Peering - Datenaustausch Netzbetreiber, ISPs, Carrier

  • Google ja, aber es gibt leider Haufenweise schlechte KI-Crawler die x-fach ein und dieselbe Website abrufen und daher heftig Traffic vom Seitenbetreiber zum KI-Crawler erzeugen.


    Der Telekom-Umsetzung nach muss der Seitenbetreiber dafür zahlen (weil der Traffic von ihm kommt), obwohl er damit nichts verdient und diese Seitenabrufe nicht mal möchte... aber angeblich geht es der Telekom ja darum, denjenigen zur Kasse zu bitten, der etwas daran verdient.


    Man kann nicht verlässlich erkennen, wer an welchem Traffic verdient, also sollte man den Unfug einfach bleiben lassen.


    Technisch gesehen kommt die Anfrage vom Crawler (also von außen).Der Server antwortet nur darauf


    Das heißt: Die Aussage „der Traffic kommt vom Seitenbetreiber“ ist nur halb richtig, es ist eine Antwort auf eingehende Anfragen.


    Aber ja, ist schon richtig das es an der Stelle Unfair ist.


    Und Ja, man sollte den Unfug sein lassen. Ich sag immer wieder, die Telekom ist eine Datenschleuder. Sie hat sich das so ausgesucht. Wenn ihr das Geschäftsmodell nicht mehr gefällt, dann sollte sie es aufgeben. Dieses Peering Thema und die Stellung der Telekom verärgert mich auch massiv, so massiv, dass ich einfach keine Verträge mit denen schließen kann. Das ist eine Prinzipsache.


    Generell empfinde ich das abschnorcheln von Wissen für KI Modelle ohne Einverständnis der Seitenbetreiber als kritisch. Es zeigt aber auch wie egal es Google, AI, Microsoft ist, solange man den Spieß mit denen nicht umdreht. Dann blasen die in andere Argumente und bezeichnen es als Ihr Eigentum, wobei Ihr Eigentum auf Raub von anderem Eigentum entstanden ist

  • Technisch gesehen kommt die Anfrage vom Crawler (also von außen).Der Server antwortet nur darauf


    Das heißt: Die Aussage „der Traffic kommt vom Seitenbetreiber“ ist nur halb richtig, es ist eine Antwort auf eingehende Anfragen.

    Die Telekom schaut leider nur darauf, in welcher Richtung mehr Daten fließen, nicht wer die Anfrage initiiert hat.


    Und Ja, man sollte den Unfug sein lassen. Ich sag immer wieder, die Telekom ist eine Datenschleuder. Sie hat sich das so ausgesucht. Wenn ihr das Geschäftsmodell nicht mehr gefällt, dann sollte sie es aufgeben. Dieses Peering Thema und die Stellung der Telekom verärgert mich auch massiv, so massiv, dass ich einfach keine Verträge mit denen schließen kann. Das ist eine Prinzipsache.

    Volle Zustimmung!

  • man wird den Netzbetreibern wohl langfristig nicht das Recht absprechen können Geld von Anbietern verlangen zu können.


    Herr Höttges verwies ja explizit auf ein Verfahren was die Telekom vor dem OLG Düsseldorf gegen die Firma Meta gewonnen hat,woraufhin Herr Lohninger,der übrigens ja auch Aktionäre vertrat sagte,da würde er inhaltlich voll mitgehen,Ihm würde es nur um die Netzneutralität gehen.


    Es geht quasi nur noch darum,wie dieses Verfahren gerecht gestaltet werden kann.

    Wenn man sich den Vortrag von Herrn Lohninger anhört könnte man meinen hier hersche grosse Dissens.

    Im wesentlichen Punkt herrscht aber zunächst auch Übereinstimmung,nur der ausgestalte Weg dahin ist noch zu klären.

    Ganz ehrlich: das jetzige Verfahren,wo der Kunde es bezahlt ist fairer,vermute das neue Verfahren wird zu viel Ungerechtigkeiten führen.

    Für Firmen geht es um viel Geld und wer wieviel bezahlt das wird wohl die Frage aller Fragen.

  • Herr Höttges verwies ja explizit auf ein Verfahren was die Telekom vor dem OLG Düsseldorf gegen die Firma Meta gewonnen hat,woraufhin Herr Lohninger,der übrigens ja auch Aktionäre vertrat sagte,da würde er inhaltlich voll mitgehen,Ihm würde es nur um die Netzneutralität gehen.

    Bei dem Verfahren vor dem OLG ging es aber nur um vertragsrechtliche Aspekte, der Aspekt bei den Content-Anbietern nochmal zu kassieren, wurde dort garnicht behandelt (der hätte nämlich automatisch die Netzneutralität ins Spiel gebracht).


    Ursache für das Verfahren war, dass Meta eine Leistung (das Paid-Peering) gekündigt hat, keine der beiden Seiten hat die Interkonnektionen zurückgebaut und Meta hat sie dann einfach weiterhin genutzt. Wenn man einen Vertrag kündigt, die Leistung dann aber einfach weiter nutzt, muss man natürlich bezahlen. Eine dumme Aktion, die der Sache nicht förderlich war.

  • das stimmt zwar aber:

    Zitat

    der finanzielle Betrag den die Telekom einfordert spielt in der juristischen Auseinandersetzung letztlich nur eine Nebenrolle.

    Viel wichtiger ist dem Unternehmen die gerichtliche Feststellung,dass der Netzbetreiber einen grundsätzlichen Zahlungsanspruch hat.


    die Telekom betrachtete dies also folglich als Grundsatzurteil.

    https://www.teltarif.de/meta-t…rtragung/news/101890.html


    -Weil es geht um sehr sehr viel Geld:

    Einem Startup wurde z.B.unbestätigten Angaben zufolge von der Telekom eine direkte Anbindung angeboten zu:

    Zitat

    ein hoher vierstelligen bis niedriger fünfsteligerBetrag pro Monat

    https://www.tagesschau.de/wirt…lekom-drosselung-100.html


    Mir gefällt diese ganze Entwicklung aber auch gar nicht.Ich würde es lieber so lassen,weil letztlich ist das ein gegeneinander ausspielen von Firmen.Grossanbieter vs Mittelstand/Start Ups was Unfrieden bringen könnte. Die Telekom macht es wohl so schon länger, Vodafone folgt schon quasi und die anderen werden es auch müssen um keine Wettbewerbsnachteile zu haben.

    Ausser es gibt da nochmal andere gerichtliche Entdcheidungen?!

    Letztlich habn die Netzanbieter wohl da Ihre Oase gefunden,denn auch die anderen Anbieter weeden wohl insgeheim der Telekom Beifall dafür klatschen.

    Doppelt zahlen,Verletzung der Netzneutralität geht aber gar nicht,steht auch fest denk ich.

    3 Mal editiert, zuletzt von gts ()

  • die Telekom betrachtete dies also folglich als Grundsatzurteil.

    Sie redet es sich als Grundsatzurteil schön, aber - nochmal - der Zahlungsanspruch besteht nur, weil eine gekündigte Leistung durch Meta einfach weiter genutzt wurde.


    Das Gericht hat sich nicht mit dem Thema Peering, Peering-Preisen oder Double-Payment befasst. Es hat sich nur damit befasst, ob es in Ordnung ist, eine gekündigte Leistung weiter zu nutzen ohne sie zu bezahlen.


    Vodafone folgt schon quasi...

    Nein, der Preis, den Vodafone für Paid-Peering nun aufruft, liegt bei 1/20 des Preises den die Telekom aufruft. Vodafone liegt damit weiterhin deutlich unter normalen IP-Transit-Preisen, die Telekom liegt mit ihren Preisvorstellungen aber beim ca. vierfachen von normalen IP-Transit-Preisen (für eine geringere Leistung).

    ...und die anderen werden es auch müssen um keine Wettbewerbsnachteile zu haben.

    Ich habe gestern schonmal geschrieben, dass die Anderen es nicht ohne weiteres machen können.


    Wer selbst kein Tier-1 (oder nahe dran) ist, der kann keine überhöhten Paid-Peering-Preise verlangen. Man würde diesem Anbieter den Traffic dann einfach über dessen (für ihn kostenpflichtige) Transit-Netze "rein drücken".


    Ausser es gibt da nochmal andere gerichtliche Entdcheidungen?!

    In der Schweiz gab es ein Urteil, dass die Swisscom zu kostenneutralem Peering mit Init7 verpflichtet hat:

    https://www.tagesanzeiger.ch/s…er-kmu-init7-807691808167

  • dann wolln wir ma hoffen das es so bleibt.;)


    Bin da ganz deiner Meinung.

    Glaube Du bist da mehr im Stoff,als was ich so by the way gelesen habe.Ich kenns nur schon nen bisschen von Stream On/Vodafone Pass,da war quasi auch schon selbiges angedacht mit Firmen.(Überlegungen)


    Das bisherige System scheint mir doch schön einfach und erstma gerecht....never change a winning team.Das was die Telekom vor hat riecht nach Unfrieden und Gezerre.


    Die Telekom holt sich bestimmt auf die Tour jetzt schon nen schönes Taschengeld.Kein Wunder das sich das Startup im Tagesschau-Artikel die Zahlung nicht leisten konnte.:rolleyes:

  • Bei dem Verfahren vor dem OLG ging es aber nur um vertragsrechtliche Aspekte, der Aspekt bei den Content-Anbietern nochmal zu kassieren, wurde dort garnicht behandelt (der hätte nämlich automatisch die Netzneutralität ins Spiel gebracht).

    ich fragte mich halt nur, warum Meta überhaupt den Vertrag mit der Telekom damals gemacht hatte,da Sie ja eben diesen mit anderen Netzbetreibern nicht abgeschlossen haben und folglich da auch nichts zahlen.


    Aber vermutlich fragt sich Meta eben diese Frage gerade jetzt auch und wollte so schnell wie möglich daraus.

    Dann war das von Meta quasi eine Art freiwillige Vereinbarung mit der Telekom.


    Ein Vertragsverhältnis liegt ja quasi mit dem Endkunden vor.Den generellen Weg Geld von Streamingdienstanbietern zu verlangen sehe ich auch eher nicht.


    Indem die Telekom die Gescheindigkeit drosselt und damit einen künstlichen Engpass schafft versucht die Telekom quasi zu einem Vertragsabschluss zu nötigen,damit normales surfen wieder möglich ist.Die Geschwindigkeitsdrossel könnte man auch als Druckmittel sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von gts ()

  • ich fragte mich halt nur, warum Meta überhaupt den Vertrag mit der Telekom damals gemacht hatte,da Sie ja eben diesen mit anderen Netzbetreibern nicht abgeschlossen haben und folglich da auch nichts zahlen.

    Ich gehe davon aus, dass Meta auch mit anderen Access-Providern Verträge hat: Auch bei kostenneutralen Peerings kann es Verträge dazu geben und vermutlich haben sie hier und da vielleicht auch Paid-Peerings (*). Im Vorlauf zum Streit mit der Telekom gab es ja Verhandlungen über den zukünftigen Preis, wo man sich nicht einig wurde.


    (*) Paid-Peering heißt ja nicht automatisch, dass ein vielfaches des marktüblichen Transitpreises wie von der Telekom aufgerufen wird.

  • das gibt noch nen Gezerre und Geziehe und Endkunden verstehns auch nicht ,warum wie auf wundersame Weise bei einer Seite super Geschwindigkeit ist ,auf ner andren nicht.


    Wahrscheinlich wird der ein oder andre von den Kunden da auch noch für blöd /verrückt erklärt.

    Nach dem Motto: bilden Sie sich da nicht was ein?

    ....naja ma abwarten.Wahrscheinlich macht das die Telekom schon unentdeckt nen weilchen.Nicht jeder wirds mitbekommen.

    Da die Telekom aber immer von Qualitätsanbieter spricht könnte Ihr der eigene grosse Maßstab auch auf die Füsse fallen.

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