Immobilie zur Altersvorsorge?


  • Hat jeweils der neue AG übernommen ;) Makler, Umzugsfirma und Fahrtkosten zur Besichtigung.Wir mussten nur ein paar Kisten packen, den Möbelpackern erklären was zu tun ist und sind danach zum Flughafen gefahren.


    Klar, ein Extrembeispiel, aber möglich.


    EDIT:
    Und andernfalls kann man bei der Steuererklärung dementsprechend zulangen. Da gibt es imho auch höhere Pauschalen, wenn man innerhalb kurzer Zeit berufsbedingt erneut umzieht.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Ich überlasse Dir jetzt gerne das letzte Wort. :p


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Du kommst deshalb auch ohne Unterschrift schlussendlich auf meine Ignorierliste.



    Meine Vermutung ging mal wieder voll ins Schwarze, oder ? Wie gross ist deine Ignorierliste eigentlich ? Nicht das du hinterher denkst, es würde keiner mehr schreiben :D

  • ...gibts in deutschland eigentlich noch mietwohnungen, welche weniger als 1500€ kalt kosten? :gpaul: :D

    ©Doc. Brown Enterprises – 24 Hr. Scientific Services

  • Wie ich oben ausführte, kann man die Rechnung auch mit 500 oder 1000 EUR / Monat machen.


    Das Ergebnis ist dasselbe: Kauf schlägt Miete.

    Gesendet von meinem Motofone F3

  • Zitat

    Original geschrieben von HHFD Das Ergebnis ist dasselbe: Kauf schlägt Miete.


    So pauschal kann man das nicht sagen. Die Vergleichsrechnungen hängen davon ab, wie hoch die Zinssätze (sowohl für Kredite als auch für Spareinlagen/Geldanlagen) sind, und insbesondere auch wie schnell die Hütte abbezahlt ist.


    Interessehalber habe ich mal eine reale Vergleichsrechnung (mit realistischen Ansätzen aus der Vergangenheit) angestellt:


    Haus (Neubau) kostet 300.000 € incl. Nebenkosten, Vollfinanzierung ohne Eigenkapital. Finanzierung ausgelegt auf 30 Jahre, keine außerplanmäßigen Reparaturen.


    Phase 1 (10 Jahre):
    Käufer: Kreditzinsen 6,20%, Monatsrate 1.800 €
    Mieter: Miete 1.100 €, monatlich werden 700 € zu 5% p.a. angelegt --> Kapital +108.500 €


    Phase 2 (10 Jahre):
    Käufer: Kreditzinsen 3,64%, Monatsrate 1.500 €
    Mieter: Miete 1.200 €, monatlich werden 300 € zu 2,5% p.a. angelegt --> Kapital nach insges. 20 J. = +180.000 €


    Phase 3 (10 Jahre):
    Käufer: Kreditzinsen 2,85%, Monatsrate 1.450 €
    Mieter: Miete 1.300 €, monatlich werden 150 € zu 2% p.a. angelegt --> Kapital nach insges. 30 J. = +240.000 €


    Nach 30 Jahren ist die Hütte abbezahlt, und (aufgrund gestiegener Grundstücks- und Immobilienpreise) immer noch 300.000 € wert. Der Mieter hat inzwischen 240.000 € an Kapital erwirtschaftet.


    Schafft es der Mieter, durch risikoreichere Anlagen dauerhaft eine Wertentwicklung von 5% zu erreichen, wäre er nach 30 Jahren und o.g. Sparraten (10 Jahre 700 € p.M., 10 Jahre 300 p.M. und 10 Jahre 150 p.M.) bei rund 390.000 € Kapital. Damit könnte er sich das Haus des Häuslebauers für 300.000 € kaufen, und hätte noch 90.000 € auf der hohen Kante.


    Eine Immobilie zur Eigennutzung kann also je nach Situation besser oder schlechter als ein gleichwertiges, gemietetes Haus sein. Eine Art Wette sozusagen.


    Ausschlaggebend ist wahrscheinlich, ob jemand lieber zur Miete wohnt, oder lieber was eigenes hat. Die diesbezüglichen Argumente werden ja sehr leidenschaftlich ausgetauscht...

  • Schon wieder zwei Seiten voller Beiträge, ich komme mit dem Lesen kaum noch hinterher, musste leider am WE arbeiten...


    Das Argument der zusätzlichen Kosten und des Zeit- und Nervenaufwands von häufigen Umzügen ist für mich ein sehr gewichtiges, denn das hatte ich schon zu Genüge durch in den letzten 20 Jahren nach Auszug aus dem Elternhaus. Da kommt bei rund 15 Umzügen einiges zusammen - dennoch war es bedingt durch meine berufliche Situation und manchmal auch private Entscheidungen damals nicht anders möglich gewesen! Von dem Pech, einmal wegen Eigenbedarf gekündigt zu werden und daher einmal mehr unnötig umziehen zu müssen, ganz abgesehen - spätestens da wurde mir klar, wie besch... man als Mieter dran sein kann und wie abhängig von anderen. Sicher, man kann versuchen dagegen zu klagen, bei lügenden und gekauften Zeugen hilft einem auch der fitteste Anwalt vom Mieterverein nicht weiter und vor allem, möchte man das wirklich? Das Verhältnis mit dem Vermieter wird dadurch sicher nicht besser und danach findet man noch schwerer eine neue Bleibe. Natürlich ein krasses Beispiel, was ich in der ganzen Mieterodysee u.a. erlebt habe. Viel häufiger sind es aber die Kleinigkeiten, auf denen man sitzen bleibt, wo man drauf zahlt usw. weil man es sich eben nicht verscherzen will mit dem Vermieter, da nimmt man stillschweigend falsche Nebenkostenabrechnungen in Kauf, übernimmt doch wieder vertraglich nicht geschuldete Renovierungsarbeiten oder bezahlt die eine oder andere Kleinstreparatur selbst statt den Vermieter mit der Rechnung zu nerven. Man will ja gut leben und sich vertragen und nicht auf Teufel komm raus jeden Euro sparen bzw. sich im Zweifelsfalls alles mögliche einklagen müssen. Oder nach Auszug wird vergessen die kleine Kaution zurückzuzahlen bzw. der Vermieter bereichert sich daran, weil ihm plötzlich einfällt oh war da nicht noch ein kleiner Fleck irgendwo? In der Summe und auf die Jahre gerechnet summiert sich das. Spätestens nach dem 3. Umzug braucht man seine Freunde nicht mehr zu fragen ob sich nicht Lust haben zu helfen, und nach dem ersten Horror-Umzug, wo nur noch ein Helfer kam, beauftragt man doch lieber eine Umzugsfirma. Neue Möbel sind auch wieder fällig, selbst die beste Qualitätsware macht keine 15 Umzüge unbeschadet mit. Ach ja, ständig neue Telefonanschlüsse, DSL, Adressänderungen, Nachsendeaufträge, ein immer schlechter werdenden Schufa-Wert nur wegen der Umzüge...Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und trotz meiner umfangreichen Erfahrung bei der Wohnungssuche wird es immer schwerer (trotz inzwischen gut gesicherten Einkommens) überhaupt eine Wohnung zu bekommen, ohne Makler geht kaum noch was und selbst für WG-Zimmer werden inzwischen die Mitbewohner bei "castings" ausgesucht - alles schon gehabt und inzwischen wirklich genug davon. Bin nun in der Lebensphase angekommen, wo ich sesshaft werden möchte, wo es langsam mal ruhiger und stabiler werden soll, und wo es beruflich gesehen eben auch möglich ist. Also von der von manchen vielgelobten Flexibilität und Freiheit als moderner Nomade hatte ich wirklich mehr als genug, irgendwann reicht es.

  • Hier war die Situation ähnlich und nachdem wir ein passendes Objekt gefunden hatten die Überlegung ganz einfach: 18 Jahre weiter Miete bezahlen oder in der gleichen Zeit einen Kredit abzahlen und danach keine Miete mehr bezahlen. Wir tilgen zusätzlich mit freiwilligen Sonderzahlungen, je nachdem was so am Ende des Monats überbleibt, so das aus 18 wahrscheinlich nur 15 Jahre werden. Von den monatlichen Belastungen her, ist bisher kein spürbarer Unterschied auszumachen.


    Sicher, unvorhersehbare Ausgaben sind schon gekommen und es wird auch in Zukunft noch so sein das Dinge einfach kaputt gehen und der geplante Urlaub eben dem neuen Vordach weichen muss - aber im Endeffekt weiss man wofür man das Geld ausgibt. Es gibt auch einen gewissen fortschreitenden visuellen Effekt, weil manche Dinge einfach schöner werden als vorher. Ein anderer hat diese "Visonen" vielleicht lieber auf dem Kontoauszug, ist mir schon klar !


    Ich würde mal pauschal sagen, wenn man kein bautechnisches Verständnis hat, d.h. nicht weiß wie so ein Haus "funktioniert", sollte man evtl. die Finger davon lassen und lieber weiter zur Miete wohnen. Auch eine Art von Verhandlungsgeschick sollte vorhanden sein, so haben wir bei einer noch ausstehenden Kanalsanierung in 4 unterschiedlichen Angeboten ziemlich heftige Preisunterschiede bei gleicher Ausführungsweise. Auch sollte man sich mit den nicht unerheblichen steuerlichen Vorteilen auseinandersetzen, so sind Handwerkerkosten teilweise absetzbar (Lohn) und zusätzlich benutzen wir noch 1 Zimmer als Büro und bekommen dafür z.b. 1200€ pro Jahr wieder. Neben dem baulichen Berater sollte also auch ein Steuerlicher Beistand vorhanden sein, gut wenn man den im Bekanntenkreis hat oder vielleicht selbst fit in der Materie ist

  • Zitat

    Original geschrieben von SAR zusätzlich benutzen wir noch 1 Zimmer als Büro und bekommen dafür z.b. 1200€ pro Jahr wieder.


    Meinst Du vielleicht, dass Du beim Angestellten-Arbeitszimmer 1250€ von der Steuer absetzen kannst, und ca. 400€ netto jährlich sparst ;) ?
    Dann machst Du richtig richtig fett Verlust, denn das Zimmer kostet Dich vermutlich netto (Kreditraten, Heizung, Strom, Einrichtung) deutlich mehr als 400€ im Jahr, z.B. 3000€. 2600€ Verlust...


    Oder meinst Du, dass das Zimmer als einziges Arbeitszimmer Deines Gewerbes im Jahr z.B. 3000€ kostet, und Du diese Kosten steuermindernd geltend machen kannst, und mit der Steuererklärung 1200€ zurückbekommst? Auch hier ein riesiger Verlust von 1800€ netto...


    Schneller kannst Du Dein Geld nicht verbrennen... Bzw. andere wohnen in der passenden Wohnung zur Miete, und machen pro Jahr Urlaub in Höhe Deines Nettoverlustes alleine beim Arbeitszimmer...


    Zitat

    Original geschrieben von SAR sollte also auch ein Steuerlicher Beistand vorhanden sein, gut wenn man den im Bekanntenkreis hat oder vielleicht selbst fit in der Materie ist


    Vielleicht kannst Du auch in einem Forum individuelle steuerliche Beratung erhalten, und sparst den (Steuer)Berater ;) ?


    Gerade in der Phase eines Hauskaufes/ Hausbaues lohnt sich die Inanspruchnahme von Beratung (hier: Steuerberater) meistens. Wenn sich dann in den Folgejahren kaum noch was ändert, kann man vieles einfach nur kopieren, und selber machen...

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