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Original geschrieben von Elke2002
Und was sind denn die - Deiner Meinung nach - "wirklich interessanten Blogs"?
Genau die Varianten, die Du ja weiter oben selbst schon genannt hast. Also eben gerade nicht das private Tagebuch von irgend jemandem, sondern "Blogs", die Infos, News usw. enthalten, die von allgemeinem Interesse sind. Letztlich dient das Blogging-System hierbei dann nur als Fahrgestell, um diese Infos in einer geordneten, gut lesbaren Form unterzubringen, anstatt sie in irgendein Webpage-Format, ein Forum-System o.ä. zu quetschen. Dieser Lawblog z.B. enthält hoch interessante Infos und ist gut zu lesen, allerdings hätte ich das, wenn ich jetzt einfach nur so drüber gestolpert wäre (und wenn in der URL nicht das Wort "blog" auftauchen würde
) nicht für einen Blog gehalten, sondern eben für eine Info- oder Newsseite zum Thema "Recht". Das Blogging-Format ermöglicht es, rein textbasierte Inhalte mit einfachsten Mitteln ohne großartigen Aufwand online zu stellen, und gleichzeitig umgeht der Autor potentielle Kritik wegen einer schlecht designten Newsseite, denn es ist ja keine... 
Wie auch immer - diese Art von Blogs (die halt IMHO keine Blogs im eigentlichen Sinne sind, sondern nur so aussehen) können durchaus interessant sein.
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Das mit dem Bezahlen: Warum nicht? Es gibt ja auch online-Zeitschriften-Abos. Und zumindest einen Unterhaltungswert weisen einige Blogs durchaus auf (habe gerade mal den 'Schockwellenreiter' angeguckt).
Schwachsinnig wirds halt dann, wenn die Leute wirklich dafür bezahlen wollen, das private Tagebuch einer unbekannten Person zu lesen. OK, andererseits verkaufen sich die diversen Frauenzeitschriften (Gala, Bunte usw.) und ein TV-Format wie Big Brother aus durchaus ähnlichen Gründen, aus denen sich auch so etwas verkaufen liesse. Insofern könnte man sich nicht wirklich wundern, wenn es so käme. Allenfalls könnte man einmal mehr resignierend feststellen, dass die Menschen mehr und mehr dem Stupiden, dem Stumpfsinn anheim fallen... 
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Früher zu DDR-Zeiten im "Staatsbürgerkunde" - Unterricht hat man uns über den Westen u.a. Folgendes erklärt: Das verschwenderische Angebot von Waren, vor allem aber die platte Medienwelt mit Boulevardzeitungen, Frauenromanen, Fernsehwerbung, Shoppingkanälen usw. diene vor allem dazu, die Bevölkerung dumm und mit all diesen Oberflächlichkeiten davon abzuhalten, sich über wirklich wichtige Dinge Gedanken zu machen. Da wir ja durchaus einen gewissen Einblick in die westliche Medienwelt hatten, konnte ich dies damals nicht nachvollziehen. Auch heute finde ich rückblickend, dass das damals soo schlimm nun wirklich nicht wahr und es daher halt einfach eine der vielen Ost-Propaganda-Maschen war.
Heute jedoch hat die Realität die Propaganda von damals eingeholt... Der einzige - aber auch entscheidende - Unterschied: Es ist keineswegs eine staatlicherseits proaktiv geführte Verdummung, sondern es ist die Wirtschaft, die allenthalben den Stumpfsinn und die Oberflächlichkeit zur Marktlücke erklärt. Und da wir ja eine freie Gesellschaft sind und sich jeder so verblöden kann, wie es ihm am liebsten ist, steht die Politik daneben und schaut zu...
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