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  • Die EU ist gerade auch dabei. Verhängt sie die für einen russischen Angriff angedrohten Sanktionen nun ohne Einmarsch des Militärs in die UA, wird Putin das als Aufforderung für einen Einmarsch auffassen.


    Putin ist berechenbar. Jeder, der vorgezogene Sanktionen will, muss damit rechnen, dass er dann das Pulverfass zündet.


    Ergänzung:
    (Völker-)rechtlich hat die Anerkennung durch Russland keinerlei Bedeutung. Nada. Aus meiner Sicht daher (noch) kein Grund für weitere Provokationen.

  • Die EU ist gerade auch dabei. Verhängt sie die für einen russischen Angriff angedrohten Sanktionen nun ohne Einmarsch des Militärs in die UA, wird Putin das als Aufforderung für einen Einmarsch auffassen.

    Letzten Endes hat Putin erneut Grenzen verschoben, und damit die territoriale Integrität der Ukraine erneut verletzt, ob nun militärisch oder oder Dekret durch die Anerkennung der sogenannten Volksrepubliken, ist angesichts der 150000 einsatzbereiten russischen Soldaten, die um die Ukraine postiert sind, erst mal belanglos. Von dem ersten zum nächsten Schritt sind es im Zweifelsfalle nur Stunden. Dennoch wäre ich auch dafür die Sanktionen gegen Russland erst einmal nicht zu verhängen, alleine schon um das Treffen zwischen Lawrow und Blinken, dass ein Gipfeltreffen zwischen Putin und Biden vorbereiten soll, nicht weiter zu belasten.

    Putin ist berechenbar.

    Leider nicht, wie man die letzte Tage zu genau beobachten konnte. Für jeden Schritt den er auf den Westen zugeht (Stichwort Truppenrückzug), macht er unmittelbar darauf drei Schritte zurück.

  • Immerhin gab es mindestens „Zusagen“ des Westens gegenüber Russland, dass z.B. das Gebiet der DDR nicht zur Nato gehören wird. Dass die Nato nicht in Richtung Osten erweitert wird.


    Alle diese Zusagen wurden vom Westen gebrochen.


    Gleichzeitig drohten z.B. die USA den Russen mit Krieg, als die Russen Tausende km entfernt Raketen auf Kuba stationierten.


    Gleichzeitig hat der Westen/ die USA in den letzten Jahrzehnten einige verbrecherische Angriffskriege geführt.


    Russland ist auf der internationalen Bühne zurück.

  • Immerhin gab es mindestens „Zusagen“ des Westens gegenüber Russland, dass z.B. das Gebiet der DDR nicht zur Nato gehören wird. Dass die Nato nicht in Richtung Osten erweitert wird.


    Alle diese Zusagen wurden vom Westen gebrochen.

    In welchem Vertrag kann man das nachlesen?

    Gleichzeitig drohten z.B. die USA den Russen mit Krieg, als die Russen Tausende km entfernt Raketen auf Kuba stationierten.

    Gleichzeitig? Wann war noch mal die Kubakrise?

    Russland ist auf der internationalen Bühne zurück.

    Mit dem selben Revanchismus, den Deutschland im letzten Jahrhundert betrieben hat. Wie es ausgegangen ist, ist bekannt.


    Verhängt sie die für einen russischen Angriff angedrohten Sanktionen nun ohne Einmarsch des Militärs in die UA, wird Putin das als Aufforderung für einen Einmarsch auffassen.

    Er hat die Sanktionen gar nicht abgewartet.


    Putin schickt Truppen in Separatistengebiete


    Damit scheint klar dass Putin eine diplomatische Lösung von vorne herein nicht wollte.

    Einmal editiert, zuletzt von Frank73 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Frank73 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hat wirklich Parallelen zu Abchasien und Südossetien.


    Bin sehr enttäuscht und besorgt, dass Putin die Lage weiter eskaliert.

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  • Hat wirklich Parallelen zu Abchasien und Südossetien.


    Bin sehr enttäuscht und besorgt, dass Putin die Lage weiter eskaliert.

    Im Grunde genommen ist die Situation viel schlimmer, denn er fablierte gestern dass die Sowjetunion die Satellitenstaaten nie hätte gehen lassen dürfen. Wenn sich Putin berufen fühlen sollte das rückgängig zu machen, löst er den Artikel 5 der NATO-Charta aus (Beistandsverpflichtung), und dann stehen wir mitten im 3. Weltkrieg.

  • Immerhin gab es mindestens „Zusagen“ des Westens gegenüber Russland, dass z.B. das Gebiet der DDR nicht zur Nato gehören wird. ...

    Wie hätte denn das funktionieren sollen? Klingt für mich nur wie eine (nachträgliche) Rechtfertigung für das heutige Tun.


    Hat wirklich Parallelen zu Abchasien und Südossetien.


    ...

    Überrascht sein muss man in der Tat nicht. Der Kaukasuskrieg hat gezeigt wie es funktioniert.

  • Wie hätte denn das funktionieren sollen? Klingt für mich nur wie eine (nachträgliche) Rechtfertigung für das heutige Tun.


    Hier möchte ich einfach nur einige Umstände der Vergangenheit einflechten, die ich (als nicht aktiv Beteiligter) seinerzeit einfach nur wahrgenommen habe:


    Beginnen möchte ich in der Ära Reagan/Gorbatschow. Im Rahmen des Beitritts der neuen Bundesländer wurde anlässlich des Zwei-plus-vier-vertrags vereinbart, dass die neuen Bundesländer (wider vorherige Erwartungen) Teil der NATO werden dürfen. Es war unstreitig, dass dieses Zugeständnis eine absolute Ausnahme bleiben sollte und die NATO nicht weiter nach Osten ausgedehnt werden sollte. Ein Selbstverständnis, das nicht einmal eines ausdrücklichen Vertrags bedurfte. Hier sei nur erinnert an die Absicht, Raketenstellungen in Polen einzurichten. Eine Krise fast so gefährlich wie die gegenwärtige.


    Dies haben Zeitzeugen wie Bundesaußenminister a.D. Genscher und der Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz a.D. Horst Teltschik immer wieder bestätigt. Die dann doch erfolgte Ausdehnung der NATO wurde von Russland (zähneknirschen) akzeptiert - insbesondere, weil Russland seinerzeit nicht über die Mittel vefügte, dem entgegenzutreten. Für jeden (halbwegs gescheiten) Menschen war aber klar, dass Russland NIEMALS eine Ausdehnung der NATO bis an seine Grenzen akzeptieren würde.


    Und ja, Putin IST berechenbar. Vollkommen klar war, dass Putin dies mit allen Miteln verhindern wird. Nachdem die NATO zu keinerlei Entgegenkommen bereit war, war zu erwarten, dass Putin einen "Plan B", verfolgen wird, den Beitritt der UA faktisch zu verhindern. Der Plan B:


    Die NATO-Statuten sehen vor, dass kein Land aufgenommen wird, das sich bei Aufnahme im Kriegszustand befindet. Und letzteres hat Putin nun geschaffen. Ein (unblutiger) Kriegszustand, der eine Aufnahme dauerhaft behindern wird. Und dieser (kampflose) Kriegszustand ist das, was beabsichtigt ist. Einen "Einmarsch" in das unumstrittene Territorium UA und daraus folgende Kampfhandlungen wird es nicht geben. Darauf verwette ich meinen A*sch.

  • Einen "Einmarsch" in das unumstrittene Territorium UA und daraus folgende Kampfhandlungen wird es nicht geben. Darauf verwette ich meinen A*sch.

    Ich hoffe dass du recht hast. Ich sehe zur Zeit einen russischen Bären der zu fressen angefangen hat, und niemand weiß wie groß sein Appetit ist, und wo er aufhört.

  • Ergänzung:

    Ich wundere mich über die Realitätsverweigerung, die westliche Regierungen an den Tag legen. Zumindest Joe Biden dürfte (altersbedingt) den Streit um die NATO-Osterweiterung miterlebt haben. Zumindest er dürfte als "bösgläubig" einzustufen sein.


    Russland wird eine Ausdehnung der NATO um JEDEN Preis verhindern. Jeglicher Versuch der Erweiterung kann nur zum Scheitern verurteilt sein und stellt aus meiner Sicht eine vollkommen überflüssige Provokation dar.


    Eine weitere Eskalation schadet einfach nur allen. Selbst den USA. So ist etwa die Flugzeugindustrie handlungsunfähig ohne Lieferung von Werkstoffen aus Russland (wie Titan).


    IM ERGEBNIS wird kein Weg daran vorbeiführen, die Ausdehnung der NATO bis an die Grenzen Russlands zu unterlassen. Das von Westen initiierte "loose-loose"-Zsenario halte ich für so nützlich wie einen Kropf.

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