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Nachdem der 27-jährige Muammar al Gaddhafi 1969 gegen den libyschen König Idirs I. geputscht hatte, übernahm ein „revolutionärer Kommandorat“ die Macht in Libyen, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, alle westlichen Einflüsse zurückzudrängen. Neun Monate später mussten die USA ihre Air Force Base in der Nähe von Tripolis räumen.
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Am 5. April 1986 wurde auf die im Westberliner Stadtteil Friedenau gelegene Diskothek „La Belle“ ein Anschlag verübt. Gegen 1:40 Uhr explodierte eine Bombe mit drei Kilogramm Plastiksprengstoff; drei Menschen wurden getötet, 230 zum Teil schwer verletzt. Unter den Discobesuchern waren überwiegend amerikanische Soldaten, zwei der Todesopfer waren GIs.
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Reagan war überzeugt, dass es sich um Staatsterrorismus handle und erklärte: „Diese ungeheuerliche Brutalität ist nur der letzte Akt von Gaddhafis Terrorherrschaft. Unsere Beweise sind direkt, präzise und unwiderlegbar.“ Am 14. und 15. April 1986 griffen amerikanische Flugzeuge militärische und zivile Ziele in Tripolis und Bengasi sowie Gaddhafis Wohnhaus an. Bei dieser Racheaktion starben nach libyschen Angaben 37 Menschen, darunter Gaddhafis Adoptivtochter. Gaddhafi selbst überlebte nur, weil er in einem Beduinenzelt im Garten geschlafen hatte.
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[Der La Belle Prozess gegen die Attentäter in Berlin dauerte von 1997 bis 2001]
Am 13. November 2001 verkündete das Gericht sein Urteil: Die Bombenlegerin erhielt 14 Jahre Haft wegen Mordes, die drei Männer wurden wegen Beihilfe zu Haftstrafen zwischen 12 und 14 Jahren verurteilt. Die fünfte Angeklagte, eine Deutsche, wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte viermal lebenslänglich gefordert. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Mitglieder des libyschen Geheimdienstes das Attentat geplant hatten. Sie folgten der Argumentation der Staatsanwaltschaft, wonach der Bombenanschlag ein Racheakt Libyens gegen die USA und damit Staatsterrorismus war.
Im Mai 2001 hatte der deutsche Kanzleramtsberater Michael Steiner erklärt, Gaddhafi habe in einem vertraulichem Gespräch ihm gegenüber zugegeben, dass Libyen in den Terroranschlag verwickelt war. Die Bundesregierung und Libyen wiesen diese Darstellung allerdings zurück.