Glas ist flüssig, mit welcher Geschwindigkeit kann man durchfassen?

  • Das Topic sagt eigentlich schon alles, Glas ist flüssig - welche Geschwindigkeit braucht man um durchfassen zu können.


    Ich habe etwas von 1mm in 3 Monaten gehört, zwar kann man sich kaum eine Vorstellung machen wie langsam das ist, trotzdem hört sich das für mich etwas zu schnell an.


    Weiss da jmd mehr? Ich finde das ganz interessant!

  • ...das heisst, ich stelle auf eine Glasscheibe von 3mm Stärke einen von einem Gestell geführten Nagel, der auch noch mit einem gewissen Gewicht beschwert ist und nach einem Jahr ist der durch ??? Glaube ich so nicht.


    Aber wir werden es bald erfahren...:D


    Gruss
    Jay

  • Bei sehr alten Fensterscheiben sieht man das sie nach unten etwas dicker geworden sind, ich bin auch mal gespannt wer mehr darüber weiss. Ist eine Frage für Barrie & Co.

  • Zitat

    Original geschrieben von Trac
    Man sollte sich etwas Zeit nehmen...


    Hier lernt man ja immer wieder was Neues. :top: Ich hatte von dem ganzen Thema noch nie was gehört!

    "... infinity’s a great place to start"
    No Line on the Horizon - U2

  • ach schade...hätte ich ja faszinierend gefunden, wenn das wirklich ginge. aber ab 550° C gehts ja...dann kann man bestimmt auch schneller durchfassen, wobei dann die hand auf der anderen seite vielleicht nicht mehr rauskommt :p

  • Naja, ganz nett, der Artikel aus der Zeit. Auch wenn das jetzt nicht unbedingt ein Fachblatt für so ein Thema ist. ;)


    Ist es nicht so, dass der Werkstoffkundler den Aggregatszustand über die Kristallstruktur definiert? Soll heissen: Ein Metall hat z.B. eine feste Struktur, also ist es fest. Flüssig wird es, sobald sich diese geordnete Struktur auflöst.


    Beim Glas kann man das genauso sehen, ohne alte Kirchenscheiben betrachten zu müssen: Die Kristallstruktur von Glas ist völlig ungeordnet, eben wie bei einer (anderen) Flüssigkeit. Also ist Glas kein Feststoff, sondern flüssig.


    Außerdem: Glas ist doch ein Oxidgemisch, das hauptsächlich aus Siliziumoxid besteht. Das tut aber auch Quarzsand. Ist Quarzsand durchsichtig? Nein. Also kann Quarzsand nicht das gleiche sein wie Glas. Wenn aber die Moleküle die selben sind, dann muss demnach ein unterschiedlicher Aggregatszustand vorliegen. Gasförmig ist unwahrscheinlich, sonst würde sich auf dieser Welt eine ganze Menge verflüchtigen. Bleiben also fest und flüssig, wobei noch zu klären wäre: Ist Glas flüssig und Sand fest, oder ist Sand flüssig und Glas fest?


    Ich bleine vorerst mal bei meiner Meinung: Glas ist flüssig, es fließt aber nicht.

  • naja ich kann das zwar nicht so richtig erklären was ich meine


    aber
    mein lehrer sagte mal das man theoretisch durch jeden stoff durchkommt
    da das aber nur auf molekularer "größe" passieren kann ist es für uns unmöglich sowas zu machen oder zu sehen


    also mann kann einen klumpen gold haben und da ein stück egal was "durchschießen"
    undzwar so das nichts beschädigt wird
    aber wie gesagt
    das nur auf einer uns so nicht sichtbaren ebene


    hat sich damals für mich genauso komisch angehört wie heute aber aus irgendwas bestehen alle stoffe ja ;)

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • @ CK-187


    Das ist was anderes. Jedes Element ist aufgebaut aus Atomen, die wiederum aus Elektronen, Protonen und Neutronen bestehen. Dabei ist es so, dass die Protonen und Neutronen (zusammen der Atomkern) einen verhältnismässig kleinen Platz einnehmen und die Elektronen dann in einem relativ großen Raum um den Kern herumschwirren. Wenn ich mich recht erinnere, war das Größenverhältnis in etwa wie ein Stecknadelkopf zu einem Fußballfeld. Nun gibt es jedoch nicht so viele Elektronen in einem Atom, dass diese "das ganze Fußballfeld" ausfüllen können, sondern sie schwirren dort eben umher und die Wahrscheinlichkeit, dass an einem bestimmten Platz von dem Fußballfeld gerade kein Elektron ist, ist sehr hoch. Wenn man sich jetzt mehrere Fußallfelder übereinander vorstellt und auf allen schwirren nur sehr wenige Elektronen umher, dann kann man sich ja auch vorstellen, wie man einen Gegenstand vom obersten Fußballfeld fallen lassen kann und dieser dann bis auf das unterste Feld fällt, ohne ein Elektron oder einen Atomkern zu berühren. Genauso ist es, wenn man durch eine beliebige Masse etwas durchschiessen will. Hier sind ja auch nur Atome (also "Fußballfelder") über-, neben- und hintereinander gestapelt. Das einzige Problem an diesem Konzept: Man muss etwas finden, das man durchschiessen kann, denn dieser Gegenstand ist ja auch wieder aus einem Material, das auch wieder aus Atomen besteht und Fußballfelder durch Fußballfelder durchzuschießen wird nicht ganz einfach sein.


    Natürlich ist das alles noch viel komplizierter, hängt noch von den Ladungen der Teilchen ab, der Art des Elements, u.v.m., aber ich glaube, so kann man es sich vorstellen. ;)

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