Nach meinem Empfinden hat kaum eine Branche die Euro-Umstellung derart schamlos für eine inzw. de facto 1:1-Umrechnung genutzt wie die Gastronomie. Positive Beispiele findet man kaum. Bei McD z.B. kostete ein durchschnittlicher Burger vor der Euroeinführung knapp 5 Mark, heute knapp 3 Euro. Das passt IMHO noch durchaus.
Aber ansonsten: Wo man früher DM 2,50 für einen Kaffee bezahlt hat, zahlt man heute EUR 2,50. Döner früher DM 3,50, heute EUR 3,50. Gerade kleinere Cafés, aber auch Imbissbuden usw. haben heftig zugelegt.
In der Konsequenz zahle ich heutzutage bei allen kleineren Beträgen wie eben z.B. für einen Cappuchino, ein Eis o.dgl. überhaupt kein Trinkgeld, auch wenns ein Etablissement mit Bedienung ist. Bei größeren Sachen (also normal Essen + Trinken) runde ich Beträge, bei denen die Centstelle max. 50 beträgt, auf den nächsthöheren Euro-Betrag auf. Wenns xx,51 bis xx,99 kostet, runde ich auf den übernächsten Euro-Betrag auf. Wenns insgesamt mehr als 50,- kostet, runde ich auch mal um 2, 3 Euro auf, wenn ich mit dem Service zufrieden war.
Gilt natürlich alles nur für D - wenn ich im Ausland bin, wo der Service entweder ganz offiziell oder zumindest "halboffiziell" nicht Teil des Preises von Speis und Trank ist, gibts natürlich schon Tax gemäß den lokalen Gegebenheiten.
In Geschäften, bei der Tankstelle o.dgl. gibts grundsätzlich kein "stimmt so" mehr, zumal ich eh fast nur mit Karte zahle - da muß man sich an der Tanke nicht auf 65,23 rausgeben lassen... 
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich immer wieder an einen meiner Lieblingsstreiche von früher: Was kaufen, den Betrag pfenniggenau hinlegen und sagen "Stimmt so"... :top: :D:D
Ja, wahrscheinlich bin ich auch ziemlich geizig, aber von nix kommt nix. Hier mal 'n Euro, da mal zwei - das läppert sich. Nix da!!
Außerdem bekomme ich auch kein Trinkgeld, nur weil ich meine Arbeit ordentlich mache...
