GSM-Ersatzverbindung für DECT-Benutzerin

  • Hallo, ihr lieben Berater!


    Ich habe einen kuriosen Fall: ich betreue eine alleinstehende Frau mit 96 Jahren. Sie wohnt alleine, und kommt da auch gut zurecht.

    Allerdings ist im alten Mehrparteien-Wohnhaus mit dem Strom nicht ganz ideal, im Flur und im Keller hat der Strom häufig mal einen Aussetzer.

    Die mehreren Parteien im Haus sind entfernt eine Familie, teilen sich einen Unitymedia-Kabelanschluss.

    Der Hauptanschluss ist ein Unitymedia-Kabelanschluss im Keller, auch dort hin und wieder Aussetzer. Vom Kabelrouter (Kabel-FritzBox) kommt also die eine Nebenstelle im Haus nach oben.


    Zusammengefasst: die Telefonleitung ist unzuverlässig (wenn Strom- und/oder das Kabelnetz zusammenbricht).

    Die übrigen Nutzer im Haus sind leider nicht hilfreich. Egal...


    • Kann ich die TAE oben erhalten, und gleichzeitig oben über irgendein Gerät eine Mobilfunk-Ersatzverbindung (AnalogTRF? FritzBox? GSM-TAE-Adapterbox?) einrichten?
    • Für den Strom, der immer wieder ausfällt: gibt's noch sowas wie diese 1990er-Jahre GSM-Autokofferraum-Mobilfunk-Kisten? Da war ja ein Akku drin... :)
    • Würde im Prinzip gerne eine Art "Normalzustand" erhalten (also das bestehende technische Drama),
      und immer wenn abgehend die Leitung nicht geht soll GSM genutzt werden. Also ein GSM-Fallback an der TAE.
    • An der TAE bzw. als Endnutzer-Gerät soll auf jeden Fall das bestehende DECT-Telefon bleiben. Das kennt die ältere Dame mit 96 Jahren schon gut, und das werd ich ihr nicht wegnehmen.
    • definitiv nicht möglich ist VoIP (über Datenvolumen), denn in dem Dorf in Hessen hat es leider kein ausreichendes Mobilfunk-Datennetz. Zu ländlich.
    • das Strom-Problem löse ich vermutlich über eine Notstrom-Batterie, Stichwort "Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV)", und mit APC als Hersteller kenn ich mich da ganz gut aus.

    Ich habe hier im Forum (Link) schon über Tenda gelesen, und über die Ernüchterung. Genau da bin ich auch. Die Tonqualität oder überhaupt das "Einspringen" im Fall von einem Problem auf der Telefon-Hauptleitung, das klappt leider nicht gut.


    Ich freue mich über Tipps.


    Falls ich nicht zurecht komme, wird es wohl drauf rauslaufen, die Festnetzrufnummer wegzuportieren auf einen Mobilfunkanschluss. Und dann wird ein Homespot oder sowas angeschafft.

    Aber das ist ja auch formell eine riesige Sache.


    Nun bin ich gespannt, ob hier jemand ne schöne Idee hat. danke.

  • Das kommt mir komisch vor das es in dem Gebäude scheinbar so häufige Stromaussetzer gibt, den ansonsten sind ja eigentlich in ganz Europa Stromaussetzer eher selten. Falls es wirklich an der Gebäudeinstallation liegen sollte, dann sollte diese dringend überprüft werden, nicht das es mal die Hausinstallation einen Brand verursacht.

    Und wenn der Strom wirklich so unzuverlässig ist dann wäre wohl auch das Thema Notbeleuchtung wichtig, nicht das sie in der Dunkelheit auf dem Weg zur Wohnungstür oder zum Telefon oder Handy stolpert.


    Wenn sie bereits ein Handy benutzt finde ich es reicht es ihr zu sagen das das sie für den Fall das das Festnetztelefon nicht funktioniert dann einfach das Handy benutzt soll.


    Wenn sie noch kein Handy hat würde ich ihr einfach eins besorgen. Falls sie sich nicht damit beschäftigen möchte gibt es auch ganz einfache Geräte mit z.B. vier Festspeichertasten die sich Fotos oder Namen bekleben lassen. Und man muss sich bei den Geräte auch nichts ums Aufladen kümmern weil eine Ladeschale dabei ist und es automatisch nachgeladen wird wenn es in der Ladeschale liegt.


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  • Ich würde primär das Stromproblem angehen, der Versorger soll zu einem Ortstermin antraben und das in Ordnung bringen.


    Was wird derzeit genau für ein DECT Gerät benutzt? Doro/Emporia/Gigaset haben da auch Handys die der Bedienung eines normalen DECT Gerätes sehr nahe kommen.

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 1&1. // eSIM: o2 + Telekom.

    o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Ich würde primär das Stromproblem angehen, der Versorger soll zu einem Ortstermin antraben und das in Ordnung bringen.


    Was wird derzeit genau für ein DECT Gerät benutzt? Doro/Emporia/Gigaset haben da auch Handys die der Bedienung eines normalen DECT Gerätes sehr nahe kommen.

    Ja, inzwischen seh ich das auch so. Ich habe lange gesucht, und nun ein "Aligator T100 GSM Mobiltelefon" gekauft.

    Sieht ganz ansprechend aus, auch haptisch ganz okay. Wirklich ziemlich nah am Design eines echten Tischtelefons.

    Das Ding hat einen Akku (für ein paar Stunden Telefonie oder gute 24 Stunden Rufbereitschaft), wird über ein USB-Kabel geladen (also notfalls kann ich das sogar über eine Powerbank laden), und die Antenne macht wirklich gute Arbeit.


    Drin steckt nun eine Sipgate-SIM, von anno dazumal, als "Sipgate basic". Deshalb hat es eine Festnetz- und eine Handynummer.

    Auf dem Weg geht alles, wenn das Festnetz streikt.


    Nun habe ich einen Elektriker beauftragt, der soll sich mal das Stromproblem anschauen.

    Leider ist dort wirklich nicht nur Strom ein Problem, sondern auch Unitymedia Kabel hat echte Probleme. Ich bin da auch nicht mehr unvoreingenommen, ich finde Kabel-Internet einfach furchtbar! Und zuletzt noch, das DECT, welches die Dame mit 96 Jahren noch nutzt, hat auch seine Problemchen. Schon zu oft runtergefallen, wahrscheinlich. Ein neues kommt nicht in Frage, das wäre für die "Usability" unmöglich. Habe also nun ein gebrauchtes identisches DECT-Gerät gekauft.


    Und das Akku-Aligator, welches mir nur den Rücken freihalten sollte, während der ganze Rest geklärt wird, ist nun die beste Variante.

    Wahrscheinlich läuft's drauf raus, dass dort Kabel gekündigt wird. DSL kommt ohnehin auf der anderen Seite ins Haus rein - da wo der Strom noch gut ist... ^^

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