mache Deine Rechnung bitte so, dass ein eventuelles noch kommendes eigenes Kind nicht die finanzielle Planung durcheinander wirft. Dann kommen extra Kosten dazu, UND der eine Doppelverdiener fällt eine Weile aus.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL Und genau deshalb benötigt es deutliche 'Anreizmechanismen' respektive 'Sanktionen', welche klar aufzeigen, dass so eine unsolidarische Denke wenig hilfreich ist. Wer mit vollen Risikobewusstsein aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nur im JETZT nach dem Motto 'das Später zahlen schon die anderen (Dummen)' lebt, der sollte das knallhart und gnadenlos später zu spüren bekommen.


    Willst Du solche Leute später verhungern lassen?


    Alimente auf dem Niveau der Grundsicherung/Hartz4 sind jedem immer sicher, egal ob die Einkommenslosigkeit verschuldet oder nicht verschuldet ist. Und vor allem: Wer entscheidet, ob das verschuldet oder unverschuldet ist?

  • 5 Kg Reiskörner pro Woche zum Kochen, 20 Liter Mineralwasser (Mehrbedarf Leitungswasser), pro Tag 1x Stück Obst, 1x Stück Gemüse, 1x pro Woche 200 Gramm Fleisch oder Fisch, alles in Form von Lebensmittelmarken und rein staatlicher Ausgabe (die man persönlich abholen muss), ein 10 qm Zimmer pro Person (ferngesteuerte Heizung mit Fremdkontrolle), Gemeinschaftstoilette/Dusche (2x am Tag, Wasserausgabe/Zeit der Wasserausgabe ist begrenzt), überschaubare Standardrationen für Hygienebedarf, medizinische Minimalversorgung und 10 EUR Taschengeld pro Woche, einen 37 cm TV im Gemeinschaftsraum, Surfen pro Tag 5 Min.oder 30 Min./Woche in sozialen Einrichtungen, 3x Waschgutscheine für eine Waschmaschinenbenutzung pro Woche, 3x Buch leihen in der Bibliothek, zwei Fahrten am Tag mit den Öffis im Umkreis max. 15 KM, 1x im Jahr Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschland mit dem Bummelzug bei nachvollziehbarer Begründung lassen einen nicht verhungern etc..


    Das ist eine Sprache, die man verstehen würde.
    Und Nachahmer deutlich reduzieren würde.

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    Original geschrieben von phonefux
    Ui, da ist aber jemand dünnhäutig. Ich hatte nicht vor, mich lustig zu machen, sorry, wenn das so angekommen ist. Es war völlig klar, wie es von dir gemeint war.


    Und die persönliche Situation ist ja auch wichtig, wenn es um Fragen des Immobilienerwerbs geht.


    Nein, nicht dünnhäutig, sondern nur extrem übermüdet. Nachts um drei schellte der Wecker zur Frühschicht, vorher kaum Schlaf gefunden, so dass ich meinen :apaul: erst gar nicht bemerkte. Und dachte Du lachst über "wir sind Doppelverdiener" - ist ja heutzutage doch eher der Normalfall.

  • Zitat

    Original geschrieben von jdf Es soll und muss nicht direkt in HH sein, der Großraum reicht wenn der ÖPNV-Anschluss stimmt. Nein, Kinder gibt es nicht im Haushalt, mein Partner zahlt nur Unterhalt für seines, wird sind zwei Doppelverdiener.


    Ziel war ja früher immer, mit dem Rentenalter (also ca. 60...65) die Hütte abbezahlt zu haben, und man rechnete mit einer Finanzierungsdauer von rund 25...30 Jahren. Bei Zinsen von über 10% musste man sich ganz schön strecken, auch vor 15 Jahren war das Niveau bei knapp 7% und galt damals als günstig - da gab es dann aber auch für Bundesschatzbriefe im letzten Jahr 8% Zinsen auf das ersparte...


    Mit Jahrgang 1974 hat man aktuell noch 20...25 Jahre "Zeit", das ist beim aktuell niedrigen Zinsniveau machbar, wenn ordentlich getilgt wird.


    Bei der Tilgung werden übrigens immer noch häufig die Fehler gemacht, dass die Tilgung zu niedrig angesetzt wird. Wer einen 300.000 €-Kredit mit 1,5% Zinsen und 2% Tilgung bedient - das macht eine Monatsrate von nur 875 € - hat nach 15 Jahren immer noch rund 200.000 € Schulden.


    Sind wir im Jahr 2031 wieder bei 8% Zinsen, so beträgt die dann erforderliche Monatsrate schon 2.500 € (wenn der Kredit nach 10 weiteren Jahren abbezahlt sein soll). Selbst inflationsbereinigt 'ne Menge Holz.


    Bei 4% Zinsen in 2031 und einer Monatsrate von 1.500 € zahlt man nochmals 15 Jahre lang ab, bis einem die Hütte gehört.


    Bei 1.375 € anfänglicher Monatsrate (Musterbeispiel: Darlehen 300.000 € - 1,5% Zinsen - Tilgung 4% - Zinsbindung 15 Jahre) bleiben noch rund 100.000 € Restschuld nach 15 Jahren.


    Hier sollte man selbst also mal mit einem Darlehensrechner spielen, wenn man die finanzielle Größenordnung seines Objekts ermittelt hat.


    Wenn man keine Kinder hat unbedingt überlegen, ob man welche haben möchte - denn dann fällt von 2 Gehältern meistens eins längerfristig weg, was unter Umständen zum Problem wird. Hier sollte man einen "Plan B" in der Tasche haben (und wenn es "nur" die Gewissheit ist, dass man von den Eltern/Schwiegereltern irgendwann mal ordentlich erbt).


    Auch sollte man überlegen, wie eine Immobilie bei Eheleuten/Partnern rechtlich aufgeteilt wird. Vielleicht steht - warum auch immer - in 5 oder 10 oder 20 Jahren eine Scheidung/Trennung an. Dann kann gemeinsamer Besitz zum Problem werden. Insbesondere wenn einer den anderen nicht auszahlen kann, oder wenn sich einer gegen den Verkauf der Immobilie stemmt oder die Zahlungen einstellt. Vorher regeln schafft Sicherheit.


    Ebenso sollte man die Fälle Krankheit, Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Tod zumindest mal durchspielen, um sich eventueller Risiken bewusst zu werden. Gegen vieles kann man sich versichern, aber "viel versichern" kostet auch "viel Geld", was man ggf. besser in die Tilgung steckt.



    Für konkretere Tipps müsste jdf ein paar detailliertere Zahlen nennen, insbesondere eine Größenordnung des Kaufpreises, Eigenkapital, Einkünfte, finanzieller Hintergrund, usw. Sonst lassen sich lediglich allgemeine Ratschläge geben.



    Ich würde so vorgehen, dass ich mir mal 5 oder 10 verschiedene Objekte (neu / gebraucht / Wohnung / Haus) konkret anschaue - nicht gleich beim ersten oder zweiten "schwach" werden - und sondieren, was zu welchem Preis angeboten wird. Ähnlich wie beim Autokauf bekomme ich dann ein Gefühl dafür, wo in etwa die Reise hingehen soll.


    Damit habe ich auch genauere Vorstellungen von dem was es kostet, und kann auf der Basis überlegen welche Finanzierung Sinn macht.


    Viel Erfolg!

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Mache Deine Rechnung bitte so, dass ein eventuelles noch kommendes eigenes Kind nicht die finanzielle Planung durcheinander wirft. Dann kommen extra Kosten dazu, UND der eine Doppelverdiener fällt eine Weile aus.


    Das wohl weniger, ein Kind reicht meinem Partner und ich bin auch nicht mehr die Jüngste. Kalkuliere aber bisher eh nur mit meinem Einkommen und Vermögen, seine Situation sieht etwas anders aus, mehr laufende Verpflichtungen, kein Vermögen, dafür wird er seine 45 Jahre locker voll bekommen (wie gesagt, wenn nichts schlimmes dazwischenkommt), kann zumindest mit einer halbwegs "normalen" gesetztlichen Rente rechnen und sorgt noch zusätzlich vor. Bei ihm macht es auch mehr Sinn.

  • Zitat

    Original geschrieben von jdf
    Kalkuliere aber bisher eh nur mit meinem Einkommen und Vermögen, ...

    Auch das noch. :D


    Wenn du in der Situation bist, eine Immobilie im Großraum Hamburg mit ÖPNV-Anschluss in den nächsten 20-25 Jahren nur mit deinem eigenen Gehalt abbezahlen zu können, dann spricht da noch weniger gegen. :top:

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    5 Kg Reiskörner pro Woche zum Kochen, 20 Liter Mineralwasser (Mehrbedarf Leitungswasser), pro Tag 1x Stück Obst, 1x Stück Gemüse, 1x pro Woche 200 Gramm Fleisch oder Fisch, alles in Form von Lebensmittelmarken und rein staatlicher Ausgabe (die man persönlich abholen muss), ein 10 qm Zimmer pro Person (ferngesteuerte Heizung mit Fremdkontrolle), Gemeinschaftstoilette/Dusche (2x am Tag, Wasserausgabe/Zeit der Wasserausgabe ist begrenzt), überschaubare Standardrationen für Hygienebedarf, medizinische Minimalversorgung und 10 EUR Taschengeld pro Woche, einen 37 cm TV im Gemeinschaftsraum, Surfen pro Tag 5 Min.oder 30 Min./Woche in sozialen Einrichtungen, 3x Waschgutscheine für eine Waschmaschinenbenutzung pro Woche, 3x Buch leihen in der Bibliothek, zwei Fahrten am Tag mit den Öffis im Umkreis max. 15 KM, 1x im Jahr Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschland mit dem Bummelzug bei nachvollziehbarer Begründung lassen einen nicht verhungern etc..


    Das ist eine Sprache, die man verstehen würde.
    Und Nachahmer deutlich reduzieren würde.


    Ich sehe das anders, aktuell muss ich noch 34 Jahre arbeiten. Es sei denn Schäuble kommt mit seiner 70-Idee durch. Momentan zahle ich schon den maximalen Rentenbeitrag, kümmere mich um Riester etc. Allerdings habe ich auch einfach keine Lust bis 67 zu arbeiten und überlege schon wie ich es schaffe mit 60 auszusteigen. Und wenn ich bis dahin dann ca 25 Jahre Höhe Einzahlungen in die AV geleistet habe, dann nehme ich mir auch die Freiheit heraus mit Anfang 60 noch 2 Jahre Arbeitslosengeld zu beziehen.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Zitat

    Original geschrieben von stanglwirt
    Das gleiche gilt für den unsäglichen Elternunterhalt, der schon greift, sobald man nur etwas über dem Hartz4-Niveau verdient.


    Die Freigrenzen fuer den Elternunterhalt sind viel Groesser als den Kinderunterhalt - http://www.kanzlei-hasselbach.…Tabelle-1-Januar-2016.pdf


    1.800€ netto fuer Alleinstehende und 3.240€ netto fuer Paare Einkommen, und 28.800€ bzw. 51.840€ Vermoegen


    Da wuerde dann aber eine eigene Immobile schon vorteilhafter, weil das garnicht belangt werden kann.

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