China Inc.-die rote Gefahr

  • Zitat

    Original geschrieben von XIII
    Wir schleppen denen das Know-How doch vor die Tür. Ich hatte heute auch nen Hals als ich das gelesen hab. Hinterher wundern sich die Verantwortlichen dann, während alle anderen das schon hatten vorhergesehen.


    Interessant finde ich auzch, daß gerade japanische Hochtechnologieunternehmen à la Canon wieder einen Großteil der Produktion nach Japan zurückverlagern, gerade weil in China das Know-How so gefährdet ist.


    Das ist das Schlimme und dies kritisieren nun auch Gegner beim Airbus Projekt in China.Zitat:


    "Kritiker monieren indes, das Montageprojekt werde zu einem Know-how-Verlust führen, den Chinesen ermöglichen, mittelfristig eigene Flugzeuge herzustellen - und damit dem Noch-Partner Airbus Konkurrenz zu machen."

    Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muß spekulieren. Zitat:Andre Kostolany

    Gruss
    beugelbuddel

  • Welche Firma war das denn mit Bussen oder LKW?


    Da ist es doch auch exakt so gelaufen wie mit dem Transrapid.


    Also, wenn man aus solchen Warnungen nichts lernt, dann ist man schon arg blauäugig.

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

  • Immer mehr westliche Unternehmen lagern sogar einen Teil ihrer R&D Kapazitäten nach China aus, um Kosten zu sparen :rolleyes:


    Und die chinesische Wirtschaft freut sich über den kostengünstigen Technologie Transfer :D


    Andy :)

  • Wieso, ich dachte wir müssen immer in China statt in Deutschland investieren.
    Das war doch schon immer das Beste.
    Und nun meckern alle, dass die Investitionen sich dort auch auszahlen :D

    offiziell von der TT-Administration bestätigter Troll

  • wisst ihr was mir in letzter Zeit immer mehr auffällt?


    Das dieses sogenannte "Stammtischgeschätz" mittlerweile mehr Wahrheitsgehalt hat als so manche Rede von einem Manager, Politiker oder Berater.


    Solche nahliegenden Dinge wie z.B. das mit dem Transrapid wurden von Anfang an "vom kleinen Mann" mit den Worten "die klauen uns alle Ideen und Jobs weg" kommentiert.
    [Ironie] Aber nein, China ist DIE Chance; die Gefahr ist viel grösser wenn man nichts in China macht usw. usw.
    [/Ironie] Und am Ende kommt dann immer wieder die Antwort von den völlig überraschten Entscheidungsträgern "Also damit konnte man ja nicht rechnen"


    Da fallen mir alleine aus der letzten Zeit viele Beispiele ein.


    Traurig, oder?


    Edit: Ironie Tags hinzugesetzt

  • In den letzten Jahren sind die Entwicklungen in den letzten Jahren einfach dahin gegagen das zum einen Designer, Techniker, Vertriebler und Promoter garnicht mehr gefragt werden, und man sich bei der Standortwahl auch garnichtmehr über die Situation vor Ort informiert, sondern nur noch die betrieblichen Kennzahlen anschaut.

  • m@rtin:
    und wo liegt die Chance, ich she nur risiken:
    - technologieklau
    - billig arbeit(billig nicht günstig!)
    - und Produkte hier bleiben gleich teuer


    sag mir bitte ein paar chancen, und nicht den riesigen markt den es zwar gibt, den wir aber leider nie nutzen können werden.

  • hi,


    ich sehe auch eher nur risiken und nachteile... der energiehunger chinas wird unsere energiepreise beeinflussen und auch der standort deutschland wird sich umorientieren müssen.


    langfristig wird unser lebensstandard vermutlich sinken...


    mfg,
    sope

  • Zitat

    Original geschrieben von sope
    ... auch der standort deutschland wird sich umorientieren müssen.


    "Umorientieren" ist ein gutes Schlagwort, denn tatsächlich werden ja längst nicht alle Prozesse ins Ausland verlagert. Der Kampf um die Arbeitsplätze im rein produzierenden Gewerbe ist in manchen Branchen eh schon längst verloren, aber deswegen ist der Standort Deutschland ja noch nicht "kaputt" - nur geht der Weg in Zukunft eben noch viel mehr über qualifizierte Fachkräfte.


    Was ich im Arbeitslosigkeits-Thread noch loswerden wollte, aber auch hier passt:


    Von > 1550 befragten Unternehmen im Rahmen einer DIHK-Studie in allen 81 IHK-Bezirken beurteilten nur 16% den Forschungs- und Industriestandort Deutschland als schlecht.


    FuE-Investitionen gelten als wichtiger Maßstab für den Erhalt bzw. Ausbau eines Standortes und hier machen die Unternehmen ebenfalls interessante Angaben: nur 13% planen in den nächsten drei Jahren eine Verringerung ihrer Investitionen in Deutschland, 33% planen Auslandsinvestitionen. Von diesen 33% sind allerdings "nur" rund 46% Verlagerungen und der größte Anteil (fast 50%) spielt sich dabei im EU-Raum ab.


    Interessant auch die Gründe für die Verlagerung:


    44% wegen Ergänzung eines Produktionsstandortes im Ausland, 41% wegen geringerer Lohnkosten usw. - nur 24% bzw. 12% geben Bürokratie bzw. Steuervorteile als Gründe an.


    Insgesamt zeichnet diese Umfrage ein sehr viel differenzierteres Bild, als es die allgemeine Panikmache in dem Bereich glauben machen lässt.


    Zitat

    Original geschrieben von butchooka
    - und Produkte hier bleiben gleich teuer


    Ach ja? Und was ist mit der Schwemme an Billig-Elektronik, die wir tagein und tagaus konsumieren? ;)


    Daß ein derart dynamischer Markt natürlich auch andere Märkte und Standorte "bedroht" ist doch klar, dennoch ist es ja nicht so, daß deutsche Unternehmen nicht von dem großen Markt in China profitieren würden.

  • ursprünglicher Beitrag:


    Antwort von butchooka


    Hallo butchooka,


    aus dem Zusammenhang her dachte ich das es in meinenm Beitrag, auf den du dich bezieht, nicht nötig ist auf die Ironie hinzuweisen. Für den Fall das es nicht eudeutig war: Sorry. Ich habe in meinem Beitrag auf den du dich beziehst mal Ironie Tags gesetzt.

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