Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Na auch wenn der über den Jordan geht, dann kommt irgendein anderer Gierhans der ihn ersetzt. Leider :(


    Ausserdem ist er nur ein "Gesicht"... es gibt genügend andere mächtige MEnschen die nicht im Rampenlicht stehen und genau so ticken wie er.


    Ja, leider.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Sie sorgen für eine Verteilung des Kapitals dort, wo es benötigt wird. Sie leiten Kapital um, wo Wachstum generiert wird. Gäbe es diese nicht, dann passiert das, was wir in der Finanzkrise gesehen haben: Kreditklemme.

    Jaja die Boersianer sind die eigentlichen Samariter :p In diesem Sinne:


  • Auch wenn das schwer zu verstehen ist.


    Sie lenken die Allokation/Verteilung von Investitionskapital und sorgen dabei auch für die Funktionsweise einer Auslesefunktion, die zum Inhalt hat, dass aussichtslose Chancen aufgeben müssen (und kein Kapital mehr verbrennen) und aussichtsreiche Chancen erst eine Möglichkeit erhalten, es zu versuchen (weil sie Risikokapital erhalten).


    Apple hat Kapital, das nicht benötigt wird. Es kann sinnvoller verteilt werden. Also bedarf es jemanden, der das angeht. Und der wird auch Erfolg haben, indem er durch seine Maßnahmen Gewinne fährt. Und natürlich alle, die mithandeln.


    Alternativ kann Apple das Barreserven-Geld ja auch in neue Innovation investieren. Tut es aber nicht in vollem Umfang und nicht mal ansatzweise in einem ordentlichen Umfang, weil es gar nicht so viele innovative Ideen hat. Es ist also mehr Geld da als Innovationen. Man könnte frech auch eine gewisse Art von 'Perspektivlosigkeit' ausrufen. Das Geld liegt demnach ungenutzt ohne volkswirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Gesamtnutzen brach. Es wird nicht genutzt. Geld, das nicht genutzt wird oder einen Zweck erfüllt, hat keinen sinnstiftenden Wert.


    Seit Icahn schüttet Apple mehr Gewinne aus (durch rückkaufbedingte Kursgewinne oder durch höhere Dividendenausschüttungen).


    Mit diesen Gewinnen werden neue Chancen finanziert bzw. mit neuem Risikokapital ausgestattet.
    That's it.


    Vergleiche Adam Smith, Wohlstand der Nationen, erschienen am 9. März des Jahres 1776:


    „Wenn daher jeder einzelne soviel wie nur möglich danach trachtet, sein Kapital zur Unterstützung der einheimischen Erwerbstätigkeit einzusetzen und dadurch dieses so lenkt, daß ihr Ertrag den höchsten Wertzuwachs erwarten läßt, dann bemüht sich auch jeder einzelne ganz zwangsläufig, daß das Volkseinkommen im Jahr so groß wie möglich werden wird. Tatsächlich fördert er in der Regel nicht bewußt das Allgemeinwohl, noch weiß er wie hoch der eigene Beitrag ist. Wenn er es vorzieht, die eigene nationale Wirtschaft anstatt die ausländische zu unterstützen, denkt er nur an die eigene Sicherheit, und wenn er dadurch die Erwerbstätigkeit so fördert, daß ihr Ertrag den höchsten Wert erzielen kann, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn. Er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, der keineswegs in seiner Absicht lag. Es ist auch nicht immer das Schlechteste für die Gesellschaft, dass dieser nicht beabsichtigt gewesen ist. Indem er seine eigenen Interessen verfolgt, fördert er oft diejenigen der Gesellschaft auf wirksamere Weise, als wenn er tatsächlich beabsichtigt, sie zu fördern.“ – viertes Buch, Kapitel 2


  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Ändert nichts daran, dass der wunde Punkt (Barreserven) noch vorhanden ist. ;)

    Und das, obwohl der Aktienkurs sich gut entwickelt hat... ;)

  • Einhorn und Icahn brachten die nachhaltige Trendwende. Davor ging es seit dem ersten Top erstmal kräftig herunter. Vorher haben wir darüber diskutiert, dass Apple für einen Value-Wert erstmals Luft ablassen muss, gerade auch in Bezug auf die nachlassende Rendite. Und das hat die Apple-Aktie auch getan. Ganz im Sinne des Kreises 'These, Argumentation und Beweisführung' (dessen Essenz bzw. dessen Kern-Aussagen in den einzelnen historischen Postings auch im Nachhinein überprüft werden können und dürfen ;)) ...


    Als Einhorns Forderungen (02/13) laut wurden, habe ich in diesem Thread positive Wirkungen der Wallstreet Forderungen skizziert. Bei Icahn (ab 08/13; George Sorros ist dort auch etwas später aktiv gewesen) habe ich diese erneut behandelt und sogar noch deutlicher herausgestellt. Spätestens zu dem Zeitpunkt musste doch klar sein, dass da enorm Druck kommen wird, der Cook lenkt (und nicht umgekehrt). Der Kursanstieg der jüngsten Zeit (der relativ betrachtet gar nicht mal so spektakulär ist, vergleicht man sie mit anderen in verschiedenen kurzfristigen Zeiträumen; e.g. 1/2/3/4/5/6/9/12/24 Monaten relativ mit Nokia New) ist tendenziell Einhorn/Icahn/kapitalmarktgeschuldet, kann man das relativ gerade besonders gut z. B. im 3M-6M-9M-Bereich erkennen. Die Produkte haben nun die Chance, diese Bewegung zu unterstützen bzw. abzusichern (; wohlgemerkt in einem gut gesättigten Markt - es ist demnach dennoch herausfordernd trotz der 10-Mio-Grenze des ersten Absatzwochenendes, da muss ja nachhaltig so weitergehen und dies zeigt sich noch). Es ist aber (zumindest aktuell) nicht umgekehrt.


    Man darf die Wirkung der Wallstreet nicht unterschätzen. Man mag Apple gerne nur aus Sicht der Produkte betrachten; ist ja in einem Telefon-Forum nicht aussergewöhnlich. Die Branche und die Nebenschauplätze haben allerdings etliche Facetten. Gerade deshalb ist eine ganzheitliche Betrachtung manchmal eben auch nicht verkehrt. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von harlekyn
    Jaja die Boersianer sind die eigentlichen Samariter :p In diesem Sinne:



    Besonders gut kommt dazu die Zurschaustellung der eigenen Selbstzufriedenheit. Wie man sich auf Kosten anderer bereichert, ohne Folgen befürchten zu müssen.

    Viele Grüße,
    Wolfgang
    Seit zehn Jahren wollte ich schon sterben, aber ich war zu gesund! [F.Sch.]
    * Europas Hightech-Industrie wird irrelevant *

  • Zitat

    Original geschrieben von Wolfgang Denda
    ... Wie man sich auf Kosten anderer bereichert, ohne Folgen befürchten zu müssen.


    Das denke ich mir auch immer, wenn ich an Apples Fertigungs- (Lohnniveau der Arbeiter und Arbeitsbedingungen) und Preispolitik (in Relation zu den Herstellungskosten) denke, wenn Du heute schon Deinen persönlichen Moral-und-Sinnfragen-Tag hast; das solltest Du noch zu den anderen heute geäusserten Stichpunkten mit aufnehmen... :p :cool:


    Die Preispolitik, die sich aus Angebot und Nachfrage definiert, entspringt übrigens der gleichen Quelle und Logik wirtschaftlichen Handelns wie die Allokation von Kapital/Risikokapital sowie das Angebot und die Nachfrage an der Börse und aller ihrer Akteure. Überall kann ein Teilnehmer nur dann etwas machen/kaufen/verkaufen/umsetzen/vereinbaren/realisieren, wenn es ein anderer zulässt und im Sinne des Kontrahenten/Handels- oder Geschäftspartners mitmacht.


    Wie Du siehst, stehen Moral und Demoralisierung nahe beieinander. Sind die Bewertungsgrenzen dafür nicht herrlich fließend und je nach gusto flexibel? Wenn Du schon die eine Seite beklagst, solltest Du die andere dabei nicht vergessen. Moral sollte dann doch schon überall und auf allen Ebenen gelten, gell?

  • Übrigens noch so ein kleiner Gedanke.
    Machen wir doch mal ein Wortspiel:


    Ebay
    PayPal
    Icahn
    ApplePay
    Apple


    Na, kommt da ein Gedanke?


    PayPal Icahn ApplePay


    Apple Pay PayPal


    Icahn


    Cook Ca(h)n I?


    ;)


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