Wer von Euch Hessen geht noch demonstrieren?

  • Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Boah, langsam ist es mir echt peinlich so oft zu antworten, aber die Ignoranz, mit der Postings oder deren Aussage überlesen werden ist echt nicht mehr witzig!


    speakers: Die Unverschämtheit, die manche darin sehen, daß die Landesregierung die Gebühren zum Stopfen von Haushaltslöchern einsetzt, die kann ich einfach nicht erkennen, denn aus dem selben Haushalt kommt doch das Geld für die Universitäten ;)


    Und warum ist denn die Qualität an den sog. Eliteuniversitäten in USA etc. so hoch? Richtig!


    Es werden mit den Gebühren auch keine Löcher irgendeines Haushaltes gestopft. Der Betrag wäre Peanuts! Entweder man will Qualität in der Bildung oder eben nicht. Bildung war schon immer mit Kosten verbunden. Deshalb bilden Unternehmen ja auch nur ungern aus. Dumm nur, dass der Staat nun auch an dieser Stelle "sparen" will. Derzeit können die Lehrstühle mit ihrem Finanzvolumen den Prof und ein paar Hiwis finanzieren. Sachmittel werden dafür auch gelegentlich gerne umgewidmet.
    Gegenwärtig ist eben Aldi im Trend. Als Autodidakt hat man es an der Uni in den letzten Jahren recht gut. Selbstbedienung funktioniert an einer Uni aber leider nicht auf Dauer. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Pisatest. Ich hoffe dann werden auch die deutschen Unis einbezogen. Dann geht das Geschrei wieder von vorne los.

  • andi0815: Vielleicht solltest du mal deine Eltern fragen, wie sie zu Studiengebühren stehen. Wenn man selber dafür aufkommen muss, dann sind sogar 50 Euro happig! Du kannst gar nicht nachvollziehen, wie es ist, neben dem Studium arbeiten zu müssen, du musst es nicht.
    Ich arbeite mindestens 3mal die Woche, verdiene 400 Euro im Monat, habe 24 Semesterwochenstunden, schreibe gerade an einer 40seitigen Arbeit und habe im März 4 wichtige Prüfungen. Und trotzdem probiere ich mein Studium in einer angemessenen Zeit zu schaffen! Und wenn es trotz 10 Semestern Regelstudienzeit 12 werden, dann bin ich stolz auf mich, aber ärger mich auch, wenn ich Geld dafür bezahlen muss, dass der Staat mich während meines Studiums nicht mehr unterstützt hat, sondern eher noch "ausgebeutet" hat.....
    Meine Eltern hätten mich in den Arsch getreten, hätte ich mein Studienfach gewechselt, so wie du. Weisst du eigentlich, was du für ein verwöhntes Kind du bist?! Deine Mutter geht nur für euch Kinder arbeiten. Ich hätte da ein schlechtes Gewissen. Bei jedem Pulli, jedem Bier und jeder gekauften Zeitung. Wenn das dir hier zu doof ist, zu antworten, dann lass es einfach bleiben....


    Intruder hat meiner Meinung nach vollkommen recht


    Gruß
    Mekong

    Ein Hund denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...sie müssen Götter sein!"


    Eine Katze denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...ich muss ein Gott sein!

  • Das Problem ist einfach, dass bei deiner genannten regelstudienzeit + 50 die Gebühren ja schon einsetzen sollen.


    Man kann auch nicht alles auf einmal haben. Will man innerhalb der regelstudienzeit abschliessen, muss man weitreichende Abstriche machen.


    Entweder fehlt die zeit dann zu Geldverdienen, oder um eine Sprache zu lernen/zu vertiefen, oder die fachliche Tiefe eines Studiums wird vernachlässigt etc.


    Das Problem ist nicht die Regelstudienzeit, die kann ruhig so bleiben. Das Problem ist die mangelnde finanzielle Unterstützung oder eben zusätzliche Belastung. Du kannst pro Semester alleine an meiner Uni Mannheim mit Fixkosten von min. 400 Euro für Einschreibungs- und "verwaltungsgebühren" (nichts anderes als versteckte Studiengebühren), das Semesterticket und den absolut minimalen Grundstock an Büchern rechnen. Da ist noch keine Wohnung, kein Essen, keine Mensa, kein Telefon, kein Internet, kein Strom, keine Heimfahrten, keine zusätzlichen Kurse (z.B. Sprachkurse) geschweige denn mal ein Kinobesuch für 3 Euro oder eine Pizza eingerechnet. Das ist das Problem.


    Außerdem bergen Studiengebühren ein weiteres, psychologisches Problem. Wer aus etwas weniger begüteten Schichten kommt, überlegt sich dann dreimal, ob er ein Studium aufnimmt, vor allem, wenn er für seinen Wunschstudiengang in eine extrem teure Stadt wie FFM oder MUC ziehen muss und weiß, dass er auf Grund des nötigen Jobbens schnell über die regelstudienzeit hinausschiesst.

  • Ja, aber meinst du nicht, daß die von dir angesprochenen versteckten Studiengebühren mehr Leute verschrecken, als das durch transparente Modelle mit fairer Finanzierung wäre? Genau das was du mit den versteckten Kosten sagtest, war auch der Tenor eines Artikels über die abnehmende Zahl der Studenten aus sozal und finanziell schwächeren Familien? Aber der Auto kam eben zu dme Schluß, daß das durch "richtige" Studiengebühren erändert werden könnte


    Mekong: Ohne Worte...:(

  • Zitat

    Original geschrieben von Mekong
    Ich arbeite mindestens 3mal die Woche, verdiene 400 Euro im Monat, habe 24 Semesterwochenstunden, schreibe gerade an einer 40seitigen Arbeit und habe im März 4 wichtige Prüfungen. Und trotzdem probiere ich mein Studium in einer angemessenen Zeit zu schaffen!


    Ohne Dir nahetreten zu wollen, aber wenn man die von Dir genannten Zahlen mal überschlägt: bei 400 EUR im Monat wirst du rund 40 Std. (?) arbeiten, d.h. es sind 10 Stunden pro Woche, macht zusammen mit den 24 SWS (die ja in Wirklichkeit "nur" 18 volle Stunden sind (45 Min bei SWS-Zähnlung statt 60 Min)) 34 Stunden die Woche. Wenn man nun davon ausgeht, dass ein Student zwischen 40 und 50 Stunden ins Studium investieren kann (inkl. der dazu notwendigen Nebenjobs), ohne leistungsmäßig an die Grenze zu stoßen, ist doch da noch jede Menge Zeit. Zumal bei einem guten Zeitmanagement die Vorbereitung für die 4 wichtigen Prüfungen, die in 5 Monaten anstehen, gut unterzubringen sein sollten.
    Sorry, aber ich versteh' das Problem nicht...

  • Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Ohne Dir nahetreten zu wollen, aber wenn man die von Dir genannten Zahlen mal überschlägt: bei 400 EUR im Monat wirst du rund 40 Std. (?) arbeiten, d.h. es sind 10 Stunden pro Woche, macht zusammen mit den 24 SWS (die ja in Wirklichkeit "nur" 18 volle Stunden sind (45 Min bei SWS-Zähnlung statt 60 Min)) 34 Stunden die Woche. Wenn man nun davon ausgeht, dass ein Student zwischen 40 und 50 Stunden ins Studium investieren kann (inkl. der dazu notwendigen Nebenjobs), ohne leistungsmäßig an die Grenze zu stoßen, ist doch da noch jede Menge Zeit. Zumal bei einem guten Zeitmanagement die Vorbereitung für die 4 wichtigen Prüfungen, die in 5 Monaten anstehen, gut unterzubringen sein sollten.
    Sorry, aber ich versteh' das Problem nicht...


    Du hast echt null Ahnung...!


    Pro Vorlesung (ein Block à 1,5 Stunden) kannst du mal mindestens noch eine Stunde zum Vor- und Nachbereiten rechnen, zumindest so lange wie man die Sache ernsthaft angeht. Da ist noch keine Zeit für Klausurarbeit und Hausarbeiten eingerechnet. Geschweige denn freiwillige Veranstaltungen wie Sprachkurse etc.


    Abgesehen davon möchte ich dich sehen, wenn du nach 5 ooder 6 Stunden Arbeit nach Hause kommst. Du hockst dich bei deinem Zeitmanagement bestimmt gleich nochmal 2 Stunden an den Schreibtisch und lernst konzentriert und erfolgreich. :rolleyes:


    Und wenn ich hier höre dass bei einigen Mami arbeiten geht kann ich nur sagen: :flop: bzw. :rolleyes: war ja klar, dass dann so ne Meinung bei rumkommt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Joe2


    Sorry, aber ich versteh' das Problem nicht...


    Jetzt mal einfach formuliert: zahlst Du beim Aldi Eintrittsgeld? Es ist meiner Meinung nach nicht nachzuvollziehen, wofür die Studenten derzeit Geld bezahlen sollten, wenn keine "Verkäufer" da sind. Wenn Gebühren eingeführt werden sollen, dann muss dafür aber auch eine Gegenleistung her - und die wird es nicht geben. Ist eigentliche dieselbe Diskussion, wie sie derzeit auf allen finanzpolitischen Ebenen abläuft.

  • Zitat

    Original geschrieben von speakers
    Es werden mit den Gebühren auch keine Löcher irgendeines Haushaltes gestopft. Der Betrag wäre Peanuts!


    Peanuts? Also in Hessen rechnet RoKo mit bis zu 39 Mio EUR. Sag noch mal Peanuts dazu!


    Und das mit dem Haushalt sieht in Hessen so aus: Einsparungen im sozialen Bereich ca. 1 Mrd. EUR. (Dabei Kürzung für Schuldnerberatung auf 0)
    Bund der Heimatvertriebenen aus Schlesien: Mittelerhöhhung
    Staatskanzlei: 2. Minister für RoKo. Mittelerhöhung.


    Dazu kommt, daß RoKo vor einem Jahr einen Hochschulpakt mit den Unis ausgehandelt hat. Darin wird den Hochschulen ein fester Geldbetrag zugesagt. Im Gegenzug verpflichten sich die Unis zu weiteren Einsparungen. Trotz Studiengebühren und "Verwaltungsgebührenabgabe" (wer verwaltet die Studis eigentlich? Die Uni oder der Staatshaushalt? So viel zum "technischen") wurden die Mittel jedoch gekürzt und der Hochschulpakt einseitig geändert (unter der Drohung, ihn ganz platzen zu lassen!).


    So viel zum Thema Peanuts, Haushalt, usw.

    Let the young fight the wars.

  • Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Ohne Dir nahetreten zu wollen, aber wenn man die von Dir genannten Zahlen mal überschlägt: bei 400 EUR im Monat wirst du rund 40 Std. (?) arbeiten, d.h. es sind 10 Stunden pro Woche, macht zusammen mit den 24 SWS (die ja in Wirklichkeit "nur" 18 volle Stunden sind (45 Min bei SWS-Zähnlung statt 60 Min)) 34 Stunden die Woche. Wenn man nun davon ausgeht, dass ein Student zwischen 40 und 50 Stunden ins Studium investieren kann (inkl. der dazu notwendigen Nebenjobs), ohne leistungsmäßig an die Grenze zu stoßen, ist doch da noch jede Menge Zeit. Zumal bei einem guten Zeitmanagement die Vorbereitung für die 4 wichtigen Prüfungen, die in 5 Monaten anstehen, gut unterzubringen sein sollten.
    Sorry, aber ich versteh' das Problem nicht...


    Studentenjobs sind rarr, 10 Euro Lohn verdammt utopisch- ich kriege 6,50. Soll ich dir das jetzt mal vorrechnen Schatz?!
    Also ich arbeite 3mal die Woche 5 Stunden. Macht 15 Stunden pro Woche, verstanden?! Habe 24 Semesterwochenstunden 45 bzw. 90 Minuten werden nämlich auch fast immer überzogen). Also arbeite ich so wie ein normaler Beschäftigter. So, dann muss ich ja nicht nur für meine Prüfungen lernen und die Arbeit schreiben, sondern auch noch für andere Seminare "Hausaufgaben" machen und lesen ohne Ende. Vielleicht hast du das Wort Reader oder Skript schon mal gehört.
    Und jetzt willst du mir erzählen, wie gut ich es doch als Student im Vergleich zu einem Arbeiter habe?!
    AHA!



    Eigentlich wollte ich mit dem Thread nur solidarische "Mitkämpfer" ausfindig machen. Schade, dass es so viele Sturrköppe hier gibt und sorry, dass ich schon wieder mit einer Hammerschlag-Rhetorik ankomme. Vielleicht sollte ich das mit der elocution und so noch mal lernen *aufironiehinweis*


    Mekong

    Ein Hund denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...sie müssen Götter sein!"


    Eine Katze denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...ich muss ein Gott sein!

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