Telekom vs. Vodafone in der Bahn

  • Hallo,


    die klassische Rheintal-Strecke zwischen Mainz und Köln ist sehr durchwachsen. Richtig durchgehendes Netz gibt's da kaum, im IC (alt) schon gar nicht. M.E. stehen da viel zu wenig Sender.


    Die Legende erzählt, dass der Technikchef der Swisscom im Zug nach Bonn fuhr und mit seinem Lieferanten Ericsson telefonierte und sich dabei bitterlich über die fürchterliche Netzqualität in Deutschland beschwert hat. Wenn wir mal annehmen, dass er mit seiner Swisscom-Karte telefoniert hat und somit Telekom, Vodafone und o2 abwechselnd nutzen konnte, ist das wohl eine fundierte Aussage.


    Ach ja: Schweizer Eisenbahntunnels sind weitestgehend durchgehend versorgt. (Es soll dort auch schlechter versorgte Regionen geben.)


    Hätten sich die Jamaicaner geeinigt, hätte es vielleicht einen schnelleren Netzausbau gegeben...


    So müssen wir wohl noch warten :-(

  • Zitat

    Original geschrieben von lakriz
    Es ist schon länger kein Telekom Hotspot mehr in den ICE aktiv. Das "wifionice" wird von Icomera betrieben und bedient sich allen drei Netzbetreibern parallel.


    Das macht das ganze nur noch schlimmer. Dann legt so ein vollbesetzter ICE ganze drei Netzte für private Kunden lahm...

  • Zitat

    Original geschrieben von z826
    Das macht das ganze nur noch schlimmer. Dann legt so ein vollbesetzter ICE ganze drei Netzte für private Kunden lahm...


    Wenn alle drei Netze eine vernünftige Kapazität liefern, wird da keins lahmgelegt. Klar, man merkt es schon deutlich, wenn ein ICE durchfährt. Habe sowas mal hier in Stuttgart getestet. Speedtests am Untertürkheimer Bahnhof gemacht, irgendwann brach der Speed spürbar ein und wenige Sekunden später rauschte ein ICE durch. Als dieser wieder weit genug weg war, ging der Speed wieder hoch. Aber das Netz war trotzdem noch gut nutzbar, als Speed-Einbruch meine ich hier statt 70-80 Mbit/s nur noch 30-40 Mbit/s.

  • Die SIM-Karten in den Zügen sind nicht priorisiert. Sprich wenn meinetwegen rechnerisch 10 Nutzer auf eine SIM-Karte kommen, so ist wird diese netzeitig so behandelt, als würde da ein Nutzer allein mit seinem Smartphone Daten ziehen.


    Klar, 12 Wagen x 2 SIM-Karten pro NB = 24 Dauersauger in einer LTE800-Zelle - das macht schon was aus. Wenn aber nun jeder der Bahnsurfer statt WifiOnICE direkt das LTE-Netz nutzen würde, stände noch viel weniger Bandbreite für den Einzelnen zur Verfügung. Bei meinen Tests hatte ich auch im LTE-Netz fast immer höhere Datenraten als über das Bahn-WLAN.


    Aber selbst wenn man im WLAN mit 2 Mbit/s und weniger rumdümpelt, halbwegs stabil ist das Ganze zumindest bei TCP. Ein Download von 50 MB kann zwar schonmal 20 Minuten dauern, zeitweise fließen auch gar keine Daten, aber die Erfolgsrate ist in Summe doch höher als über das Mobilfunknetz (es sei denn man terminiert diese Vorgänge auf längere Tunnelstrecken oder Bahnhofsaufenthalte). VPN reicht dagegen zwar um mit Exchange zu synchronisieren, aber Citrix-Anwendungen sind so gut wie unbenutzbar. Das hat sicherlich auch mit der recht hohen Latenz zu tun, aber ich vermute in erster Linie liegt es an UDP. Bei nächster Gelegenheit werde ich es mal mit einem TCP-VPN ausprobieren. Aber auch hier ist meine Erfahrung: VPN im ICE direkt über Mobilfunk ist im Gegensatz dazu völlig unbrauchbar.

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