Welchen Grundstock an Literatur braucht man für ein BWL-Studium?

  • Servus!


    Da im Oktober mein Studium losgeht, wollte ich mal die hier anwesenden BWL-Studenten fragen, welche Literatur man in jedem Fall benötigt, quasi die absolute Mindestausstattung. Gut wären auch Preise, damit ich weiß, mit was ich rechnen muss.


    Wer VWL studiert, darf hier auch gerne seinen Senf reingeben, denn eventuell wirds auch VWL bei mir.

  • Zu VWL hatte ich die Bücher von N. Gregory Mankiw.
    Gibt es auch in der deutschen Übersetzung und sind nicht sooo teuer.
    Ich fand sie immer recht anschaulich geschrieben was die VWL allgemein und die Makroökonomik im Speziellen angeht.


    Grüße SpeedTriple

  • Re: Welchen Grundstock an Literatur braucht man für ein BWL-Studium?


    Zitat

    Original geschrieben von Intruder
    Da im Oktober mein Studium losgeht, wollte ich mal die hier anwesenden BWL-Studenten fragen, welche Literatur man in jedem Fall benötigt, quasi die absolute Mindestausstattung. Gut wären auch Preise, damit ich weiß, mit was ich rechnen muss.


    Eigentlich nichts, das es nicht auch in der Bib gibt - oder anders: hängt von Uni und Deinen Profs ab.


    Aber theoretisch reicht es, ein paar Paperbacks (akt. Beck-Gesetze zu HGB und allgemeinen Wirtschaftsgesetzen) zu kaufen, den Rest gibt's wirklich in jeder mittelmäßigen Bibliothek. Allerdings wirst du bestimmt auf ein paar Bücher stoßen, die Du gerne selber besitzen würdest.
    Die anderen traditionellen Standards, wie bspw. ABWL-Wöhe oder so helfen auch bei der ein oder anderen Arbeit/klausurvorbereitung. Wirklich empfehlenswert ist ein Gabler Wirtschaftslexikon, entweder elektronisch oder auch bei alter Auflage als Restposten günstig zu bekommen.

  • Hallo!


    Das kann man pauschal so nicht sagen, da jeder Professor so seine eigenen Vorlieben hat. Letzendlich sollte man sich an die Bücher halten, die in den Vorlesungen empfohlen werden, zumal manche Professoren sich extrem nah an diese Bücher halten.


    Hier aber trotzdem meine Tips bezüglich VWL (Grundstudium):
    Makro: Felderer/Homburg: Makro & Neue Makro. Meiner Meinung nach sehr empfehlenswert und angenehm lesbar, bis auf den groben Schnitzer mit dem Kapitalmarkt bei Keynes:rolleyes:.Den Mankiw ("Makroökonomik") kann man ganz gut nebenbei lesen.
    Falls Du Fragen zu Makro hast, poste ruhig. Bei mir ist hoffentlich noch etwas hängengeblieben.


    Mikro: Varian: Ist eigentlich so das Standardwerk, hat mir allerdings nicht so gefallen, zumal die Übersetzung etwas grausig ist. Der Übersetzer springt öfters zwischen männlicher und weiblicher Form. Wenn Du an die englische Ausgabe kommst, nimm die; die ist um Längen besser. Auch nicht schlecht fand' ich "Stocker: Repetitorum Mikroökonomie". Das sollte man aber erst zum Ende nehmen, da - IIRC - dort einige Fehler eingebaut sind...


    Wirtschaftspolitik:
    Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, Bände 1 & 2


    Allgemeine VWL:
    Stiglitz/Schönfelder und Mankiw: Volkswirtschaftslehre geben beide einen guten Überblick über die allgemeine VWL.


    Abstand nehmen würde ich von diesen gelben Heftchen (RW oder RN-irgendwas Verlag). Das Heftchen zu Makro ist einfach nur der F/H zusammengefaßt, und das noch nichtmals gut.



    Die folgenden Bücher sind eher fürs Hauptstudium geeignet, geben aber auch einen Überblick über die VWL:


    Monetäre Außenwirtschaftstheorie von Jarchow/Rühmann. Im Grunde genommen die Weiterführung des F/H, "nur" daß jetzt das Ausland mit in die Analyse einbezogen wird.


    Finanzwissenschaft: Stiglitz/Schönfelder und v.a. Wellisch Bände I-III sind empfehlenswert.


    Preis- & Allokationstheorie: Weiterführung der Mikro aus dem Grundstudium. Befaßt sich v.a. mit den Gründen von Marktversagen (externe Effekte, öffentliche Güter): Egon Sohmen: "P&A-Theorie". Nur ein Wort: Schrott. Buch ist aus den siebziger Jahre und genauso alt geschrieben. Nicht intuitiv. Miese Formulierungen ("blablabla ist sofort ersichtlich", "leuchtet sofort ein"...), man kommt sich beim Lesen ziemlich bescheuert vor.


    Wenn irgendwie möglich, würde ich mir die Bücher nicht kaufen, sondern aus der Uni-Bib ausleihen und dann kopieren. Das spart so manchen Euro.


    Zu den BWL-Büchern ist nur folgendes zu sagen: Es gibt viel zu viele, um da Tips zu geben. Das kommt einerseits auf den Professor und andererseits auf Deine Fächer an, welche Bücher Du brauchst. Wenn Du mit diesen Büchern nicht klar kommst, kannst Du immer noch nach Alternativen suchen.


    MfG & HTH
    bimmelbommel


    P.S. Was vielleicht noch interessant ist, sinsd die Bücher zum wissenschaftlichen Arbeiten, v.a. der Theisen. Allerdings bringt Dir das auch wenig, wenn die Lehrstühle eigene Vorstellungen haben, wie man eine Hausarbeit zu gestalten hat...

    Es ist besser seinen Mund zu halten, um für einen Narren gehalten zu werden als den Mund aufzumachen, um alle Zweifel zu beseitigen.

  • Re: Re: Welchen Grundstock an Literatur braucht man für ein BWL-Studium?


    Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Eigentlich nichts, das es nicht auch in der Bib gibt - oder anders: hängt von Uni und Deinen Profs ab.


    Aber theoretisch reicht es, ein paar Paperbacks (akt. Beck-Gesetze zu HGB und allgemeinen Wirtschaftsgesetzen) zu kaufen, den Rest gibt's wirklich in jeder mittelmäßigen Bibliothek. Allerdings wirst du bestimmt auf ein paar Bücher stoßen, die Du gerne selber besitzen würdest.
    Die anderen traditionellen Standards, wie bspw. ABWL-Wöhe oder so helfen auch bei der ein oder anderen Arbeit/klausurvorbereitung. Wirklich empfehlenswert ist ein Gabler Wirtschaftslexikon, entweder elektronisch oder auch bei alter Auflage als Restposten günstig zu bekommen.



    Ich werde in Mannheim studieren.


    Wenn ich das hier so lese, schließe ich daraus, dass es eher ratsam ist, vorher nichts zu besoprgen und dann nur gezielt die Sachen anzuschaffen, die mein Prof wünscht und die nicht über die Unibib verfügbar sind, richtig?


    Gibts denn ein Heft/Buch zum Einstieg, eine Art grober Überblick über die Fächer des Grundstudiums?

  • Re: Re: Re: Welchen Grundstock an Literatur braucht man für ein BWL-Studium?


    Zitat

    Original geschrieben von Intruder
    Ich werde in Mannheim studieren.


    Wenn ich das hier so lese, schließe ich daraus, dass es eher ratsam ist, vorher nichts zu besoprgen und dann nur gezielt die Sachen anzuschaffen, die mein Prof wünscht und die nicht über die Unibib verfügbar sind, richtig?


    Gibts denn ein Heft/Buch zum Einstieg, eine Art grober Überblick über die Fächer des Grundstudiums?


    Richtig interpretiert ;)


    Zwecks Überblicks für's Grundstudium: die verschiedenen Studentenorganisationen, wie z.B. RCDS, Fachschaft usw. bieten in der Regel in den ersten Tagen des Studiums massig Info-Kram für die Frischlinge an, einfach Augen danach offen halten bzw. die Webseiten der Organisationen abklappern.

  • Geh mal auf die HP des Lehstuhls, da stehen Literaturverzeichnisse.


    Ich wuerde aber mal den Wöhe/Döring als Standardlektüre ansehen.


    Ansonsten schon mal besorgen (brauchst Du auf jeden Fall):
    -BGB
    -Grundgesetz
    -HGB


    Ich persönlich finde den Gabler nicht so toll, der Wöhe ist doch etwas besser, aber das ist Ansichtssache. Ansonsten hilft Dir bestimmt die HP oder die Fachschaft weiter...


    greetz,
    autares

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ansonsten schon mal besorgen (brauchst Du auf jeden Fall):
    -BGB
    -Grundgesetz
    -HGB


    Eben die würde ich noch nicht besorgen, sondern erst genau dann, wenn du sie brauchst. Schließlich kommen davon jährlich neue Auflagen heraus, und in den Prüfungsordnungen steht meist (proforma) drin, dass nur die aktuellste Auflage verwendet werden darf.

  • Aus Erfahrung


    Eben, kauf erst mal gar nix, Du wirst während Deines Studiums noch genug Geld für Bücher ausgeben und irgendwann fragen, warum Du den Schmutz eigentlich gekauft hast.


    Für einen Überblick über die Veranstaltungen, hol Dir einfach das KVV der Fachschaft BWL, müßte es bereits im Kober/Löffler geben, das KVV VWL ist glaube ich sogar kostenlos. Aber vorsicht, auch wenn sich die Fachschaften echt Mühe geben, richtig ist nur was offiziell im Vorlesungsverzeichnis steht und selbst da kann es vorkommen, daß diese Infos von denen der Lehrstuhl-Pages abweicht.


    An sonsten genieß noch Deine Freizeit, lange hast Du keine mehr ;)


    Falls Du Fragen zum Stundenplan o.ä. hast, kannst Dich gerne melden, vielleicht kann ich Dir helfen. Auch hier gilt, die Empfehlungen des Studienbüros bzw. der Fachschaft sind zum teil mit Vorsicht zu genießen, denke ich jedenfalls.


    Gruß Christian

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