Ist das eine Idee für nen Nebenverdienst?

  • Hi,


    mir ist einmal folgende Idee gekommen:


    Viele Dinge sind im Internet ja viel billiger erhältlich als in den Geschäften.
    Die Leute kaufen aber immer noch meistens in den Geschäften, weil sie die Angebote im Internet nicht kennen oder dem nicht trauen.


    Ich gehe als Dienstleister her und biete folgendes an:


    Jemand möchte sich z.B. einen PC kaufen und findet den in einem Laden für €1.000. Er kommt zu mir (oder ruft an) und beauftragt mich, im Internet dieses oder ein vergleichbares Produkt zu suchen. Ich finde das selbe Produkt für nur €850.
    Ich kaufe für ihn dieses Produkt, lasse mir es zuschicken und bringe es persönlich bei ihm vorbei. 1/3 der Einsparung bekomme ich als Provision, das sind hier immerhin €50.


    Damit ist der persönliche Kontakt, der im Internet nicht herrscht, hergestellt. Die Angst vor dem Internet wird genommen.
    Falls ein Garantie-Fall ansteht werde ich mich auch um alles kümmern, das ist quasi in der Provision inbegriffen.
    Das ganze würde natürlich nur lokal stattfinden.


    Ich nehme an dass man in diesem Fall ein Gewerbe anmelden muss.
    Vorteil wäre auch dass kaum Grundkapital da sein muss:
    Das Geld bekommt man bei Übergabe gleich wieder rein.


    Fragen:
    Könnte so etwas Erfolg haben?
    Was könnte man noch in dieses Konzept reinbringen?
    Wie erreicht man potentielle Kunden?



    Wäre eine Geschäftsidee für mich, schief gehen kann ja kaum was, da man ja auf Auftrag bestellt und eigentlich kein Kapital verliert.


    >>> tkjever

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  • in deinem Fall bist du Verkäufer des Gutes, ein Problem könntest du dann im Gewährleistungsfall bekommen, wenn der Händler wo du es gekauft hast in Konkurs geht darfst du trotzdem Gewährleistung übernehmen, hast aber keine durchsetzbaren Ansprüche gegenüber dem Billig-Händler wo du eingekauft hast.


    Btw: Wer ist so blöd und beauftragt jemanden etwas billig zu finden was er mit zahlreichen Preisauskunftsdiensten gratis und schnell selbst finden kann? ;) Wenn dich jemand kennt, dass du sowas anbietest kennt er im Regelfall auch guenstiger.de und Konsorten.

    Viele Grüße
    Martin

  • ebend im andren thread noch sagen, "Nee keine Selbständigkeit" und nun das!


    das mit den ideen ist eben so; entweder der erste zu sein oder der einzige der es richtig macht! viele kunden sind einfach dumm, faul, bequem oder lieben den kontakt zum händler! ich kenn einige, die haben das ganze als reisepreisvergleicher gestartet. erst ganz klein mit notebock zum kunden und jetzt doch mit eigenem laden!
    preisagenturen gibt es viele, nur wie sie arbeiten weiß keiner so richtig weil die entsprechende PR fehlt!
    wenn du also anfängst kleine brötchen zu backen und in der näheren umgebung niemand konkurenz macht könnte wenn wirklich alles gut läuft bals ne riesen kiste daraus werden.


    lass was von dir hören, ich gehöre zu der kategorie "fauler Kunde":D

  • Mit dem "schief gehen kann ja kaum was" wär ich mir da nicht so sicher... was, wenn der Kunde nachher doch nicht zahlen will/kann? Gut, dann hast du normalerweise noch die Möglichkeit, die Ware binnen 14 Tagen zurückgehen zu lassen. Bis du das Geld wiederhast könnte es allerdings ein paar Tage dauern... und vor Allem was ist, wenn du Probleme mit dem Händler kriegst, bei dem du bestellst? Bei einzelnen sind leider Lieferzeiten von vier Wochen durchaus drin und wenn du mal an Betrüger gerätst oder das Unternehmen bei dem du gerade bestellt hast pleite macht? Diese Risiken würde ich auf keinen Fall unterschätzen.


    Du kannst das Risiko natürlich überschaubar halten, indem du z.B. ab gewissen Betärgen Anzahlungen verlangst und nur bei vertrauenswürdigen Händlern und nicht per Vorkasse bestellst und eben nicht einfach bei diversen Preissuchmaschinen den Günstigsten raussuchst. Wenn du dann noch eine gute Möglichkeit findest, Kontakt zu den potenziellen Kunden aufzubauen (und auch so vertrauenswürdig rüberkommst, das jemand was bei dir bestellen will ;)), so kannst du damit IMHO durchaus etwas dazuverdienen :)

  • @ martin reicher: dass isses ja, leute die sowas nicht kennen, ältere leute z.b.


    @ handyguru: erstmal: selbständig machen nur mit guter idee. zweitens mal: du kannst mir nicht erzählen dass man von sowas leben könnte - jedenfalls nicht wenn man erst anfängt!


    das mit firmen könnte ein problem werden, solange das aber noch klein ist denke ich kann man es echt überschaubar halten!
    und im garantiefall ist ja wohl der hersteller zuständig oder???


    >>> tkjever

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  • Zitat

    Original geschrieben von tkjever
    und im garantiefall ist ja wohl der hersteller zuständig oder???


    Nicht ganz. Die Hersteller geben manchmal nur eine Garantie von z.B. einem Jahr, den Rest (Gewährleistung) trägt dann der Händler.


    Die Idee an sich ist nicht schlecht. Ein gewisses Risiko trägt man als Selbständiger immer. Das schwierigste dürfte wohl die "Kundenbeschaffung" sein. Ohne Werbung (=Investiton) kommt man i.d.R. über den Familien-/Bekanntenkreis nicht hinaus, bei denen mach ich das für lau....

    mfg supersiggi

  • Zitat

    Original geschrieben von Weizen
    Gut, dann hast du normalerweise noch die Möglichkeit, die Ware binnen 14 Tagen zurückgehen zu lassen. Bis du das Geld wiederhast könnte es allerdings ein paar Tage dauern.


    du meinst Widerrufsrecht bei Fernabsatz? Da muss ich dich enttäuschen...

    Zitat

    §312b BGB: Fernabsatzverträge sind Verträge über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen, die zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden, es sei denn, dass der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystems erfolgt.


    Zitat

    BGB § 13 Verbraucher
    Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann.


    Hier ist tjkever nicht Verbraucher sondern Unternehmer

    Zitat

    BGB § 14 Unternehmer
    (1) Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt


    ergo: kein Fernabsatzvertrag

    Viele Grüße
    Martin

  • Re: Ist das eine Idee für nen Nebenverdienst?


    Zitat

    Original geschrieben von tkjever
    Könnte so etwas Erfolg haben?


    Hat es doch Vielerorts bereits, denn es gibt etliche solcher Preisagenturen. Du sagst denen, was du kaufen willst und die besorgen es dir billiger. Such´ einfach bei Google nach "Preisagentur" ;) ...

  • also sowas übers internet zu verbreiten ist schwachsinnig, weil die leute die die site ansurfen sich im netz auch was kaufen können ;)


    ich dachte daran, erstmal handzettel werbung zu machen und sehen ob sich wer meldet. mit ein bißchen kapital kann man das dann in einer lokalen zeitung veröffentlichen.


    was anderes noch: was kostet es mich, so ein gewerbe anzumelden, ich nehme mal an dass ich gewerbesteuer zahlen muss. wieviel ist das?
    bin 17jahre, schüler und verdiene so gut wie nix (taschengeld, nachhilfe).
    mit 17jahren kann man ein gewerbe anmelden das weiß ich weil ich jemanden kenne der auch mit 17j was gestartet hat


    >>> tkjever

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  • Zitat

    Original geschrieben von Martin Reicher
    ergo: kein Fernabsatzvertrag


    Stimmt, soweit hab ich gar nicht gedacht :rolleyes: Das vereinfacht die Sache natürlich auch nicht gerade. Immer Vorkasse zu verlangen würde zwar das Risiko, aber wohl auch die Kundenanzahl deutlich verringern...


    tkjever: Gerade wenn du die Sache mit so gut wie keinem Kapital angehen willst hast du natürlich ein um so größeres Problem, wenn ein Kunde oder Händler Probleme macht. Ich nehm mal nicht an, dass du ohne Probleme für ein paar Monate (oder bei Zahlungsunfähigkeit vielleicht für immer) auf ein paar tausend Euro verzichten kannst...

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