Re: Rolex - Tauchen - Mech. Uhren usw.
ZitatAlles anzeigenOriginal geschrieben von Sackgesicht
Alle von Dir genannten Argumente treffen wohl auf
billige, schicki-micki, Möchtegern-, Pseudo-Taucheruhren
zu.
Sich-dehndende Dichtungen und Kondenswasser unterm Glas gibt es nämlich bei einer wirklichen Diver nicht. Das behaupte ich im Gegensatz zu Deiner Aussage.
http://chronocentric.com/watches/wresist.shtml ist ein Forum, das sich überwiegend mit Uhren von Omega beschäftigt, einschließlich der Seamaster-Modelle, die Du ja wohl als echte Taucheruhren anerkennen wirst, oder? Und selbst da wird auf das Problem mit dem unterschiedlichen Ausdehnungsverhalten von Dichtungen und Gehäusematerial hingewiesen. Dies ist nämlich eine physikalische Gesetzmäßigkeit, die sich überhaupt nicht verhindern läßt, egal, was ich auf eine Uhr draufschreibe, und egal, was Du behauptest.
ZitatOriginal geschrieben von Sackgesicht
Auch da widerspreche ich gerne. Richtige Divers (in die beziehe ich meine Zeno ein) haben eine spezielle Legierung von rostfreiem Edelstahl mit aussergewöhnlich hoher Widerstandsfähigkeit gegen Oxydation. Diese Gehäuse werden in kompetenten (oft Schweizer) Spezialmanufakturen gemacht und nicht irgendwo "hingepresst". Und ausserdem gibt es da noch die nette DIN 8306, die die Salzwasserbeständigkeit definiert.
All dies muss eine "normale" Uhr nicht aufweisen und wird es i.d.R. auch nicht.
Und dadurch wird m. E. der "Mythos" einer echten Diver dadurch eben nicht entzaubert, sondern ist und bleibt eine besonders robuste Uhr mit viel Reserve für alle Gelegenheiten.
http://www.unterwasserwelt.de/…eruhren_aus_u-boot_s.html geht ausführlich darauf ein, daß der PRE-Wert für Salzwasserbeständigkeit bei allen handelsüblichen Gehäusen (einschließlich der von Taucheruhren) bei ca. 26 liegt. Der hierbei verwendete Stahl ist die Legierung 316L (bzw. 904L bei Rolex, dieser Stahl weist eine sehr geringfügig höhere Korrosionsbeständigkeit auf, allerdings zu Lasten eines höhen Nickelanteils, der allergische Hautreaktionen auslösen kann). Zeno wird hier nicht ausdrücklich als die Marke genannt, die hier höhere Werte erzielt; auch auf deren Webseite habe ich keinerlei solcher Hinweise gefunden. Wenn Du also über seriöse Quellen verfügst, die belegen, daß Zeno für seine Taucheruhren einen ähnlichen Spezialstahl verwendet wie Sinn für seine neuen Taucheruhren, dann lasse es uns bitte wissen.
Schön, daß Du Dich offenbar schon mal von dem Gedanken der außergewöhnlich hohen Widestandskraft von Taucheruhren gegen Magnetfelder verabschiedet hast. Denn mir wäre so spontan nicht bekannt, daß Zeno in seine Uhrengehäuse Weicheisenkalotten verbaut, um damit die elektromagnetische Unempfindlichkeit der Werke auf Wert bis zu 80 k Am zu steigern, so wie IWC und auch Sinn das tun. Auch wohnt dem o. g. Stahl 316L noch ein gewisser Hang zum Magentismus inne, dem o. g. Spezialstahl, den Sinn in seinen neusten Taucheruhren verwendet, dagegen nicht.
Insgesamt trifft also nach meinen Informationen auf Zeno Taucheruhren technisch genau das zu, was ich beschrieben habe: Es sind mechanische Uhren, die nach allen DIN- und sonstigen Normen ebenso stoßsicher und antimagnetisch sind, wie andere mechanische Sportuhren auch. In Punkte Wasserdichtigkeit erfüllen sie die DIN-Normen, die zum Erreichen der aufgedruckten Werte gelten, wobei auch sie dem Risiko unterliegen, bei extremen Temperaturschwankungen ihre Dichtigkeit schlagartig verliegen zu können, zumindest so lange, bis Dichtung und Gehäuse wieder auf einem gemäßigten Temperaturniveau befinden.
Viele Grüße und einen
Happy Day




