Beiträge von BigBlue007

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Zum Thema Unabhängigkeit der Gerichte nur mal ein kleiner Hinweis auf den Fall Mannesmann/Vodafone. Sind Esser/Ackermann frei oder schuldig gesprochen worden? Und wie war die öffentliche Meinung? Genau, noch deutlicher als im "Raser-Fall". Das Gericht hat dennoch unabhängig und anders geurteilt.


    Im Fall Mannesmann war die öffentliche Meinung bei weitem nicht so gleichförmig wie bei dieser Sache hier. Ich weiß ja nicht, was Du so schaust/hörst/liest, aber es gab bzgl. des Mannesmann-Prozesses zahlreiche Wortmeldungen über alle Ebenen und Medien hinweg, dass eine Verurteilung kein gutes Zeichen für den Standort Deutschland wäre. Auch die öffentliche Meinung war hier nach meinem Empfinden keineswegs einheitlich.


    Bei diesem Fall hier hingegen schon...

    Das wäre sehr zu begrüßen, dass eine solche Diskussion geführt wird. Allerdings ist ja bereits klar, dass das nicht der Fall ist. Es wäre den Medien (und auch den Politikern) ja ein Leichtes gewesen, das Thema im Zusammenhang mit diesem Vorfall zu thematisieren. Dies ist nicht passiert, womit klar ist, dass wir das vergessen können.


    Gleichzeitig halte ich es für mehr als bedenklich, dass ein zum Exempel statuierter Fall bzw. ein Verurteilter quasi als Katalysator für eine solche gesellschaftliche Diskussion herhalten müsste (wenns denn so gekommen wäre). In diesem Zusammenhang habe ich dieselben Befürchtungen wie uwm.

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    Original geschrieben von Snake
    Einspruch. I beg to differ: Eine Argumentationskette kann nicht so aufgebaut werden, dass man einzelne Fraktionen einer Gesellschaft zitiert, um dann dies anderen (andersdenkenden) Fraktionen überzubügeln


    Sorry, aber das ist völliger Unsinn... ;)


    Ich wiederhole es für Dich gerne nochmal: Wir haben in unserem Lande keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung. Dieses Thema ist bei keiner der großen Volksparteien salonfähig, weil man weiß, dass sich der Deutsche seine "freie Fahrt für freie Bürger" halt nicht nehmen lässt. Gerne glaube ich Dir, dass Du das anders siehst. Wie ich selbst im Übrigen auch (habe ja gesagt, dass ich ein Tempolimit durchaus begrüße). Das ändert aber nix daran, dass wir Stand HEUTE keins haben, und dass z.B. auch die Medien (genau die, die F. als "Turbo-Rolf" titulieren) auch die ersten sind, die "Nicht mit uns" schreien, wenn doch mal einer das Wort "Tempolimit" in den Mund nimmt.


    Wer ein Tempolimit will, muss bei der nächsten Wahl eine Partei wählen, die sich für ein solches einsetzt. Solange wir keines haben, solange haben wir keines. Und so lange darf man 250 fahren, wenns die Piste hergibt. Und so lange ist jemand (oder SOLLTE auf jeden Fall) erheblich teilschuldig, wenn er 120 fährt, sich durch einen Spurwechsel vor einen mit 250 heranfahrenden Fahrer setzt und dann vor Lauter Schreck das Lenkrad verreisst.

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    Jemand, der sich bei so einem Fall in Falschaussagen verstrickt, hat sich auch hier dem Regelwerk eines Rechtssaates zu unterwerfen. Das hat nichts mit Versagen zu tun


    Da gebe ich Dir allerdings Recht - der Mann hat sich leider von Anfang an sehr ungeschickt angestellt. Hätte er von Anfang an mit offenen Karten gespielt, wärs vielleicht besser ausgegangen - wobei das wegen des öffentlichen Drucks trotzdem bezweifelt werden darf...

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    Original geschrieben von Jochen
    Die Frage ist aber durchaus, ob sie durch ihre Überreaktion nicht auch einen gewichtigen Teil beigetragen hat. Vor Gericht scheint diese Frage aber zumindest laut Berichterstattung bisher keine Rolle zu spielen.


    Das ist eigentlich bei diesem Fall die einzig wirklich verbleibende interessante Frage...


    Die Richter (alle beide) waren offenkundig der Meinung, dass es ihnen und dem Bild, was die Deutschen vom Rechtsstaat haben, nicht zuzumuten ist, diese Frage aufzuwerfen. Wie hier schon mehrfach gesagt wurde, haben wir alle keinen genauen Einblick in die Details. Fest steht aber AFAIK zumindest, dass es keine Berührung der beiden Autos gegeben hat. Und wenn das so ist, dann kann ich persönlich absolut nicht nachvollziehen, warum diese Frage keine Rolle gespielt hat. Denn es ist dann absolut offensichtlich, dass die Fahrerin eine ganz erhebliche Mitschuld hatte. Drängeln hin oder her - wenn ich unkontrolliert das Lenkrad verreisse, dann ist dies zuallererst mal meine eigene Schuld; ich kann mich dann nicht hinterher hinstelle und sagen, dass ich quasi dazu gezwungen war, weil mir der Hintermann sonst draufgefahren wäre.


    Die Zeugenaussagen kann man in so einem Umfeld in die Tonne kloppen - egal für welche Seite sie sprechen. Denn noch lange vor den ersten Vernehmungen und natürlich erst recht lange vor der ersten Verhandlung war der Fahrer vorverurteilt, so dass völlig abzusehen war, dass die Zeugen vom Schlage "Hier, ICH, ICH, ich hab was gesehen!!!!" sein würden.


    Selbst der Verstoß von F. gegen §1 StVO scheint zweifelhaft. Wir haben in diesem Land nunmal keine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen. Auf dem fraglichen Autobahnstück herrschte auch keine. Und §1 hin oder her - wenn mir danach ist, darf ich halt 250 fahren. Wenn der Gesetzgeber der Meinung wäre, dass ein solches Tempo quasi schon für sich alleine betrachtet einen ständigen Verstoß gegen §1 darstellt, dann müsste er eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung einführen (die ich persönlich übrigens befürworte). Da er dies nicht tut, heißt das im Umkehrschluss, dass ich auf einer dreispurigen Autobahn auf einer freien linken Spur mit Tempo 250 an anderen Autos vorbeifahren kann.


    Und es gehört eben AUCH zu §1, dass eine Mutter mit zwei Kindern, die auf derselben Autobahn mit einem Kleinwagen mit Tempo 120 vor sich hin fährt, halt damit rechnen muss, dass da linker Hand jederzeit einer mit 250 von hinten angeblasen kommen kann. Das mag der eine oder andere vielleicht nicht verstehen, und die Richter hielten das in diesen Tagen offenbar auch nicht für so recht mehrheitsfähig, aber so isses nun mal. Eine Gesellschaft, in der offenbar ein breiter Konsenz dahingehend herrscht, dass man hier kein generelles Tempolimit braucht, soll sich dann bitteschön auch nicht darüber aufregen, wenn einer, der es kann und will, eben mit 200+ über die Piste fährt.


    Wenns ganz "dumm" gelaufen ist, ist die Dame so rechtzeitig "rübergezogen", dass der Benz nichtmal den Sicherheitsabstand unterschritten hat, und er war längst 100m weiter, als sich der Kleinwagen um den Baum gewickelt hat. Dann könnte man nicht mal mehr von Fahrerflucht reden... :rolleyes:


    So oder so - soweit ich das überschauen kann, haben hier zu keinem Zeitpunkt ausreichende Beweise vorgelegen, die eine Gefängnisstrafe gerechtfertigt haben. Hätten die Medien, und hätten die Richter das Ganze nicht so einseitig beurteilt und die Frage einer eventuellen Teilschuld der Fahrerin praktisch völlig hinten runter fallen lassen, dann würde ich das Ganze vielleicht ein wenig anders sehen - so jedoch bin ich der Ansicht, dass der Rechtsstaat hier reichlich versagt hat und F. freigesprochen gehört.

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    Original geschrieben von toyboy
    Es geht eigentlich auch nur um die Tatsache, das dieses Objekt nur durch dunkele Kanäle auf den freien Markt gelangt ist. (mögliche Straftat, mal abgesehen von Hehlerei)


    Schon klar, aber der Punkt ist, dass Du nicht in der Lage bist, in dieser Richtung irgend etwas anzustoßen... ;)


    Solange die IMEI nirgends als gestohlen registriert ist, ist auch die völlig irrelevant.


    Ich machs mal deutlicher: Eine Straftat begehst Du in diesem Lande entweder auf zivilrechtlicher Ebene, wenn es einen Ankläger gibt, dem ein Schaden entstanden ist. Ein solcher bist Du nicht. Im Zivilrecht ist es Voraussetzung für Aktivitäten gleich welcher Art, dass ein Ankläger Klage erhebt bzw. Anzeige erstattet. Das kann wiederum nur jemand sein, dem eben tatsächlich ein vermeintlicher Schaden entstanden ist. Also nicht Du... ;)


    Oder Du begehst eine Straftat, die strafrechtlich relevant ist (Hehlerei, Diebstahl usw.). Im Falle des S65 wäre es also erforderlich, dass irgend jemand das Handy als gestohlen gemeldet hätte.


    Die Tatsache, dass das Handy noch nicht im Handel ist und/oder möglicherweise einen Aufdruck wie "Prototype", "not for resale" o.dgl. trägt, ist für sich genommen noch überhaupt kein Beweis dafür, dass dieser Mensch das Gerät nicht trotzdem legalerweise besitzen (und auch verkaufen) darf. Ein solcher Aufkleber hat für sich genommen zunächst mal keinerlei juristische Relevanz. Auch hier ist es wieder nur Siemens selbst, die einen Schaden geltend machen könnten.


    Die einzige Möglichkeit, wie gegen diese Person vorgegangen werden kann, besteht ergo darin, dass Siemens selbst aktiv wird. Das ist es vermutlich, was SiemensFreak³ meint - der Mensch, den er kennt, ist sicher in der Rechtsabt. bei Siemens, hat Kontakte dorthin oder irgendwas in der Art.

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    Original geschrieben von Laubi
    Es entbehrt jedoch nicht einer gewissen Komik, dass Du lieber BB007, praktisch den Anfang gemacht hast ;)


    Keineswegs... ;)


    Zum einen war dies ja nicht der erste "FAQ-Thread" dieser Art - ich erinnere z.B. an die diversen Firmwareauflistungen, die es z.T. schon vorher gab.


    Zum Zweiten ist dies ja gerade eben ein Beispiel dafür, wie es eben DOCH mit dem geht, was vorhanden ist. Der Thread ist zwar ellenlang, aber man kann ihn sich sparen - alle relevanten Infos stehen, z.T. nachträglich durch mich ergänzt - im Eingangsposting. Und solche FAQ-Threads gibts ja durchaus mehrere.


    Und jetzt höre ich natürlich schon wieder die Argumente, von wegen es wäre doch viel effizienter, wenn halt mehrere Leute dieses Topic mit ihren Infos hätten füllen können. Und das sehe ich halt genau NICHT. Ich erachte es als völlig ausreichend und im Gegenteil sogar als Garant für eine gewisse Qualität dieser FAQ-Threads, wenn sie das Baby von genau EINER Person sind. Wenn andere User weiteren Input haben, hängen sie ihn in eigenen Postings unten dran, und der Ersteller des Eingangspostings nimmt diese Infos, falls richtig und im Sinne des Themas ausschlaggebend, mit auf.


    Nach genau diesem Muster funktionieren diese FAQ-Threads hier schon seit langer Zeit. Zugegeben - es wäre wünschenswert, wenn es mehr solcher FAQs zu mehr Themen gäbe. Dann aber ebenfalls nach dem vorhandenen Muster.

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    Original geschrieben von toyboy
    lest mal, kein Shop, ein Trödelmarkthändler.......


    Egal - auch dann interessiert das die Polizei nicht. Wie stellst Du Dir das vor?!? :D Du rufst die Grünen und sagst denen "Schauen Sie mal - das Gerät darf der noch gar nicht haben!". Meinst Du, das interessiert die? Nein. Es DARF sie nichtmal interessieren! Wir haben in diesem Land Gesetze und Vorgehensweisen, wir haben Staatsanwälte, Anwälte und Richter. Aber wir haben keine Polizei, der einfach irgend jemand sagen kann "Gucken Sie mal, der hat was Illegales", und die dann sofort irgendwas beschlagnahmen. Wie schon gesagt - da könnte ja jeder kommen... :D

    Wenn ich mir ansehe, auf welche Art und Weise (verbal gesehen) die Befürworter dieser Idee hier argumentieren, dann untermauert das eigentlich nur alle Befürchtungen, die man dagegen vorbringen kann. Die, die sich hier als ach so progressiv verkaufen, sind die, die als erstes auf eine persönliche Schiene abrutschen, von "Betonköpfen", Einseitigkeit und ähnlichem schwätzen - ein klassisches Eigentor... :D


    Viel Spaß noch beim Diskutieren - Recht gehabt wird im Nachhinein der haben, dessen Ansicht sich als tragfähig erwiesen hat... :top: :D

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    Original geschrieben von Sencer
    Vergleiche:


    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. 2 Jahre und 61 sind ein kleiner Unterschied - in 61 Jahren spricht kein Schwein (und auch keine Schlange :D ) mehr von Internetforen, wie wir sie heute kennen.

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    In einem muß ich dir allerdings Recht geben, BigBlue007: Es gibt nach meinen Erfahrungen bisher wenige Leute, die sich in allen Community-Formen (bspw. Foren und Wikis und Weblogs usw.) gleichermaßen bewegen können und wollen.


    So ist es. Diesen Weblogs kann ich z.B. auch absolut nix abgewinnen - halte das für eine völlig uninteressante, überflüssige Geschichte. Geschmacksache halt... ;)

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    Wenn man etwas hat was funktioniert (egal wie gut oder schlecht), dann sind nur wenige Leute in der Lage und bereit sich auf andere Formen einzulassen.


    Insbesondere dann nicht, wenn es eigentlich gut funktioniert und seinen ursprünglichen Zweck erfüllt... ;)


    Und BTW: Dein unterschwelliger Versuch, Menschen, die an Wikis, Blogs usw. einfach nix finden können, als einseitig und uninteressiert abzutun, läuft logischerweise ins Leere. Vielseitigkeit und Interesse sind keineswegs ein Gegensatz dazu, dass man in bestimmten Situationen halt einfach einsieht, dass etwas Vorhandenes für das, wofür es gedacht ist, nicht nur ausreichend, sondern auch ideal ist... ;)